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Was ist Windows 11?

| Autor: Wilfried Platten

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Windows 11 ist ein Betriebssystem, dass es laut Microsoft nie geben wird. Denn nach der langen Reihe von mehr oder weniger erfolgreichen Windows-Versionen soll jetzt Schluss sein mit den „disruptiven“ Versionssprüngen. Die „letzte“ Windows-Ausgabe 10 soll stetig weiterentwickelt werden, bis irgendwann einmal etwas völlig Neues kommt.

Alles begann Mitte der Achtziger Jahre mit einem Plagiat. Und einem ziemlich schlechten noch dazu. Nachdem das für November 1983 angekündigte Windows 1.0 auf der IT-Messe Comdex in Las Vegas lediglich in diversen Hotels als Kopfkissenmotiv sichtbar war, verstrichen knapp zwei weitere Jahre, bis Windows als Version 1.01 tatsächlich erhältlich war. Als Vorbild der überarbeiteten Start-Version hatte unverkennbar der Anfang 1984 erschienene Macintosh von Apple gedient. Und dessen Mastermind Steve Jobs hatte sich seinerseits bei Erfindungen der Xerox-Labs in Palo Alto bedient. Diese erste Windows-Version war kein Betriebssystem im eigentlichen Sinne, sondern eine grafische Benutzeroberfläche für das PC-Betriebssystem MS-DOS. Das sollte über viele Folgeversionen so bleiben – und erwies sich immer mehr als Hemmschuh.

Der Durchbruch

Zum Renner wurde Windows dann Anfang der Neunziger mit der Version 3.0, denn endlich brachten die zeitgenössischen PCs die notwendige Leistung für den Ressourcenfresser mit. Der Hype war so groß, dass kaum ein IT-Verlag es sich leisten konnte, keine Windows-Zeitschrift herauszubringen: Win-DOS, Windows Konkret, Win und wie sie alle hießen, die dann der Fluss verschlang…

Mit der Multimedia-Erweiterung (ME) wurde Windows erstmals musikalisch. Parallel etablierte sich der Win NT 3.1. Server auch als ernstzunehmendes Server-Betriebssystem neben dem Netzwerk-Pionier und -Marktführer Novell. Mit Windows 95 und 98 setzte Microsoft die Erfolgsstory bis zur Jahrtausendwende konsequent fort – und dann kam XP! Es machte Schluss mit den beiden so unterschiedlichen Wurzeln DOS und NT, kam aber trotzdem anfangs in zwei Versionen für berufliche (Professional) und private (Home) Anwender. Daraus wurde schnell ein fast undurchschaubares Variantenwirrwarr, bis hin zu Spezial-Versionen für bestimmte 64-Bit-Prozessoren. Der Beliebtheit tat das keinen Abbruch: Dank seiner Stabilität und der mauen Akzeptanz für die Nachfolgeversion Vista musste das Supportende mehrfach verschoben werden, denn viele Anwender – privat und professionell – weigerten sich schlicht und einfach umzusteigen. Da halfen auch keine Vista-Spielereien wie die Aero-Oberfläche mit Flip 3D. Bis heute gilt XP als das meistverkaufte Windows aller Zeiten.

Sieben, acht und aus

Erst das Ende 2009 erscheinende, auf Vista aufsetzende Windows 7 konnte die Scharte wieder auswetzen. Mit Windows 8 wird dann die Kachel zum grafischen Orientierungspunkt. Sie ist das beherrschende optische Element der neuen Metro-Oberfläche. Erstmals muss man nicht mehr den Start-Button klicken, um Windows herunterzufahren. Eine logische Bedienungs-Absurdität, die Windows seit den Anfängen begleitet hat.

Und dann ist Schluss – nicht mit Windows, aber mit dem Versionskarussell, das die Anwender in Atem gehalten, und die Hardware-Hersteller glücklich gemacht hat. Denn da jede neue Windows-Version höhere Ressourcenansprüche hatte, durften sie sich über steigende Umsätze freuen. Intel lieferte die passenden Prozessoren dazu, und so entstand das Bild von der sich selbst perpetuierenden „WinTel“-Welt. Windows 9 gab es nie, Windows 11 und Nachfolger wird es nie geben. So zumindest das Versprechen – oder die Drohung (?) – von Microsoft. Windows 10 wird kontinuierlich verbessert, manchmal auch verschlimmbessert, und soll so kontinuierlich reifen wie ein Berghütten-Käse. Kein Big Bäng mehr? Eigentlich schade, oder?

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