Computer Vision
Wie KI-Videoüberwachung Sicherheit und Business verändert

Von Alexander Siegert 8 min Lesedauer

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Lange galt Videoüberwachung vor allem als digitales Gedächtnis zur Verbesserung der Sicherheit. Mit Computer Vision ändert sich das. KI-gestützte Kameras liefern heute nicht nur Bilder, sondern wertvolle Informationen, die Geschäftsprozesse verbessern.

Von der Aufzeichnung zur Analyse: Künstliche Intelligenz hebt die Videoüberwachung auf ein neues Niveau.(Bild: ©  Running opossum - stock.adobe.com / KI-generiert)
Von der Aufzeichnung zur Analyse: Künstliche Intelligenz hebt die Videoüberwachung auf ein neues Niveau.
(Bild: © Running opossum - stock.adobe.com / KI-generiert)

Flughafen München, Terminal 2, Wartebereich. Unter einem Sitz steht ein herrenloses Paket. Niemand weiß, wer es dort abgestellt hat. Früher hieß das für das Sicherheitspersonal: Stunden vor dem Monitor, Bänder sichten, spulen, vergleichen. Heute übernimmt das eine forensische Video­suche. Erwachsener, Rucksack, Bewegungsrichtung – fertig ist die Trefferliste.

Das Bindeglied zwischen KI und Videoüberwachung hört in der Branche auf den Namen Computer Vision. Die Ursprünge reichen in die späten 1950er-Jahre zurück, als Neurophysiologen Katzen Bildreihen zeigten, ihre neuronale Aktivität maßen und dabei feststellten, dass sie vor allem auf Kanten und Linien reagieren. Sehen ist ein schichtweiser Prozess. Bis Maschinen das zuverlässig nachahmen konnten, vergingen allerdings noch einmal fünf Jahrzehnte.