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Definition Was ist ein Betriebssystem?

Autor / Redakteur: Laimingas / Sylvia Lösel

Das Betriebssystem (englisch Operating System, OS) ist ein grundlegendes Programm, mit dem die Komponenten eines Computers wie Arbeitsspeicher, Festplattenspeicher, Ein- und Ausgabegeräte verwaltet und für Anwendungen zur Verfügung gestellt werden.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Ob Server, Großrechner, PC, Tablet oder Smartphone - ein Betriebssystem findet sich nahezu in jeder Art von Computer. Es sorgt für die Benutzerkommunikation und Zugriffsrechte, steuert das Laden, Ausführen und Beenden von Anwendungssoftware, verwaltet die Prozessorleistung sowie die Speicherkapazitäten und den Betrieb angeschlossener Geräte wie Maus, Tatsatur, Drucker, Scanner, Kameras etc.

Entwicklung der Betriebssysteme

Die ersten Rechner arbeiteten ohne Betriebssystem. Einerseits war die Hardware wenig differenziert und somit überschaubar, zweitens konnten sie jeweils nur ein bestimmtes Programm abarbeiten. Rudimentäre Systeme entstanden gegen Ende der 1950er Jahre. Das erste Betriebssystem, das in mehreren Modellreihen eingesetzt werden konnte, war OS/360 von IBM, eingeführt mit der Hardware System/360 im Jahr 1964. Anfang der 1970er Jahre entstand mit UNIX eine Systemamilie für unterschiedliche Hardwareplattformen.

Mit dem C64 begann der Siegeszug der Heimcomputer. Dieses Gerät verfügte über einen Kernal genannten Systemkern und ein BIOS, das die angeschlossenen Komponenten steuerte. Nahezu parallel entstanden die Systeme MacOS von Apple mit der ersten grafischen Benutzeroberfläche und DOS, das hauptsächlich von Microsoft vorangetrieben und durch geschickte Unternehmenspolitik für einige Jahre das führende Betriebssystem wurde. DOS wurde über Kommandozeilen mit der direkten Eingabe von Befehlen gesteuert.

Allerdings war früh klar, dass der grafischen Benutzeroberfläche die Zukunft gehörte. Deshalb begann Microsoft 1983 mit der Entwicklung von Windows, das im PC-Bereich bis heute weltweiter Marktführer ist. Es ist mittlerweile in der Version Windows 10 erhältlich und erfährt regelmäßige Updates. Eine Version 11 soll es laut Hersteller nicht mehr geben. Das Open Source Betriebssystem Linux bleibt, obwohl immer wieder hochgelobt, mit nur rund 1 % Marktanteil ein Exot.

Starke Veränderungen durch mobile Endgeräte

Mit der Einführung des ersten iPhones und der seitdem rasanten Entwicklung mobiler Endgeräte hat sich auch der Markt für Betriebssysteme stark verändert. Windows gehört mit rund 40 % zwar immer noch zu den Platzhirschen, konnte sich aber auf Smartphones nicht durchsetzen und beschränkt sich im Wesentlichen auf PCs und Notebooks.

Bei den Mobilgeräten spielt mittlerweile Android die erste Geige mit über 40 % Marktanteilen, Tendenz steigend. Android ist eine quelloffene Sotware, die unter der Federführung von Google von mehr als 80 Hardware-Herstellern und Software-Entwicklern genutzt wird und den Smartphone-Markt beherrscht. Apple hat mit seinem iOS ebenfalls ein eigenes Betriebssystem für seine iPhones entwickelt und kommt auf rund 15 % Anteile.

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