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Surface-Neuvorstellungen von Microsoft

AMD, ARM, Android und Dual-Display: Vielfalt in der Surface-Familie

| Autor: Klaus Länger

Panos Panay, Chief Product Officer bei Microsoft, präsentiert die neuen Surface-Modelle. Dazu zählen neben dem Laptop 3, den es nun auch im 15-Zoll-Format mit AMD-Prozessor gibt, gleich zwei Dual-Screen-Geräte. Das Neo mit einer neuen Windows-10-Version und das Duo mit Android. Beide kommen aber erst Ende 2020 auf den Markt.
Panos Panay, Chief Product Officer bei Microsoft, präsentiert die neuen Surface-Modelle. Dazu zählen neben dem Laptop 3, den es nun auch im 15-Zoll-Format mit AMD-Prozessor gibt, gleich zwei Dual-Screen-Geräte. Das Neo mit einer neuen Windows-10-Version und das Duo mit Android. Beide kommen aber erst Ende 2020 auf den Markt. (Bild: Microsoft)

Die Surface-Familie bekommt Zuwachs. Microsoft kündigt gleich zwei Dual-Display-Geräte an, bringt ein superflaches Surface Pro X mit eigenem ARM-SoC auf den Markt und ein 15-Zoll-Laptop auf AMD-Ryzen-Basis. Das kompaktere Laptop 3 und dem Surface Pro 7 kommen mit Intel-Ice-Lake-Prozessoren.

Ein Dual-Display-Gerät mit einer neuen Windows-Version hatten schon viele erwartet. Immerhin war schon vor längerer Zeit durchgesickert, dass Microsoft ein Convertible mit zwei Touchscreens unter dem Codenamen Centaurus entwickelt. Dass zusätzlich noch ein Android-Smartphone mit zwei Screen präsentiert wird, ist dann aber doch eine Überraschung. Beide Geräte, das Surface Neo mit Windows 10X und das Surface Duo mit Android, sind aber noch in der Entwicklung und werden wohl erst Ende 2020 auf den Markt kommen.

Informationen zu den technischen Details waren noch reichlich mager. Das Neo verfügt über zwei 9-Zoll-Touchscreens mit Stiftbedienung, die zusammen die Fläche eines 13-Zoll-Displays ergeben. Raffiniert ist die flache Tastatur, die das Neo entweder zu einem Notebook macht, wenn man sie auf den unteren Touchscreen auflegt, oder die sich auch extern nutzen lässt. Den Trick hat Intel bereits auf der Computex bei der Technologiestudie „Twin River“ gezeigt. Beim Surface Neo ermöglicht das Keyboard sogar zwei Nutzungsmodi. Nach oben geschoben, eignet es sich für die Office-Arbeit. Der freie Teil des unteren Touchscreens wird zu einem Touchpad. Nach unten geschoben, ist der Touchscreen über der Tastatur für Anwendungen nutzbar, ähnlich wie bei den Asus-Notebooks Zenbook Pro Duo und Zenbook Duo.

Das Betriebssystem Windows 10X wurde bereits als Windows Lite geleakt. Es kommt mit einer neuen Oberfläche und führt herkömmliche Win32-Applikationen in einem Container aus.

Das superflache Surface Duo besteht aus zwei Hälften mit 5,6-Zoll-Displays und ist mit seiner Telefonfunktion im Prinzip ein neues Microsoft-Smartphone. Nur eben nicht mit Windows, sondern mit Android als Betriebssystem. Bei der Entwicklung hat Microsoft laut Panay mit Google zusammen gearbeitet. Während der Surface-Duo-Prototyp auf einem ARM-SoC basiert, könnte im Surface Neo der kommende Lakefield-Prozessor von Intel stecken, der ein sparsame Atom-Kerne und einen oder mehrere Core-CPU-Cores in Form von Chiplets kombiniert.

Surface Pro X

Das Surface Pro X ist das erste Surface mit ARM-Prozessor seit dem Surface RT von 2012. Trotz seines Namens nutzt das Pro X nicht Windows 10X als Betriebssystem, sondern die ARM-Variante von Windows 10 Pro oder Home. Mit ihr können herkömmliche 32-Bit-Windows-Anwendungen in einer Emulationsschicht ausgeführt werden. 64-Bit-Anwendungen werden dagegen nur unterstützt, wenn sie für den ARM-Prozessor kompiliert wurden. Als Prozessor dient mit dem SQ1 eine Microsoft-Eigenentwicklung, die aber auf einem Qualcomm-Design basieren soll und auf 8 oder 16 GB RAM zugreifen kann. Durch den ARM-SoC konnte Microsoft ein mit 7,3 mm extrem flaches Tablet realisieren, das wie gewohnt einen ausklappbaren Standfuß und einen Magnetanschluss für das optionale Keyboard bietet.

