IT-Fachkräfte verdienen deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Der Synaxon Gehaltsspiegel 2026 zeigt auch, dass das Lohnniveau in allen Support-Bereichen spürbar gestiegen ist. Zudem bleiben Benefits immer noch sehr wichtig im Wettbewerb um Fachkräfte.
Laut dem Synaxon Gehaltsspiegel 2026 sind die Gehälter bei IT-Dienstleistern in allen Support-Bereichen spürbar gestiegen.
(Bild: Canva / KI-generiert)
Die Synaxon Akademie hat die dritte Ausgabe des IT-Gehaltsspiegels veröffentlicht. Daraus ergibt sich ein deutlicher Aufwärtstrend bei der Vergütung für IT-Fachkräfte im Vergleich zum Vorjahr. Außerdem zeichnet sich ein klarer Fokus auf Zukunftstechnologien und -fähigkeiten wie KI ab.
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IT-Gehälter 2026
IT-Fachkräfte sind nach wie vor begehrt und IT-Dienstleister sehen sich im Wettbewerb um Talente in der Pflicht, nicht nur attraktive Gehälter, sondern auch zusätzliche Benefits zu bieten. Letzteres dürfte vor allem für mittelständische IT-Unternehmen und Systemhäuser interessant sein, um Fachkräfte zu halten. Die neuesten Daten und Orientierungshilfe liefert der Synaxon IT-Gehaltsspiegel 2026. Er deckt alle relevanten Positionen in IT-Unternehmen ab – vom 1st-Level-Support bis zu Führungskräften und angestellten Geschäftsführern.
Zu der Studie
Der IT-Gehaltsspiegel 2026 der Synaxon Akademie wurde vor drei Jahren auf Initiative von Friedrich Pollert für alle Synaxon-Partner geöffnet. Befragt wurden für den Gehaltsspiegel in diesem Jahr 206 Synaxon-Partnerunternehmen; 109 davon sind iTeam-Partner.
Laut Synaxon-Studie gab es einen kontinuierlicher Anstieg der Gehälter in allen IT-Support-Bereichen. So sind die Löhne im 1st Level-Support von 39.027 Euro im Jahr 2025 auf 40.956 Euro gestiegen. Und während im 2nd-Level Gehälter durchschnittlich bei 48.974 Euro in diesem Jahr liegen, gab es im 3rd-Level einen Anstieg auf 58.948 Euro.
Gerade kleine und mittelständische IT-Dienstleister setzen auf zusätzliche Anreize, um IT-Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Dabei gehört zwar die 40-Stunden-Woche (84,5 %) weiterhin zum Standard, doch gewinnen flexible Modelle an Boden: Fast die Hälfte der Unternehmen (46 %) bietet Gleitzeit an. Bei den Benefits gibt es folgende Favoriten:
Dienstwagen: 79,8 %
Betriebliche Altersvorsorge: 73,7 %
Fahrradleasing: 54 %
Jobticket 29,8 %
Recruiting-Strategien
Einen Wandel gab es der Studie zufolge zudem bei den Recruiting-Strategien. So sind persönliche Kanäle wie die eigene Website und Mitarbeiterempfehlungen deutlich wirkungsvoller bewertet worden. Teure Jobbörsen oder externe Headhunter verlieren immer mehr an Bedeutung.
Die eigene Unternehmenswebsite wird von den Geschäftsführern in der Studie als eines der wirkungsvollsten Instrumente bewertet (Durchschnittsnote 2,35), dicht gefolgt von Mitarbeiterempfehlungen (Durchschnittsnote 2,38). Diese persönlichen und authentischen Wege werden deutlich positiver wahrgenommen als externe Lösungen. Die Talentsuche über Social-Media-Kanäle wie Instagram erhält die Durchschnittsnote 2,9. Im Gegensatz dazu verlieren klassische, teure Jobbörsen wie Indeed oder Stepstone in der Gunst der IT-Unternehmen an Boden (Durchschnittsnoten 3,56 und 3,63). Besonders deutlich fällt in diesem Jahr das Urteil bei externen Dienstleistern aus: Recruiting-Agenturen und Headhunter schneiden in der Bewertung der Geschäftsführer am schlechtesten ab und erreichen nur noch die Durchschnittsnote 4,02.
Wer im Fachkräftemarkt bestehen will, muss Fachkräfte überzeugen, die den Betrieb mitgestalten wollen.
Friedrich Pollert, Leiter der Synaxon Akademie
Friedrich Pollert, Leiter der Synaxon Akademie, sieht darin einen klaren Beleg für die Stärke von kleinen und mittelständischen Unternehmen: „Die Ergebnisse zeigen deutlich: Teure Anzeigen und externe Headhunter sind nicht die Lösung. Wer im Fachkräftemarkt bestehen will, muss Fachkräfte überzeugen, die den Betrieb mitgestalten wollen. Das gelingt vor allem durch gelebte Kultur und echte Identifikation – Werte, die man am besten über die eigene Website und das eigene Team vermittelt. Der Kampf um Talente ist kein Kampf mehr um Lebensläufe, sondern um gemeinsame Ziele. Gerade kleinere IT-Dienstleister haben hier die Chance, gegenüber den ‚Big Playern‘ zu punkten, weil sie viel näher an ihren Mitarbeitern sind und so eine glaubwürdige Brücke bauen können.“
Ein spannendes Ergebnis der diesjährigen Erhebung betrifft die strategische Ausrichtung. Auf die Frage nach neuen Kompetenzen, die in den nächsten ein bis drei Jahren geschaffen werden sollen, gaben 70 Prozent der Befragten an, Fachkenntnisse im Bereich Automatisierung und KI fördern zu wollen. Pollert sieht darin, ddass sich die Branche gewandelt hat. „IT-Dienstleister müssen sich heute mehr denn je als ‚Trusted Advisor‘ für ihre Kunden etablieren. Es geht längst nicht mehr nur darum, technische Lösungen umzusetzen.“ Vielmehr brauche es verlässliche Berater. Dafür sei es unerlässlich, die entsprechende Fachkompetenz im eigenen Haus zu haben. „KI ist hierfür kein optionales Extra mehr, sondern ein unverzichtbares Werkzeug für jeden modernen IT-Dienstleister,“ erklärt Pollert. So planen 45 Prozent der Befragten zusätzlich zu KI-Fähigkeiten Beratungskompetenzen im eigenen Haus weiter aufbauen.
Stand: 08.12.2025
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