KI im Gesundheitswesen
KI und IT als Hebel für bessere Versorgung

Von Sylvia Lösel 7 min Lesedauer

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Vom Papier-EKG zur intelligenten Onkologie: Wie Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Patienten von neuen Technologien profitieren – und warum das Fundament oft noch fehlt.

KI kann in ganz unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens eingesetzt werden: von der Bedarfsplanung, über Patienten-Prozesse bis hin zur Forschung.(Bild: ©  Olivia - stock.adobe.com / KI-generiert)
KI kann in ganz unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens eingesetzt werden: von der Bedarfsplanung, über Patienten-Prozesse bis hin zur Forschung.
(Bild: © Olivia - stock.adobe.com / KI-generiert)

Das Versprechen klingt verlockend: Künstliche Intelligenz könnte mehr Zeit für Patienten schaffen, die Qualität der Arbeit steigern und letztendlich Leben retten. Doch wer hinter die Kulissen blickt, erkennt: Zwischen Versprechen und Wirklichkeit klafft noch eine erhebliche Lücke. Das deutsche Gesundheitswesen steht beim Thema KI im internationalen Mittelfeld und kämpft dabei mit Herausforderungen, die weit vor dem KI-Einsatz beginnen.

Infrastruktur als größtes Hindernis für KI in Kliniken

Das wahre Nadelöhr ist die Infrastruktur. „Viele KI-Initiativen scheitern nicht an der Technologie selbst, also an den KI-Modellen, sondern an den strukturellen Voraussetzungen“, schreibt Volker Brendel, Associate Partner bei Kyndryl Deutschland, in einem Gastbeitrag für Healthcare Digital. Veraltete Systeme, fragmentierte Datenlandschaften und fehlende Betriebsresilienz bremsten den Fortschritt – oft, bevor er im klinischen Alltag überhaupt ankomme. Der Kyndryl Healthcare Readiness Report 2025 untermauert diese Einschätzung mit einer ernüchternden Zahl: Fast zwei Drittel der befragten Führungskräfte im Gesundheitswesen (65 %) bezweifeln, dass ihre IT auf künftige Risiken vorbereitet ist.