Definition

Was ist Storage?

| Autor / Redakteur: Blue Floyd / Dr. Andreas Bergler

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Storage bezeichnet jede Form von Speicherlösungen. Es handelt sich um denjenigen Ort, an dem Daten temporär oder dauerhaft aufbewahrt werden. Dazu zählen Bereiche wie Festplatten, optische Medien, Flash-Speicher und vieles mehr.

Wenn im Allgemeinen von Storage die Rede ist, sind meistens nichtflüchtige Datenspeicher gemeint. Dazu zählen weitverbreitete Varianten wie HDD- und SSD-Festplatten, Flash-Speicher in USB-Sticks und Handys, CDs, DVDs und BDs und ähnliche Massenspeicher. Weniger verbreitet, aber in Unternehmen noch immer häufig genutzt, sind etwa Magnetdatenbänder, die extrem große Speichermengen auf verhältnismäßig kleinem Raum speichern können.

Zusätzlich existieren Storage-Lösungen, in denen Daten nur für die Weiterverarbeitung durch andere Prozesse vorgehalten werden. Das klassische Beispiel ist der RAM in einem Computer, der Daten speichert und bei Anforderung durch ein Programm bereitstellt oder wieder verwirft. Auch kleinere Bereiche, wie L1- bis L3-Cache einer CPU oder der VRAM auf 3D-Grafikkarten zählen dazu. Storage dieser Art ist extrem schnell, aber nicht für die dauerhafte Datenarchivierung geeignet.

Qualitätsmessung von Storage-Lösungen

Drei wichtige Faktoren sind maßgeblich an der Qualitätsbewertung von Storage-Lösungen beteiligt:

  • Zuverlässigkeit: Vor allem im Unternehmensbereich arbeiten Speicherlösungen 24/7. Um Ausfälle zu minimieren und damit Kosten für Neuanschaffungen zu senken, spielen zuverlässige Speichermedien eine tragende Rolle. Jene Zuverlässigkeit wird mit dem MTBF-Wert bewertet und gibt an, wie viel Zeit durchschnittlich bis zu einem Laufwerksfehler vergeht. Professionelle Lösungen erreichen mehrere Millionen Stunden.
  • Transfergeschwindigkeit: Um Daten nutzen und speichern zu können, sind Lese- und Schreiboperationen von und auf der Storage-Lösung notwendig. Die Geschwindigkeit, mit der diese Operationen ausgeführt werden, wird klassischerweise in MB/s angegeben (Megabyte pro Sekunde). Da es inzwischen Lösungen gibt, welche die Gigabyte-Grenze überschreiten, wird in einigen Bereichen auch von GB/s gesprochen.
  • Zugriffszeiten: Diese in Millisekunden angegebene Zeit gibt an, wie viel Zeit durchschnittlich bis zum Zugriff auf einen vom Anwender genutzten Datenblock vergeht. Gerade beim Transfer extrem vieler kleiner Datensätze kann eine schnellere Zugriffszeit einen wesentlich schnelleren Umgang mit der Storage-Lösung bedeuten. Moderne SSD-Laufwerke arbeiten im Bereich weniger Millisekunden.

Privatanwender und Unternehmen rücken je nach Anwendungsbereich unterschiedliche Qualitätsmerkmale in den Vordergrund.

Bedarf nach Storage in der Zukunft

Nicht zuletzt durch Big Data wächst der Bedarf nach extremen Speicherlösungen in Unternehmen immer weiter an. Im Privatbereich erfolgt eine Abkehr von exorbitanten Storage-Lösungen, da viele Anwender inzwischen Cloud-Dienste nutzen. Dies führt jedoch nicht zu einem geringeren Speicherbedarf - die Kapazität muss nur an anderer Stelle bereitgestellt werden.

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