Fast LTA Silent AI Pro Souveränes KI-System für Agentic AI

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Mit der Silent AI Pro stellt Fast LTA die zweite Generation seiner KI-Appliance vor. Das neue System liefert mit bis zu drei Nvidia-GPUs eine deutlich höhere Leistung und ergänzt die Fähigkeiten der ersten Generation um souveränes Agentic AI für Kunden, bei denen die Herrschaft über die eigenen Daten Priorität hat.

Der Silent AI Pro belegt vier Höheneinheiten im Rack, doppelt so viele wie das erste Silent-AI-System ohne Pro-Suffix. Allerdings bietet es auch Platz für bis zu drei Nvidia-Karten.(Bild:  Fast LTA)
Der Silent AI Pro belegt vier Höheneinheiten im Rack, doppelt so viele wie das erste Silent-AI-System ohne Pro-Suffix. Allerdings bietet es auch Platz für bis zu drei Nvidia-Karten.
(Bild: Fast LTA)

Digitale Souveränität stand für Fast LTA schon im Mittelpunkt, bevor der Begriff in aller Munde war. 2008 brachte das Unternehmen mit dem Silent Cubes einen in Deutschland entwickelten und produzierten WORM-Speicher für sichere Langzeitarchivierung auf den Markt. 2014 folgte mit Silent Brick ein modulares Disk-Array als Tape-Ersatz. Heute bietet das weiterhin modulare System zwei unterschiedliche Speichertypen zur Wahl: die in den Silent Brick Controller X einschiebbaren NVMe-SSD-Module Silent Brick Pro mit bis zu zwölf M.2-SSDs und die Silent Brick Max Air als Storage-Modul mit zwölf SAS-HDDs und physikalischem Air-Gap durch galvanische Trennung der Festplatten.

Der Silent Brick Controller X mit Intel-Xeon-Silver-Prozessor und zwei der acht möglichen Silent-Brick-Pro-Einschübe bildet die Basis für eine neue Produktkategorie, die 2024 angekündigt wurde und seit April dieses Jahres lieferbar ist: die KI-Appliance Silent AI. Sie ermöglicht Unternehmen und Institutionen einen Compliance-konformen Einsatz von KI auf Basis interner Datenquellen zu vollständig kalkulierbaren Kosten. Das System ist mit einer Nvidia RTX Pro 6000 Blackwell Server Edition bestückt, auf der das lokale KI-Modell läuft, das mittels RAG die internen Daten nutzt und Quellennachweise liefert. Das aktuell genutzte Sprachmodell stammt von Mistral aus Frankreich, alternativ sind Qwen oder Gemma nutzbar. Das Rechtemodell nutzt die bestehenden Identity Provider, um sicherzustellen, dass kein Mitarbeiter Zugriff auf Inhalte hat, für die er keine Berechtigung besitzt.

Bildergalerie

Zweite Silent-AI-Generation mit mehr Performance

Wie Samir Fadlallah, CEO von Fast LTA, betont, wird Silent AI von den Partnern sehr positiv angenommen. Aus einigen Systemhäusern kam sogar die Anfrage nach einem leistungsstärkeren System, das „auch den Funktionsumfang der großen KI-Dienste als Appliance im Rechenzentrum“ bietet. Mit bis zu drei Nvidia-GPUs soll die Appliance Silent AI Pro diese Anforderungen erfüllen.

Samir Fadlallah, CEO von Fast LTA(Bild:  Fast LTA)
Samir Fadlallah, CEO von Fast LTA
(Bild: Fast LTA)

Laut Fadlallah kann die zweite Silent-AI-Generation nun zusätzlich für anspruchsvolle KI-Anwendungen wie personalisierte Prompts mit Projekten, Skills und Artefakten sowie für KI-Agenten mit Zugriff auf Fachsysteme genutzt werden. Das ab dem 1. Oktober verfügbare 4U-System kommt in zwei Konfigurationen: mit maximal drei RTX-Pro-6000-Blackwell-Karten und in einer Variante mit zwei H200-NVL-Karten und einer RTX Pro 6000. Die Hopper-GPU auf der H200 NVL ist zwar eine Generation älter als Blackwell, bietet aber mit 141 GB HBM3e einen deutlich größeren und viel schnelleren Speicher als die 96 GB GDDR7 auf der RTX Pro 6000. Auf den beiden H200-Karten können somit größere Modelle laufen, während die RTX-Karte Aufgaben wie das Embedding für RAG oder OCR übernimmt. Als CPU kommt hier der Intel Xeon Gold 6414U aus der ­Sapphire-Rapids-Generation mit 32 Cores zum Einsatz, ergänzt um bis zu 512 GB RAM. Der Vorteil der festen Kosten durch die lokale KI-Appliance wiegt laut dem Hersteller sogar noch schwerer, da der Token-Verbrauch bei Agentic AI schwer kalkulierbar ist und schnell aus dem Ruder laufen kann.

OEM-System und Fortbildung für die Partner

Als Novum bietet Fast LTA die Plattform auch als OEM-System ohne Software an. Partner, deren Fokus auf der KI-Software liegt, können so ihren Kunden eine maßgeschneiderte, souveräne Lösung bieten oder diese gemeinsam mit ihnen entwickeln.

Als schlüsselfertige Appliance mit verpflichtendem Care-Wartungsvertrag sollen sich Silent AI und Silent AI Pro schnell einrichten und nutzen lassen. Trotzdem erfordern die KI-Systeme mehr und andere Kompetenzen als die Storage-Appliances. Da Fast LTA auch hier seinem 100-­prozentigen Vertrieb über den Channel treu bleibt und mit den bisherigen Partnern zusammenarbeiten will, wie Fadlallah betont, ist der Hersteller mit ihnen in eine intensive Kommunikation eingetreten und bemüht sich um deren Weiterbildung für KI-Projekte.Der Silent AI Pro ist ab dem 1. Oktober 2026 verfügbar. Der Einstiegspreis für die kleinste Konfiguration liegt bei laut Fast LTA bei 70.000 Euro (UVP).

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:50934023)