KI-Sicherheit für Unternehmen Eset erweitert Protect-Plattform um Schutz für KI-Agenten

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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Eset bündelt bestehende KI-Funktionen in einer neuen Sicherheitsebene für seine Protect-Plattform. Mit LiveCortex, LiveAI und AI Security sollen Security-Teams Vorfälle besser einordnen und Risiken durch autonome Agenten erkennen.

Autonome KI-Agenten stellen Security-Verantwortliche vor neue Aufgaben. Die sogenannten „Eset-KI-Technologien“ sollen künftig über das B2B-Portfolio hinweg Security-Teams bei der Erkennung und Bearbeitung von Sicherheitsvorfällen unterstützen. (Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Autonome KI-Agenten stellen Security-Verantwortliche vor neue Aufgaben. Die sogenannten „Eset-KI-Technologien“ sollen künftig über das B2B-Portfolio hinweg Security-Teams bei der Erkennung und Bearbeitung von Sicherheitsvorfällen unterstützen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Autonome KI-Agenten erweitern die Angriffsfläche in Unternehmen. Sie können auf Dateien und Anwendungen zugreifen, Code ausführen und externe Ressourcen einbinden. Eset ergänzt deshalb seine Protect-Plattform um Technologien, die sowohl die Cyberabwehr unterstützen als auch den Einsatz solcher Agenten absichern sollen.

LiveCortex ordnet Ereignisse ein

Eset setzt nach eigenen Angaben seit mehr als zwei Jahrzehnten KI zur Erkennung von Cyberbedrohungen ein. Die nun gebündelten „Eset-KI-Technologien“ führen bestehende Funktionen wie LiveGrid, LiveSense und LiveGuard mit den neuen Komponenten LiveCortex und LiveAI zusammen.

LiveCortex soll sicherheitsrelevante Ereignisse aus der Kundenumgebung zusammenführen und Zusammenhänge zwischen Aktivitäten erkennen. Daraus entstehen priorisierte Vorfälle mit zusätzlichem Kontext für die Untersuchung. Security-Teams sollen so leichter erkennen, welche Signale zusammengehören und wo Handlungsbedarf besteht.

LiveAI baut auf diesem Kontext auf. Das bisher als Eset AI Advisor bekannte Tool soll künftig auch komplexere Aufgaben über mehrere Schritte hinweg bearbeiten. Auf Basis festgelegter Regeln können Aktionen automatisiert werden.

Eset will ab 2026 weitere 40 Millionen Euro in die Entwicklung seiner KI-Technologien investieren. Das Geld soll sowohl in KI für die Cyberabwehr als auch in den Schutz der KI-Nutzung bei Kunden fließen.

Skills und Verhalten von Agenten prüfen

Ein Risiko entsteht durch Erweiterungen, mit denen Agenten zusätzliche Funktionen erhalten. Eset gibt an, bereits mehr als 900.000 sogenannte Skills untersucht zu haben. Sie können nützliche Fähigkeiten bereitstellen, aber auch manipulierten Code oder andere Sicherheitsrisiken einschleusen.

Eset AI Security setzt an zwei Stellen an. AI Agent Security prüft Ressourcen, die ein Agent nutzt, darunter Skills, Skripte und externe URLs. AI Behavioral Monitoring beobachtet dagegen das Verhalten eines zugelassenen Agenten im laufenden Betrieb. Unternehmen können Regeln für erlaubte Aktivitäten festlegen und bei verdächtigem Verhalten eingreifen. Auffälligkeiten lassen sich anschließend als Sicherheitsvorfall untersuchen.

„Mit KI-Agenten kommt eine neue Klasse von Akteuren in Unternehmensnetze. Sie können selbstständig auf Daten und Anwendungen zugreifen oder Code ausführen. Security muss deshalb künftig auch autonome Systeme und deren Aktivitäten im Blick behalten. Gleichzeitig nutzen wir KI, um unseren Kunden bei der wachsenden Komplexität der Cyberabwehr Arbeit abzunehmen“, erklärt Michael Schröder, Head of Product Marketing bei Eset.

Beratungsfeld für Systemhäuser

Für Eset-Partner entsteht damit ein neues Beratungsfeld. Mit dem produktiven Einsatz von KI-Anwendungen und autonomen Agenten wird deren Absicherung Teil bestehender Security-Konzepte. Systemhäuser können mit Kunden klären, welche Agenten eingesetzt werden, auf welche Ressourcen sie zugreifen und wie sich erlaubtes Verhalten festlegen und überwachen lässt.

Der Bedarf liegt damit nicht nur bei der Einführung von KI. Auch die Kontrolle von Erweiterungen und Aktivitäten im Betrieb rückt in den Fokus. Für Systemhäuser bietet sich an, diese Punkte in ihre Beratung zur Sicherheitsarchitektur und zum laufenden Betrieb aufzunehmen.

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