gesponsertForschung: Vom MRT zum digitalen Zwilling Krebs behandeln, bevor operiert wird

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Wenn es um Krebs geht, zählt jede Minute. Heute gibt Künstliche Intelligenz Ärztinnen und Ärzten einen Benefit, der früher undenkbar war: die Möglichkeit, einen Tumor zu verstehen und zu behandeln, noch bevor der erste Schnitt gesetzt wird.

(Bild:  Getty Images)
(Bild: Getty Images)

Arshad Farhad, CTO & Practice Lead, Healthcare & Life Sciences EMEA, Dell Technologies(Bild:  Dell Technologies)
Arshad Farhad, CTO & Practice Lead, Healthcare & Life Sciences EMEA, Dell Technologies
(Bild: Dell Technologies)

Den größten Teil meiner Arbeitswochen verbringe ich in Besprechungsräumen von Kliniken und Gesundheitssystemen, im Gespräch mit CIOs, mit Ärztinnen und Ärzten, manchmal mit einem ganzen Vorstand. Dabei dreht es sich selbstverständlich um KI, es geht um Daten und um die Infrastruktur. Man könnte annehmen, solche Gespräche blieben rein technisch. Das tun sie nicht. Fast jedes von ihnen mündet früher oder später in einen Austausch rund um das Thema Krebs. Jemand spricht einen Diagnosestau an, einen Scanner, der langsamer arbeitet als er sollte, oder eine Patientin, die wochenlang auf einen Befund wartet. Und oft wird es persönlich: Eine Ärztin erzählt von einem Fall, der sie nicht mehr loslässt. Jemand erwähnt leise die eigene Familie. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, an dem die Technik in den Hintergrund rückt und es vor allem um den Menschen hinter der Diagnose geht. Man sieht die Menschen dahinter. Und genau das ist, ganz ehrlich, der Grund, warum ich diese Arbeit mache.

Prognosetool Digitaler Zwilling

Lassen Sie mich also in aller Klarheit darüber sprechen, was mir wirklich Hoffnung gibt. Das Beispiel, zu dem ich immer wieder zurückkehre, ist das Gehirn. Ein Hirntumor gehört zu den erschreckendsten Diagnosen, denn dort bleibt kaum Spielraum für Fehler, und jeder Millimeter zählt. Bereits heute ist vieles möglich, was früher undenkbar war: Wir bauen einen „digitalen Zwilling“ des Gehirns eines Patienten, ein funktionierendes Modell, das aus den eigenen MRT-Aufnahmen und dem molekularen Profil des Tumors entsteht. An diesem Zwilling, nicht am Menschen selbst, können Ärztinnen und Ärzte verfolgen, wie sich der Tumor voraussichtlich entwickeln wird. Sie planen den Eingriff auf den Millimeter genau und prüfen, auf welche Behandlung er am ehesten anspricht, bevor überhaupt operiert wird. Bei einer so aggressiven Erkrankung wie dem Glioblastom, bei der die Resektionsränder über alles entscheiden, kann diese Möglichkeit, den Verlauf vorab durchzuspielen, den gesamten Behandlungsweg zum Positiven verändern.

Schnelle Analyse binnen einer Stunde

Möglich wird das durch Daten, und genau hier kommen Genomik und Multiomik ins Spiel. Das Genom eines einzelnen Tumors, ausgelesen gemeinsam mit seiner RNA und seinen Proteinen, umfasst Hunderte von Gigabyte. Vor nicht allzu langer Zeit dauerte die Analyse noch mehrere Tage. Mit der passenden GPU-beschleunigten Infrastruktur nimmt sie heute weniger als eine Stunde in Anspruch. So liegt der molekulare Fingerabdruck in kürzester Zeit vor, was dem behandelnden Arzt die Möglichkeit gibt, noch etwas Entscheidendes zu bewirken. Die KI gleicht diesen Fingerabdruck mit Tausenden anderen ab, erkennt die Mutation, die den Krebs antreibt, findet das passende zielgerichtete Medikament oder eine klinische Studie und warnt sogar, wenn ein Tumor auf eine Standardtherapie voraussichtlich nicht anspricht, noch bevor diese verordnet wird. Wenn mir eine Kundin oder ein Kunde erzählt, dass sich dieser Prozess um Wochen verkürzt hat, höre ich keine IT-Erfolgsgeschichte. Ich höre, dass ein Mensch rechtzeitig behandelt wird.

KI erkennt kleinste Veränderungen

Vieles davon geschieht im Verborgenen. Die KI wertet Biopsie-Präparate aus und markiert bösartige Zellen, die einer erschöpften Pathologin am Ende eines langen Tages entgehen könnten. Sie erkennt den kleinen Lungenknoten oder die feine Veränderung auf einer Mammografie und rückt die betroffene Person in der Warteschlange nach vorn. Sie entwirft Befunde und Arztbriefe. Nichts davon ersetzt die ärztliche Arbeit, aber es gibt den Menschen wertvolle Zeit zurück.

Auch für die Forschung und den Austausch bietet KI viele Erleichterungen. Oberste Prämisse bleibt natürlich: Die Datensicherheit muss jederzeit gewährleistet sein. Die Arbeit mit digitalen Zwillingen erleichtert an dieser Stelle die Anonymisierung von Daten. So können Krankenhäuser voneinander lernen, ohne auch nur eine einzige Patientenakte weiterzugeben. Selbst kleinen Regionalkliniken kann es so ermöglicht werden, auf denselben Wissensschatz zuzugreifen, wie weltweit führende Zentren.

KI macht Routinearbeit, der Arzt kümmert sich um den Menschen

Ich habe nie geglaubt, dass die Technik der zentrale Punkt ist. Eine KI wird niemals bei einer verängstigten Patientin sitzen oder die richtigen Worte für eine Familie finden. Was sie jedoch kann: die Routinearbeit vom Schreibtisch nehmen und das Warten auf eine Diagnose verkürzen. Dafür lohnt es sich zu arbeiten. Nicht für Maschinen, die Fürsorge ersetzen. Für Maschinen, die ihr den Weg frei machen.

Text aus dem Englischen übersetzt, das Original finden Sie hier.

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