KI-Agenten für den Mittelstand All for One startet Agentic Factory mit zehn KI-Agenten

Von Agnes Panjas 3 min Lesedauer

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Die All for One Group hat zehn KI-Agenten für Sales & Service, Einkauf, Finanzen und Personalwesen sowie ihre Agentic Factory vorgestellt. Entwickelt wurden die Lösungen aus konkreten Kundenproblemen – gemeinsam mit Fachbereichen und Kunden.

All for One entwickelte die zehn KI-Agenten in einem rund dreimonatigen Projekt. Aus mehr als 200 Ideen wählte das Unternehmen die Anwendungsfälle mit dem größten Kundennutzen aus – etwa für Sales & Service, Finanzen, Einkauf und Personalwesen.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
All for One entwickelte die zehn KI-Agenten in einem rund dreimonatigen Projekt. Aus mehr als 200 Ideen wählte das Unternehmen die Anwendungsfälle mit dem größten Kundennutzen aus – etwa für Sales & Service, Finanzen, Einkauf und Personalwesen.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Die All for One Group hat ein neues KI-Portfolio mit zehn KI-Agenten sowie ihre neue Agentic Factory vorgestellt. Die neuen Agenten unterstützen Unternehmen bei konkreten Aufgaben in Sales & Service, Einkauf, Finanzen und Personalwesen – etwa bei der Liquiditätssteuerung, der Bearbeitung kritischer Servicefälle oder der Automatisierung von Einkaufsverhandlungen. All for One entwickelte die KI-Lösungen ausgehend von konkreten Kundenproblemen in enger Zusammenarbeit mit Fachbereichen und Kunden, die ihr Prozesswissen und Ideen einbrachten.

Die Erfahrungen aus der Entwicklung der zehn Agenten bilden die Grundlage für die Agentic Factory. Das Entwicklungsmodell soll den Prozess von der ersten Idee und der Bewertung des Business Case bis zur Umsetzung und zum Test standardisieren. Dadurch sollen weitere KI-Agenten schneller und nach einheitlichen Standards entwickelt und bereitgestellt werden können.

Agentic AI für den Mittelstand

Mit der Agentic Factory will All for One Agentic AI über einzelne Pilotprojekte hinaus systematisch für den Mittelstand verfügbar machen. All for One versteht die Agentic Factory dabei nicht als „Fließband für identische Agenten“, sondern als „ein verbindliches Entwicklungsmodell.“ Statt jeden KI-Agenten neu und isoliert zu entwickeln, greifen die Teams dafür auf gemeinsame Architekturbausteine, Qualitätskriterien, Templates und eine gemeinsame Codebasis zurück. So sollen konkrete Kundenprobleme in kurzen Zyklen in einsatzfähige, skalierbare KI-Agenten übersetzt werden können. All for One möchte dadurch nicht nur die Entwicklung verkürzen, sondern auch den Weg in den produktiven Einsatz der standardisierten und wiederverwendbaren Partner Agentic Products.

Ulrich Faisst ist CTO bei der All for One Group.(Bild:  All for One Group)
Ulrich Faisst ist CTO bei der All for One Group.
(Bild: All for One Group)

„KI-Agenten können Mitarbeitende von aufwendigen Recherchen, Abstimmungen und Routineaufgaben entlasten. Dafür braucht es aber keine weiteren KI-Demos, sondern produktiv einsetzbare Lösungen, die unseren Kunden klaren Mehrwert bieten“, erklärt Dr. Ulrich Faisst, CTO der All for One Group. Mit der Agentic Factory wolle All for One den Rahmen schaffen, „um genau solche KI-Agenten schneller, systematischer und gemeinsam mit Kunden zu entwickeln.“

So können wir Agentic AI schrittweise für immer mehr Geschäftsprozesse nutzbar machen – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Autonomous Enterprise.

Ulrich Faisst, CTO der All for One Group

Zehn Anwendungsfälle in drei Monaten

Die Basis für die Agentic Factory legte ein dreimonatiges Entwicklungsprojekt. Aus mehr als 200 Ideen identifizierte All for One die zehn Anwendungsfälle mit dem größten Kundennutzen und setzte sie in einem interdisziplinären Team um. Die Ideen stammen aus dem Beratungsalltag der All-for-One-Consultants. Die zehn daraus entstandenen Partner Agentic Products sollen das SAP-Portfolio nun um Branchen- und Prozessanforderungen ergänzen. Die Erfahrungen aus der Agenten-Entwicklung flossen schrittweise in das Factory-Modell ein.

Zwei Beispiele aus der Praxis:

KI-Agenten für Finanzen und Einkauf

Anhand von zwei Beispielen möchte die All for One Group den wirtschaftlichen Nutzen des Portfolios zeigen:

  • Der „Cash Commander“ verknüpft Umsatz-, Forderungs- und Liquiditätsdaten, erkennt etwa überfällige Posten oder auslaufende Verträge und liefert Prognosen sowie konkrete Handlungsempfehlungen. Auf diese Weise sollen Finanzverantwortliche schneller eine fundierte Entscheidungsgrundlage erhalten.
  • Der „Negotiation of Tail Spend Agent“ übernimmt innerhalb definierter Regeln Verhandlungen mit Lieferanten – von Preisen bis zu Zahlungs- und Lieferbedingungen. Er bewertet Angebote und kann vereinbarte Konditionen direkt in SAP übertragen. So soll der Einkauf zusätzliche Einsparungen erzielen und Zeit für strategische Aufgaben gewinnen.

Portfolio soll kontinuierlich erweitert werden

Mit dem Launch möchte All for One die Agentic Factory auch in einen dauerhaften Entwicklungsmodus überführen. Das Portfolio soll künftig jede Woche um ein bis zwei spezialisierte Partner Agentic Products wachsen. Bestehende Lösungen sollen zudem auf Grundlage des Kundenfeedbacks kontinuierlich weiterentwickelt werden. Interessierte Unternehmen können die Partner Agentic Products kennenlernen, eigene Anwendungsfälle bewerten lassen und sich an künftigen Validierungs- und Co-Creation-Projekten beteiligen.

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