Die Akkulaufzeit des Pro X soll bei 13 Stunden im normalen Betrieb betragen. Das Gerät bietet neben AC-WLAN und Bluetooth grundsätzlich LTE Advanced. Das 13-Zoll-Display liefert mit 2.880 x 1.920 eine höhere Auflösung als das ebenfalls neu vorgestellte Surface Pro 7 mit seinen 2.736 x 1.824 auf 12,3 Zoll. Trotz schmalerer Ränder ist das Pro X in der Grundfläche daher etwas größer, was ein eigenes optionales Keyboard notwendig macht. Das bietet als besonderes Extra eine Aufbewahrungsmulde für den ebenfalls optionalen neuen und flacheren Stift, der dort auch gleich geladen wird.

Für den Einsatz mit anderen Surface-Modellen liegt dem Stift eine Ladeschale bei. An Schnittstellen werden zwei USB-C-Ports geboten, einen Speicherkartenslot gibt es nicht. Die je nach Modell 128 bis 512 GB große SSD ist gesteckt, nutzt allerdings einen proprietären Formfaktor. Der Preis für das Surface Pro X soll bei 1.149 Euro (UVP) starten.

Surface Pro 7

Beim Surface Pro 7 liegt der Startpreis für die Core-i3-1005G1-Version mit 899 Euro (UVP) etwas niedriger. Darüber rangieren die Modelle mit Intel Core i5-1035G4 und i7-1065G7. Microsoft setzt hier die Ice-Lake-Varianten der Gen10-Prozessoren ein. Währen der Dualcore-Prozessor nur eine integrierte UHD-GPU enthält, warten die Quadcore-Prozessoren mit einer deutlich schnelleren Iris-Plus-Grafik auf. Die Akkulaufzeit soll bei bis zu 10,5 Stunden liegen. Beim Arbeitsspeicher werden bis zu 16 GB LPDDR4x geboten, die PCIe-SSD kann bis zu einem TB fassen. Wechselbar ist sie allerdings leider nicht. Der WLAN-Controller bietet nun eine Wi-Fi-6-Unterstützung und bei den Schnittstellen hat USB-C-Einzug gehalten – allerdings ohne Thunderbolt 3. Dafür gibt es weiterhin den Surface Connector.

Surface Laptop 3

Bei der dritten Generation des Surface Laptop kommt nun zum gewohnten 13,5-Modell eine zusätzliche 15-Zoll-Variante. Während das Innenleben der neuen 13,5-Zoll-Intel-Variante und der Business-Version des 15-Zöllers mit Core i5-1035G7 oder i7-1065G7 dem des Surface Pro 7 ähnelt, kommt in der Consumer-Version des 15-Zoll-Modells AMD-Technik zum Einsatz. Zur Wahl stehen hier der Ryzen 5 3580U Mobile mit integrierter Radeon Vega 9 oder der Ryzen 7 3780U mit Radeon RX Vega 11. Die beiden Quadcore-Prozessoren sind speziell für Microsoft gefertigte Varianten. Genaue Spezifikationen nennt Microsoft noch nicht. Der Arbeitsspeicher kann hier mit bis zu 32 GB doppelt so groß sein, wie beim Intel-Modell. Wi-Fi 6 gibt es dafür nur in der Verbindung mit Intel-Prozessoren, die AMD-Rechner bescheiden sich mit 802.11ac-WLAN. Die typische Akkulaufzeit gibt Microsoft generell mit 11,5 Stunden an.

Beide Laptop-3-Größenvarianten sind mit wechselbaren M.2-NVMe-SSDs ausgestattet, die allerdings keinem der Normformate entspricht. Das kleine Surface Laptop 3 gibt es maximal mit einer Terabyte-SSD, beim großen Modell liegt die Obergrenze bei 512 GB. Insgesamt soll das neue Modell montagefreundlicher sein, als die Vorgängergenerationen.

Während der Laptop 3 in der 13,5-Zoll-Version mit einer Auflösung von 2.256 x 1.504 Pixel aufwartet, stellt der Touchscreen im 15-Zoll-Modell 2.496 x 1.664 Bildpunkte dar. Der Hersteller bleibt auch hier dem 3:2-Format treu. Die bekannte Alcantara-Oberfläche rund um das Keyboard und auf der Handballenablage bietet nur noch das 13,5-Zoll-Modell in den Farbvarianten Platinum und Cobalt Blue. Die Varianten in Mattschwarz und Sandstone bestehen komplett aus Aluminium, ebenso wie die 15-Zoll-Modelle. In den Gehäusen sitzt nun ein USB-Typ-A und ein Typ-C-Anschluss, das Touchpad ist etwas größer geworden.

Die Consumerversionen des 13,5-Zöllers mit Windows 10 Home sollen ab einem Preis von 1.149 Euro (UVP) erhältlich sein, in der 15-Zoll-Variante liegt der Startpreis bei 1.349 Euro (UVP).

Surface Earbuds

Mit den Surface Earbuds bringt Microsoft nach den Surface Headphones nun auch kabellose In-Ear-Kopfhörer. Sie verfügen über zwei Mikrofone je Ohrhörer, eine Touchsteuerung und einen Aufbewahrungsbehälter, der die Geräte induktiv lädt. Einen Termin für die deutsche Markteinführung und einen Preis gibt es für die Earbuds noch nicht.

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