Channel Fokus: Cloud Native & Kubernetes Navigator der großen Modernisierung

Weltweit cloudifizieren Unternehmen im großen Stil ihre Anwendungen. Mit dieser Modernisierungswelle hat sich Kubernetes als De-facto-Standard für die darunterliegenden Container-Architekturen etabliert. Für Managed Service Provider birgt der Trend großes Potenzial.

Firmen zum Thema

Das Wort „Kubernetes“ stammt aus dem Griechischen (κυβερνήτης) und bedeutet Steuermann.
Das Wort „Kubernetes“ stammt aus dem Griechischen (κυβερνήτης) und bedeutet Steuermann.
(Bild: VanHope - stock.adobe.com)

2020 markierte einen Wendepunkt für das Software-Segment. Weltweit wurden im vergangenen Jahr nach Schätzungen von IBM erstmals mehr Cloud-native als traditionelle Anwendungen neu entwickelt. Und der Trend setzt sich mit großem Tempo fort, auch im deutschsprachigen Raum. Bereits im kommenden Jahr wollen 42 Prozent der hiesigen Unternehmen bis zu einem Viertel ihrer Applikationslandschaft durch Cloud-native Software modernisiert haben, 26 Prozent sogar bis zur Hälfte und weitere drei Prozent zu ­einem noch höheren Anteil. Die Zahlen gehen aus der Studie „The Rise of Cloud Native“ hervor, die die Analysten von Cloudflight zu ­Beginn dieses Jahres vorgelegt haben.

Was die Wortverbindung bezeichnet, ist vom Prinzip her einfach: Cloud-native Software wird von Grund auf für die Cloud entwickelt. Deshalb kann sie sich alle Vorteile, die die Plattformen von AWS, Google, Microsoft & Co. in puncto Skalierbarkeit, Automatisierung und Verfügbarkeit bieten, uneingeschränkt zunutze machen. Herkömmliche Anwen­dungen profitieren dagegen weit weniger von der Cloud und können insbesondere dann, wenn sie ohne Änderungen migriert werden („Lift & Shift“), sogar zu Problemen führen und zusätzliche Kosten verursachen. Um die Möglichkeiten der Cloud voll auszuschöpfen, passen Unternehmen daher ihre Applikationen mit mehr oder weniger großem Aufwand an oder schreiben sie komplett neu.

Modernisierungswelle birgt Dienstleistungspotenzial

Die Modernisierung von Anwendungslandschaften ist kein Selbstzweck. Im ­Zuge der Digitalisierung wickeln Unternehmen interne Prozesse ebenso wie die Interaktion mit Kunden und Lieferanten zunehmend mit Hilfe von Software ab. Immer mehr neue Funktionen werden dabei in immer kürzerer Zeit bereitgestellt. Die damit einhergehenden Anforderungen lassen sich sinnvoll nur mit agilen Entwicklungsverfahren („DevOps“) und auf Basis Cloud-nativer Software, die wegen ihrer granularen Architektur entsprechend flexibel ist, erfüllen.

Cloud Native ist auf dem Vormarsch

Das Kubernetes-Momentum

Das am weitesten verbreitete Deployment-Modell ist aktuell der Managed Kubernetes Service als gehosteter Dienst eines MSP.
(Bildquelle: Cloudflight)

Gerade im vergangenen Jahr wurde deutlich: Technologie nimmt im heutigen Business eine immer zeitkritischere Rolle ein. Nur so ist es Unternehmen möglich, sich an die große Dynamik der ITK-Welt anzupassen. An dem Punkt kommt die Orchestrierungsplattform Kubernetes ins Spiel, durch die sich die Bereitstellung von Applikationen beschleunigen, der Automatisierungsgrad in Unternehmen erhöhen und IT-Kosten reduzieren lassen. Das heute noch am weitesten verbreitete Deployment-Modell ist laut einer Studie von Cloudflight der Managed Kubernetes Service als gehosteter Dienst eines MSP (31 %). Großteils zugunsten hybrider Ansätze wird der Anteil der Unternehmen, die diese Option wählen, in Zukunft auf 19 Prozent sinken.

