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Was ist LTE?

| Autor / Redakteur: Jelsag / Sarah Böttcher

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

LTE oder 4G ist der Mobilfunkstandard der 4. Generation. In Deutschland und in den meisten anderen Ländern wurde das LTE-Netz in den vergangenen Jahren in schnellem Tempo ausgebaut. Es unterstützt besonders hohe Datengeschwindigkeiten.

Das Kürzel LTE steht für den englischen Begriff Long Term Evolution – langfristige Entwicklung. Dieser verweist darauf, dass das Potenzial dieses Mobilfunkstandards noch lange nicht erschöpft ist. Seine Entwicklung verlief parallel zur Entwicklung moderner Smartphones. Voraussetzung für seine Nutzung sind entsprechend ausgestattete mobile Endgeräte. Im Jahr 2016 stellte Siemens Networks erstmals einen LTE-Emulator mit Live-Applikationen vor. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentierte der IT-Hersteller Ericsson im Jahr 2008 den Prototypen einer LTE-basierten Datenverbindung im Mobilfunknetz, deren Datengeschwindigkeit sich auf 25 Mbit/s belief. Im gleichen Jahr stellte LG erstmals einen LTE-Chip vor, der Datengeschwindigkeiten von bis zu 60 Mbit/s unterstützte und damit achtmal leistungsstärker als eine HSDPA-Cat-8-Datenrate, die lediglich Datengeschwindigkeiten von bis zu 7,2 Mbit/s erreichte.

Die ersten kommerziellen 4G-Netzwerke gingen Ende 2009 in Stockholm und Oslo an den Start. In Deutschland versteigerte die Bundesnetzagentur im Jahr 2010 die LTE-Frequenzen, für die die deutschen Netzbetreiber insgesamt 4,4 Milliarden Euro zahlten. Unmittelbar danach starteten die Deutsche Telekom, Vodafone und O2 Pilotprojekte, die der Ausgangspunkt des 4G-Netzes in Deutschland waren. Ende 2010 brachte Vodafone den ersten kommerziellen LTE-Tarif auf den Markt. Die Netzverbindung wurde seinerzeit noch über einen Desktop-PC und einen Surfstick hergestellt.

Rascher Netzausbau und schnelle Datenraten

Danach ging der LTE-Netzausbau in Deutschland sehr rasant vonstatten. Zunächst stand hierbei der urbane Raum im Fokus, inzwischen ist 4G nahezu flächendeckend nutzbar. Einmal abgesehen vom expliziten Value-Segment sind auch die meisten Smartphones inzwischen mit LTE-Modulen ausgerüstet. Nachdem die beiden ersten Mobilfunkstandards – das ABC-Netz (G1) und GSM (G2) – schon seit einigen Jahren veraltet waren, besitzt LTE nun das Potenzial, auch UMTS (G3) schrittweise aus dem Alltag zu verdrängen. Für die Netzumstellung kann das bisherige UMTS-Netz grundsätzlich verwendet werden. Es ist lediglich erforderlich, die bestehenden Sendemasten mit 4G-kompatiblen Komponenten ausgestattet werden.

Aktuelle 4G-Verbindungen unterstützen Datenraten von bis zu 375 Mbit/s. Perspektivisch sind im 4G-Netz auch noch höhere Datengeschwindigkeiten möglich. Zum Vergleich: Günstige UMTS-Tarife sind in der Regel mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 21,6 oder 42,2 Mbit/s ausgestattet. Die Datengeschwindigkeit im GSM-Netz beträgt theoretisch maximal 14,4 kbit/s – in der Praxis erreichten GSM-Verbindungen jedoch lediglich Datenraten von 9,6 kbit/s.

5G soll ab 2020 kommen

Inzwischen arbeiten Forschungseinrichtungen und die Netzbetreiber bereits daran, den Übergang zum nächsten Mobilfunkstandard einzuleiten. Der LTE-Nachfolger 5G geht in einigen Ländern voraussichtlich bereits im Jahr 2020 an den Start. In Deutschland sollen bis 2025 mindestens 20 der größten Städte und alle Hauptverkehrswege mit 5G ausgerüstet sein. Derzeit wird der neue Standard in Berlin am Ernst-Reuter-Platz getestet. Im 5G-Netz sind theoretisch Datenraten von mindestens 1 GB/s möglich.

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