Cisco Quartalszahlen Cisco streicht Stellen trotz kräftigen Wachstums

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Cisco profitiert kräftig von Rechenzentren und hat daher die Prognosen für das laufende Jahr erhöht. Trotz Umsatzsteigerungen auf den Rekordwert von 15,8 Milliarden US-Dollar kündigte der Netzwerkanbieter den Abbau tausender Stellen an.

Im 3. Quartal 2026 ist der Umsatz von Cisco um 12 Prozent im Vergleich zum  Vorjahreszeitraum auf einen Rekordwert von 15,8 Milliarden US-Dollar gestiegen. Dennoch wird es Stellenstreichungen geben.(Bild:  Cisco)
Im 3. Quartal 2026 ist der Umsatz von Cisco um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf einen Rekordwert von 15,8 Milliarden US-Dollar gestiegen. Dennoch wird es Stellenstreichungen geben.
(Bild: Cisco)

Cisco hat im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal Umsatzsteigerungen von um12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingefahren. Und die Geschäfte mit großen Rechenzentren laufen für den US-Netzwerkanbieter immer besser. So hat das Unternehmen seine Prognose für das laufende Jahr erhöht. Gleichzeitig kündigte Cisco den Abbau tausender Stellen an – und folgt damit großen Technologiekonzernen, die im Zuge des KI-Booms vermehrt Jobs streichen.

Anleger begeistert

Anleger reagierten begeistert. Die Aktie notierte am Donnerstag vorbörslich mit einem Kurssprung um fast 20 Prozent. Die Aktie hat im Zusammenhang mit der Nachfrage nach KI-Titeln im laufenden Jahr zuvor bereits um ein Drittel zugelegt.

Cisco rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem erheblich besseren Geschäft mit Hyperscalern. Große Cloud-Anbieter dürften Aufträge über neun Milliarden US-Dollar platzieren, teilte das Unternehmen nach US-Börsenschluss mit. Bisher war Cisco nur von etwas mehr als der Hälfte ausgegangen. Der Gewinn aus diesem Geschäft soll statt drei nun bei vier Milliarden US-Dollar liegen.

Jahresprognosen angehoben

Der Konzern hob seine Jahresprognosen an. So soll der Umsatz bei 62,8 bis 63 Milliarden US-Dollar liegen nach 61,2 bis 61,7 Milliarden US-Dollar zuvor. Das Ziel für den bereinigten Gewinn je Aktie liegt nun bei 4,27 bis 4,29 US-Dollar (zuvor 4,13-4,17). Die neuen Prognosen liegen über den bisherigen Erwartungen von Analysten. Das vierte Quartal dürfte zudem umsatzmäßig ebenfalls besser laufen als von Marktexperten erwartet.

Auch im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal übertraf Cisco die Vorhersagen der Experten. Der Umsatz legte um 12 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf einen Rekordwert von 15,8 Milliarden US-Dollar zu. Der Gewinn sprang unter dem Strich um gut ein Drittel auf 3,4 Milliarden US-Dollar nach oben.

Großes Restrukturierungsprogramm angekündigt

Cisco kündigte zudem ein Restrukturierungsprogramm an. Dieses wird den Angaben zufolge insgesamt zu einer Vorsteuerbelastung von einer Milliarde US-Dollar führen. Im Rahmen des Programms sollen im laufenden Geschäftsquartal weniger als 4.000 Arbeitsplätze gestrichen werden, das entspricht weniger als fünf Prozent der Beschäftigten. Der Plan ermögliche Investitionen unter anderem in Künstliche Intelligenz, hieß es. Zuletzt hatte mehrere große US-Tech-Konzerne angekündigt, im Zuge von KI-Investitionen massiv Arbeitsplätze abzubauen, wie Intel, Microsoft oder Amazon.

Chuck Robbins, Chief Executive Officer bei Cisco(Bild:  Cisco)
Chuck Robbins, Chief Executive Officer bei Cisco
(Bild: Cisco)

„Die Unternehmen, die im KI-Zeitalter erfolgreich sein werden, sind jene, die den Fokus, die Dringlichkeit und die Disziplin besitzen, ihre Investitionen kontinuierlich in jene Bereiche zu verlagern, in denen Nachfrage und langfristige Wertschöpfung am stärksten sind“, erklärte Konzernchef Chuck Robbins. „Während wir in einigen Bereichen Stellen abbauen, tätigen wir klare, strategische Investitionen“, fügte der Manager hinzu. Dazu gehörten Ausgaben für Siliziumchips, Glasfasertechnologie, Sicherheit sowie die Nutzung von KI durch die eigenen Mitarbeiter.

Das Unternehmen müsse sein Angebot um weitere eigene Netzwerk-Chips erweitern und den durch den Wandel hin zur KI entstehenden Cybersicherheitsrisiken begegnen, sagte Finanzvorstand Mark Patterson in einem Interview. Dazu gehöre die Absicherung von KI-Agenten sowie die Fähigkeit, deren Leistung und die der entsprechenden Modelle zu überwachen, so Patterson.

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