Üblicherweise birgt eine Modernisierungswelle wie die von Crisp aufgezeigte großes Dienstleistungspotenzial. Immerhin 55 Prozent der Anwender nehmen der Studie zufolge bei der Umsetzung ihrer Cloud-native-Strategie externe Unterstützung in Anspruch. Bei mittelstän­dischen Unternehmen, die nur kleine IT-Abteilungen unterhalten, dürfte der Bedarf tendenziell sogar noch größer sein. Davon profitieren letztlich nicht nur ­Software- und Entwicklungsspezialisten, sondern auch Infrastruktur-orientierte Häuser. Denn Cloud-native Applika­tionen brauchen eine spezifische IT-­Umgebung, in der sie laufen. Und diese Umgebung muss geplant, erstellt, betrieben und gewartet werden.

Kubernetes wurde im Wesentlichen durch einen Aufstand von Entwicklern ins Leben gerufen und hat den Status quo in Frage gestellt. Die Plattform entstand zum perfekten Zeitpunkt, als immer mehr Unternehmen in Richtung Multicloud- und Hybrid-Cloud-Modelle drängten, aber auf die gleichen Kompatibilitätsprobleme stießen.

Bernd Gill, Director Strategic Alliance, Partner & Innovation DACH bei Rackspace

Die Besonderheit der Infrastrukturen, auf denen Cloud-native Anwendungen bereitgestellt werden, erklärt sich aus deren Architektur. Sie unterscheidet sich vom monolithischen Aufbau traditioneller Applikationen und setzt sich aus einer Vielzahl von Microservices zusammen, die wiederum in Containern laufen. ­Diese leichtgewichtigen virtuellen Instanzen erfordern eine andere Art des Managements als beispielsweise virtuelle Server. Mittlerweile sind nach Zahlen der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) mehr als 100 Tools entstanden, mit ­denen sich Container provisionieren, vernetzen, verwalten und überwachen lassen. Die meisten davon basieren auf Kubernetes (griechisch für „Steuer­mann“), einem Open-Source-Framework, das sich als De-facto-Standard für die Orchestrierung und das ­Management von Containern etabliert hat.

Managed Kubernetes als priorisiertes Deployment-Modell

Die Komplexität von Kubernetes, die Vielfalt der Tools und die hohe Innovationsgeschwindigkeit stellen IT-Verantwort­liche häufig vor Herausforderungen. Statt sich intensiv mit dem System auseinanderzusetzen, um selbst Infrastrukturen dafür aufzubauen, nutzen viele Unterneh­men daher Managed-Kubernetes-Angebote. Dabei handelt es sich um Container-­Cluster, die Service Provider entweder in eigenen Rechen­zentren oder auf Hyper­scaler-Plattformen bereitstellen und die sie für die Kunden managen. Mit dem Amazon Elastic Kubernetes Service (EKS), dem Azure ­Kubernetes Service (AKS) und der Google Kubernetes ­Engine (GKE) bieten die ­großen Cloud Provider ebenfalls Managed Services an.

Generell haben sich bei den Bereitstellungsszenarien verschiedene Spielarten herausgebildet (siehe Kasten „Cloud Native ist auf dem Vormarsch“). Etwa ­jedes dritte Unternehmen nutzt Kubernetes derzeit in einer privaten oder hybriden Umgebung. Auch dabei übernimmt nicht selten ein Dienstleister das Management des Clusters. Doch unabhängig davon, ob es sich On Premises, auf einer Hosting-Plattform oder in der Cloud befindet, in jedem Fall entlasten Anwender ihre Dev­Ops-Teams, wenn sie den Betrieb zu ­einem Service Provider auslagern. So können sich die Entwickler ganz den ­Anwendungen, dem Deployment neuer Features und damit in letzter Konsequenz den ­Geschäftsprozessen des Unter­nehmens widmen. „Wir bieten ­Managed Kubernetes an, damit sich ­unsere Kunden weiterhin auf ihre digitalen Kernaufgaben konzentrieren können“, betont Oliver Mauss, CEO bei PlusServer.

