Azul-CEO über Support, Lizenzkosten und Wettbewerb
Python versus Java im KI-Zeitalter

Von Dr. Stefan Riedl 7 min Lesedauer

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Die KI-Ära hat längst begonnen, und LLMs greifen bei der Lösung von Problemen häufig auf Python zurück. Doch auch Java spielt als Infrastrukturbasis gerade für IT-Dienstleister eine herausragende Rolle, die Azul-CEO Scott Sellers herausarbeitet.

Bildmetapher: Die Schlange steht für Python, das Kaffeetassensymbol für Java und der KI-Bot für neue Zeiten im Coding-Geschäft.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Bildmetapher: Die Schlange steht für Python, das Kaffeetassensymbol für Java und der KI-Bot für neue Zeiten im Coding-Geschäft.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Java gilt im Vergleich zu Python mitunter als verstaubt. Scott Sellers, CEO von Azul, einem Anbieter einer Java-Entwicklerumgebung, ist die Programmiersprache im KI-Zeitalter trotzdem unverzichtbar. „Python ist super, solange man Modelle trainiert“, sagt der Manager. Künstliche Intelligenz erhöhe jedoch auch den Druck auf die Unternehmensinfrastruktur – und dieser Druck lastet voll und ganz auf Java, so seine These. Sellers rekurriert auf den hauseigenen „2026 State of Java Survey & Report“, nach dem 64 Prozent der deutschen Unternehmen ihre KI-Features in Java entwickeln würden. Seine Schlussfolgerung: „Das Bild vom verstaubten Java stimmt schlicht nicht: Die Sprache hat sich kontinuierlich weiterentwickelt und bringt inzwischen eine ausgereifte Tool-Landschaft auch für KI mit, mit Bibliotheken wie JavaML oder der Deep Java Library.“ Dazu komme die Plattformunabhängigkeit, mit der sich Anwendungen problemlos zwischen verschiedenen Cloud- und Hybrid-Umgebungen verschieben lassen.

Was ist dann das Problem mit Java?

Woran Projekte trotzdem mitunter scheitern, liegt seiner Darstellung nach selten an der Sprache selbst, sondern am Ballast, der sich über Jahre angesammelt hat: