Mobilfunk-Studie Regulierungen bremsen eSIM-Verbreitung

Von Heidi Schuster 2 min Lesedauer

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Holafly und TeleSemana.com haben die eSIM-Reife von 50 Ländern untersucht. Die Studie zeigt: Nicht die Technik bremst die Verbreitung, sondern regulatorische Vorgaben und Nutzererfahrung.

Nicht die Technologie, sondern Marktbedingungen und Regulierung entscheiden laut Studie über den Erfolg von eSIM-Angeboten.(Bild:  ChatGPT / KI-generiert)
Nicht die Technologie, sondern Marktbedingungen und Regulierung entscheiden laut Studie über den Erfolg von eSIM-Angeboten.
(Bild: ChatGPT / KI-generiert)

Die eSIM-Technologie hat sich weltweit etabliert. Zu diesem Ergebnis kommt der neue „Holafly Global eSIM Index 2026“, den der Anbieter von Reise-eSIMs Holafly gemeinsam mit dem Telekommunikationsportal TeleSemana.com veröffentlicht hat. Für die Studie wurden 50 Märkte und 171 Mobilfunkanbieter untersucht.

Regulierung entscheidet über den Erfolg

Die Autoren sehen eSIM nicht länger als aufstrebende Technologie, sondern als global verfügbare Mobilfunkfunktion. Unterschiede zwischen einzelnen Ländern ergeben sich demnach vor allem durch regulatorische Rahmenbedingungen, die Verfügbarkeit kompatibler Endgeräte sowie die Qualität der Nutzererfahrung.

An der Spitze des Rankings stehen die USA mit 90,2 Punkten. Dahinter folgen Estland und das Vereinigte Königreich. Am unteren Ende der Rangliste finden sich unter anderem Sudan, Indien und Liberia. Als Ursache nennen die Studienautoren vor allem strukturelle Hürden und regulatorische Einschränkungen.

Laut Studie beeinflussen insbesondere Vorschriften zur digitalen Aktivierung von Mobilfunkdiensten sowie Beschränkungen für internationale eSIM-Anbieter die Verbreitung der Technologie. Länder mit offenen Rahmenbedingungen und einfachen Aktivierungsprozessen verzeichneten die höchsten Werte.

Technologie gilt als ausgereift

Der zentrale Befund der Untersuchung lautet, dass die Verbreitung von eSIM heute nicht mehr durch technische Einschränkungen gebremst wird. Stattdessen entscheiden Marktstrukturen darüber, wie schnell sich die Technologie durchsetzt.

Dort, wo Verbraucher eSIMs unkompliziert digital aktivieren können, passende Endgeräte verfügbar sind und Mobilfunkanbieter reibungslose Prozesse anbieten, steigt die Nutzung deutlich schneller. Fehlen diese Voraussetzungen, bleibt das Wachstum laut Studie begrenzt.

Fünf Bewertungskriterien

Für den Index wurden fünf Bereiche untersucht: Marktbereitschaft, Aktivierung und Support, Verbreitung und Wettbewerb, regulatorisches Umfeld sowie Experteneinschätzungen. Ergänzend floss ein Strafmechanismus in die Bewertung ein, der Länder mit Einschränkungen für internationale eSIM-Anbieter schlechter bewertet.

Nach Einschätzung von Holafly werden insbesondere Reise-eSIMs die weitere Entwicklung vorantreiben. Sie vereinfachten die mobile Konnektivität auf Reisen und würden dazu beitragen, klassische SIM-Karten und komplexe Aktivierungsprozesse zunehmend abzulösen.

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