Service Provider setzen auf Kubernetes

Der Kölner Managed Hosting Provider hat den Service im Frühjahr 2019 gelauncht. Unter dem Label „Pluscontainer“ stellen die Rheinländer ihren Kunden gema­nagte Kubernetes-Cluster wahlweise auf der eigenen Infrastruktur, bei AWS oder bei Google Cloud bereit. Solche Dienste treffen offenbar einen wachsenden Bedarf im Markt. Neben PlusServer führt inzwischen eine Reihe von Service Providern ähnliche Angebote im Portfolio. ­Dazu gehören etwa A1 Digital, Boreus (Release42-Gruppe), Claranet, Cloudeteer, Cloud & Heat, Evoila, Gridscale, ­Ionos Cloud, ­Noris Network, OVHcloud, Rackspace, ScaleUp oder Uptime IT.

Als einer der Pioniere im deutschen Markt hat SysEleven bereits 2018 einen Managed-Kubernetes-Service konzipiert, den heute rund 200 Kunden nutzen. Der Provider aus Berlin Friedrichshain gliedert sein Angebot „Metakube“ in die ­Varianten Core, Accelerator und Operator. Je nach eigenen Fähigkeiten und Ressourcen können Unternehmen so zwischen drei Optionen wählen, wobei das Spektrum der Leistungen, die Sys­Eleven erbringt, vom bloßen Management der Kubernetes-Master-Komponenten bis hin zum Komplettbetrieb containeri­sierter Anwendungen reicht.

Neben den technologischen Skills rund um Kubernetes ist das richtige Mindset entscheidend. Da wir es hier mit Cloud-native-Methoden und -Konzepten zu tun haben und wir von echten dynamischen Workloads sprechen, benötigt man als Betreiber neue Strategien und Ansätze, um diese dynamischen Umgebungen sicher aufzubauen, zu betreiben und zu überwachen.

Oliver Mauss, CEO bei PlusServer

„Die Kunden haben bei Cloud Native ganz unterschiedliche Wissensstände“, erläutert Marc Korthaus, Geschäftsführer bei SysEleven. „Unsere Aufgabe ist es, sie auf ihrem jeweiligen Stand abzu­holen und ihnen tiefer in das Thema hinein­zuhelfen.“ Beratung mache deshalb ­einen wesentlichen Teil des Managed-Kuber­netes-Geschäfts aus. Viele Unternehmen gehen zu einem Dienstleister, weil ihnen selbst die Ressourcen für einen 24 / 7- Betrieb fehlen. „Sie wollen aber auch von seiner Erfahrung und seinen Best Prac­tices profitieren.“

Cloud-native Applikationen in Cloud-, Edge- und On-Prem-Umgebungen

Die Berliner setzen bei ihrem Angebot die Technologie des Software-Anbieters Kubermatic (ehemals Loodse) ein. Der Hamburger Spezialist hat eine auf Kubernetes basierende Plattform entwickelt, die ­Unternehmen in die Lage versetzt, ­ihre Cloud-nativen Applikationen über verschiedene Cloud-, Edge- und On-Prem-Umgebungen hinweg automatisiert zu betreiben. Prinzipiell profitieren Anwender, wenn sie das Open-Source-Framework nutzen, neben den Vorteilen, die Container-Architekturen in puncto Agilität und Flexibilität bieten, von der konsequenten Standardisierung.

So stellt das Konformitätsprogramm der CNCF sicher, dass Anwendungen mit ­allen zertifizierten Kubernetes-Distri­butionen und -Diensten kompatibel sind und sich ohne Probleme zwischen Plattformen bewegen lassen. Containerisierte Software kann daher mit relativ wenig Aufwand von einer Cloud in eine andere übertragen werden. „Die Kubernetes-Dienste der Hyperscaler haben zwar ­ihre eigenen Flavours“, sagt Korthaus. „Die Wahrscheinlichkeit, dass man bei der ­Migration einen Schmerz hat, ist aber sehr viel geringer als bei nicht-containerisierten Anwendungen.“

