Digitale Souveränität Secunet und Cloudflare planen souveräne Cloud-Angebote

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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Secunet und Cloudflare wollen Cloud-Angebote für deutsche und europäische Kunden mit einem europäischen Betriebsmodell verbinden. Im Fokus stehen Digitale Souveränität, Cyberresilienz und die C3A-Kriterien des BSI. Konkrete Details bleiben zunächst offen.

Secunet und Cloudflare planen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die dem Bedarf an Digitaler Souveränität nachkommen. (Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Secunet und Cloudflare planen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die dem Bedarf an Digitaler Souveränität nachkommen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Secunet und Cloudflare arbeiten künftig gemeinsam an Lösungen für Unternehmen und Behörden, die Cloud-Dienste unter europäischen Souveränitäts- und Sicherheitsanforderungen nutzen wollen. Die Partnerschaft soll internationale Cloud-Infrastruktur mit einem europäischen Betriebsmodell verbinden. Im Mittelpunkt stehen Organisationen mit hohen Anforderungen an Kontrolle, Compliance und Ausfallsicherheit. Dazu zählen Behörden, Streitkräfte, Unternehmen der kritischen Infrastruktur sowie weitere Firmen mit sensiblen Daten und Prozessen.

Cyberresilienz und Kontrolle im Fokus

Cloudflare bringt seine Cloud-to-Edge-Infrastruktur in die Zusammenarbeit ein. Das Unternehmen will dabei nicht nur bestehende Dienste bereitstellen, sondern auch Architektur und Betriebsmodell an die Anforderungen souveräner Nutzungsszenarien anpassen.

Secunet stellt seine Erfahrung mit Sicherheitslösungen und regulierten Umgebungen in den Mittelpunkt. Marc-Julian Siewert, CEO bei Secunet, beschreibt das Vorhaben so: „Das gemeinsame Projekt von Secunet und Cloudflare kombiniert globale Cloud-Technologie mit einem europäischen Betriebsmodell und regulatorischer Sicherheit für Behörden, Streitkräfte und Unternehmen der kritischen Infrastruktur.“

Nach Angaben der Unternehmen sollen die künftigen Lösungen Cloud-Dienste gegen Cyberangriffe widerstandsfähiger machen sowie einen stabilen und ausfallsicheren Betrieb ermöglichen. Für Kunden ergibt sich daraus der Anspruch, Leistungsfähigkeit und Souveränität nicht mehr getrennt betrachten zu müssen.

Thomas Seifert, Chief Financial Officer bei Cloudflare, erklärt: „Gemeinsam mit Secunet entwickeln wir ein Angebot, das die Leistungsfähigkeit der globalen Plattform von Cloudflare mit den Vorteilen eines europäischen Betriebsmodells für unsere Kunden verbindet.“

BSI-Kriterien als Orientierung

Die geplanten Lösungen sollen Kunden dabei unterstützen, die Souveränitätsanforderungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) umzusetzen. Genannt werden insbesondere die C3A-Kriterien des BSI. Je nach Einsatzszenario und Schutzbedarf sollen passende Werkzeuge bereitgestellt werden.

Der Ansatz greift damit die Doppelstrategie des BSI auf: Technologien internationaler Anbieter sollen unter klaren Sicherheits- und Kontrollvorgaben nutzbar bleiben. Gleichzeitig müssen Organisationen ihre Anforderungen an Digitale Souveränität erfüllen können.

Welche technischen Komponenten, Betriebsprozesse und Kontrollmechanismen konkret zum Einsatz kommen, teilten die Unternehmen zunächst nicht mit. Damit bleibt offen, wie die geplante Verbindung aus Cloudflare-Infrastruktur und europäischem Betriebsmodell im Detail umgesetzt wird.

Bestehende Cloud-Angebote bleiben bestehen

Beide Unternehmen führen ihre bisherigen Services parallel weiter. Secunet bietet weiterhin Cloud-Dienste an, die vollständig in Deutschland betrieben werden. Cloudflare stellt seine bestehende globale Infrastruktur ebenfalls unverändert bereit.

Die neue Zusammenarbeit ergänzt damit die bisherigen Portfolios, ersetzt sie aber nach aktuellem Stand nicht. Für Unternehmen und Behörden dürfte entscheidend sein, welche konkreten Betriebs- und Kontrolloptionen aus der Partnerschaft entstehen – und ob diese die jeweiligen Anforderungen des BSI tatsächlich abdecken.

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