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Kubernetes sei „ein Beispiel für die Macht der Gemeinschaft“, resümiert Bernd Gill, Director Strategic Alliance, Partner & ­Innovation Management DACH bei Rackspace. Nach seiner Einschätzung verdankt sich die Orchestrierungsplattform „einem Aufstand von Entwicklern, die den Status quo in Frage stellen wollten“. Sie sei zu einem Zeitpunkt entstanden, als „immer mehr Unternehmen in Richtung Multicloud und Hybrid Cloud drängten, aber dabei auf die gleichen Kompatibilitätsprobleme stießen“. Rackspace bietet seit 2018 einen Managed-­Kubernetes-Service an. Im April dieses Jahres hat sich der kalifornische Service Provider an dem auf Container-Management spezialisierten Hersteller Platform9 beteiligt, um sein Portfolio in diese Richtung weiter auszubauen.

Größe Herausforderung: fehlendes Knowhow

Managed Kubernetes Provider müssen umfassendes Knowhow besitzen, etwa auf Gebieten wie Software-defined Storage (SDS), Software-defined Networking (SDN) oder Infrastructure as Code (IaC), und sie müssen komplexe Systeme lückenlos überwachen und Störungen nachhaltig ­beheben können. Neben solchen tech­nischen Skills ist für Johannes Hiemer, ­Geschäftsführer bei Evoila in Mainz, ebenso wichtig, die Sprache der Ziel­gruppe zu sprechen. „Als Dienstleister brauchen wir Fachleute, die sich mit Software-Entwicklung auskennen, damit wir die Anforderungen der Anwender und ­ihre Kultur verstehen.“

Um das Potenzial der Cloud voll auszuschöpfen, muss der Blickwinkel über die Infrastruktur hinausgehen und sich auch auf die neuen Gestaltungsmöglichkeiten für die Applikationsentwicklung richten. Cloud-native Software bietet Unternehmen immense Vorteile in Bezug auf Time-to-Market, bessere Qualität, höhere Flexibilität und geringere Kosten.

Kathrin Kleinschnittger, Go2Market Lead AWS Business Group bei Arvato Systems

Anders als etwa Systemadministratoren interessieren sich Entwickler nach Hiemers Worten nicht für Details der Infrastruktur. Ihnen komme es auf Geschwindigkeit an und auf die Freiheit, neue Dinge auszuprobieren. „Entwickler wollen Container, um ihre Anwendung zu deployen, und das soll einfach nur funktionieren“, fasst der Experte zusammen. „Wir haben auch Kunden, bei ­denen wir den IaaS-Stack betreiben. Unterschied­licher könnten die Ansprechpartner in beiden Welten gar nicht sein.“

Im Gegensatz zu PlusServer, SysEleven oder Rackspace unterhält Evoila kein ­Rechenzentrum. Die Mainzer helfen Kunden beim Aufbau von Kubernetes-Clustern, sowohl On Premises als auch in den Clouds von AWS oder Azure, und übernehmen anschließend die Verantwortung für den Betrieb der mitunter ­hybriden Umgebung. Consulting und Managed Services bilden somit bei dem Dienstleister die beiden wesentlichen ­Geschäftsfelder. Als enger Partner von VMware nutzt der Cloud-Spezialist für die Bereitstellung und Verwaltung von Container-Infrastrukturen das Tanzu ­Kubernetes Grid (TKG), die eigene Distri­bution des Herstellers.

Kubernetes kennt keine Branchengrenzen

Innerhalb ihrer Klientel können Managed Kubernetes Provider kaum Schwerpunkte erkennen, was Branchenzugehörigkeit oder Größe angeht. Vielmehr kommen die Kunden inzwischen aus nahezu allen Wirtschaftszweigen und Marktsegmenten. Auch in Behörden und öffent­lichen Einrichtungen ist die Orchestrierungsplattform inzwischen angekommen. Was die verschiedenen Anwender eint, ist die Intention, von den Vorteilen der Container-Technologie zu profitieren: von ­ihrer Flexibilität und dem hohen Automati­sierungsgrad, die eine schnellere Bereitstellung neuer Services ermöglichen, und von ihrer Portabilität, durch die sich die Abhängigkeit von einzelnen Cloud-­Anbietern verringert.

Auch bei einem Hosting Provider wie PlusServer, zu dessen Kernklientel traditionell Medienhäuser und Online-Händler gehören, registriert man, dass sich vermehrt Unternehmen aus Branchen wie Industrie, Healthcare oder Finance mit Kubernetes befassen. „Die steigende Business-Geschwindigkeit zwingt sie, Projekte schnell zu starten, umzusetzen – und gegebenenfalls auch wieder zu verwerfen“, beobachtet CEO Mauss. Potenziell komme dabei jede Anwendung für die Containerisierung in Frage. Denn der Manager hält es für einen Trugschluss, wenn man denkt, Kubernetes sei nur für Cloud-native Software relevant. „Im ­Gegenteil. Wir sind der Meinung, dass in Zukunft alle Anwendungen in der einen oder anderen Form auf einer Container-Architektur laufen werden.“

Kubernetes Einsatzspektrum wächst

Dass die Bedeutung des Frameworks zunehmen wird, bestätigt die „2021 Kubernetes Adoption Survey“, die der Storage-Anbieter Portworx im Mai vorgelegt hat. Demnach wird sich zugleich das Einsatzspektrum der Technologie dank funktioneller Weiterentwicklungen verbreitern. Über die Orchestrierung von Containern hinaus wird sie der Studie zufolge in ­Zukunft immer häufiger auch eingesetzt werden, um Compute-, Speicher- und Netzwerkressourcen automatisiert zu steuern. So ­erwarten 89 Prozent der von Portworx ­befragten IT-Profis, dass Kubernetes in den kommenden zwei bis drei Jahren eine ­größere Rolle beim Management ihrer ­Infrastruktur spielen wird. Darüber ­hinaus nutzen 84 Prozent der ­Unternehmen die Open-Source-Plattform dazu, KI-Modelle und -Anwendungen zu entwickeln.

Unternehmen bewegen sich hin zu schnelleren, besser skalierbaren und intuitiven Technologien. Ansätze wie die Containerisierung sehen wir als Schlüsselfaktoren an, um die Komplexität von Business und IT zu reduzieren und die Bereitstellung neuer Services zu ­beschleunigen. Moderne Anwendungen sind dafür ausgelegt, in Containern zu laufen.

Johannes Hiemer, Geschäftsführer bei Evoila

Bei allen Vorteilen, die Kubernetes offenkundig bietet, bleiben doch Herausforderungen. Das größte Hemmnis, das der weiteren Verbreitung der Technologie im Wege steht, ist der Mangel an Wissen, wie aus der VMware-Studie „The State of Kubernetes 2021“ hervorgeht. So berichten 55 Prozent der Befragten, dass ihnen intern die Expertise fehlt, eine geeignete Distribution auszuwählen. 37 Prozent halten es für schwierig, benötigtes Fachpersonal zu rekrutieren. Das hohe Tempo, mit dem sich Cloud-­native Technologien weiterentwickeln, und das große Angebot an Tools stellen für 32 Prozent beziehungsweise 30 Prozent der Unternehmen ein Problem dar.

In solchen Wissensdefiziten bei Endkunden liegt üblicherweise eine Chance für den Channel. Bislang wurde sie hauptsächlich von Service Providern wie SysEleven, PlusServer, Gridscale oder Rackspace genutzt, deren Wurzeln im Managed Hosting liegen. Zudem haben einige Beratungspartner der Hyperscaler inzwischen Kompetenz für Kubernetes aufgebaut. Das Gros der Systemhäuser hat seine Cloud-Transformation dagegen noch vor sich. Doch wenn Container tatsächlich das künftige Paradigma für den Anwendungsbetrieb sind, führt an einer Modernisierung kein Weg vorbei.

(ID:47390357)

Über den Autor

 Sarah Böttcher

Sarah Böttcher

Online CvD & Redakteurin bei IT-BUSINESS, Vogel IT-Medien