IFA 2026 Gaming und Consumer-Neuheiten von Acer

Von Klaus Länger 6 min Lesedauer

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Parallel zur IFA hat Acer in Berlin eine Fülle an neuen Geräten für Heimanwender und Gamer präsentiert. Die Bandbreite reicht von All-in-One-PC, einem 1.000-Hz-Monitor und einem 3D-Notebook bis hin zum ePaper-Display und zur Gaming-Handheld-Studie.

Mit dem Aspire S27 stellt Acer auf der IFA einen klassischen All-in-One-PC für Familie und Homeoffice vor. Der 27-Zöller ist optional mit Touch und sogar Stifterkennung erhältlich. Er arbeitet mit Intel-Prozessoren aus der neuen Wildcat-Lake-Familie.  (Bild:  Milan Virijevic)
Mit dem Aspire S27 stellt Acer auf der IFA einen klassischen All-in-One-PC für Familie und Homeoffice vor. Der 27-Zöller ist optional mit Touch und sogar Stifterkennung erhältlich. Er arbeitet mit Intel-Prozessoren aus der neuen Wildcat-Lake-Familie.
(Bild: Milan Virijevic)

Neben einer Reihe neuer Business-Notebooks und Workstations zeigt Acer auf der IFA in Berlin eine ganze Reihe von Rechnern und vor allem Peripherieprodukte für Heimanwender und Gamer.

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All-in-One-PCs mit Intel Wildcat Lake

Geringe Stellfläche, kaum Kabel und ein großes Display: Diese Vorteile sollen Heimanwender von den All-in-One-PCs Acer Aspire S27 und Aspire S24 überzeugen. Im S27 sitzt in der Basisversion ein 27-Zoll-IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung und bis zu 144 Hz Bildwiederholfrequenz. Optional wird der Rechner auch mit einem 120-Hz-QHD-Panel verfügbar sein. Den kleineren S24 bringt Acer ausschließlich mit einem 144-Hz-Full-HD-Display auf den Markt. Die Diagonale beträgt hier 23,8 Zoll. Auf Wunsch gibt es beim S24 und beim S27 die Displays mit Touch- und Stift-Erkennung.

Ansonsten sind die technischen Daten bei beiden Varianten identisch: Acer setzt die neuen Intel-Mobile-Prozessoren der Wildcat-Lake-Familie ein, die speziell für preisgünstigere Rechner entwickelt wurden. Wildcat Lake ist kein neuer Aufguss einer alten CPU, sondern nutzt die Core-Architektur der aktuellen Panther-Lake-Modelle, allerdings mit weniger Cores, einer bis zu 17 TOPS starken NPU sowie beschnittenen GPU- und I/O-Funktionen. So gibt es nur einen oder zwei Xe-GPU-Cores sowie nur einen Speicherkanal und sechs PCIe-Gen4-Lanes. Die beiden All-in-One-PCs sind je nach Konfiguration mit einem Intel Core 7 Prozessor 350, Intel Core 5 Prozessor 320 oder Intel Core 3 Prozessor 304 bestückt. Der Core 7 und der Core 5 verfügen beide über jeweils zwei P- und vier LPE-Cores sowie über eine GPU mit zwei Xe-Cores. Sie unterscheiden sich nur durch die höheren Taktfrequenzen beim Core 7 350. Der Core 3 304 verfügt dagegen nur über einen P- sowie vier LPE-Cores und nur einen Xe-GPU-Kern. Beim Speicher werden bis zu 16 GB Single-Channel-LPDDR5 angeboten, die PCIe-Gen4-SSD fasst bis zu einem TB. Zur Ausstattung zählen zudem integrierte Stereo-Lautsprecher, eine 2-MP-Webcam mit mechanischer Abdeckung sowie LAN und Wi-Fi 6E für den Netzwerkzugang. Thunderbolt-Ports gibt es dagegen nicht. Für die Stromversorgung reicht ein 65-Watt-Netzteil aus.

Starkes Notebook mit 3D-Display

Während Acer mit den All-in-One-Rechnern auf preisbewusste Heimanwender abzielt, geht es bei dem High-End-Notebook Aspire G 3D 16 um Leistung und modernste Technologien. Das 16-Zoll-Gerät richtet sich laut dem Hersteller an Kreative, die Modelle, Bilder, Videos oder unterstützte Spiele räumlich darstellen möchten. Dafür ist ein stereoskopisches 16-Zoll-Display eingebaut, das mittels zwei Eye-Tracking-Kamers und spezieller Software 3D-Inhalte auch ohne Brille räumlich darstellen kann. Im 2D-Modus stellt das IPS-Display eine Auflösung von 3.840 × 2.400 Pixeln dar. Im 3D-Modus sind es 1.920 × 2.400 Pixel, da hier jedes Auge ein geringfügig verändertes Bild geliefert bekommt. Als Prozessor wird mit dem Ryzen AI Max+ 395 AMDs stärkster Strix-Halo-Prozessor mit 16 Zen-5-Cores, 50 TOPS-NPU und vor allem der integrierten Radeon-8060S-GPU mit 40 GPU-Cores eingesetzt. Sie ist die derzeit schnellste integrierte Grafikeinheit. Zudem sind bis zu 128 GB LPDDR5x-8000-Arbeitsspeicher und eine 2-TB-SSD möglich. Ein 99,9-Wh-Akku sorgt für die Stromversorgung beim mobilen Einsatz. Das Keyboard bietet eine RGB-Tastenbeleuchtung.

Preise und den Zeitpunkt der Verfügbarkeit für die neuen Rechner nennt Acer noch nicht.

Project DualPlay Mini

Derzeit nur eine Studie ohne konkrete Pläne für eine Markteinführung ist das in Berlin gezeigte Project DualPlay Mini. Auf Basis des Predator Atlas 8 hat Acer einen Gaming-Handheld mit Intel-Arc-G3-Extreme-Prozessor entwickelt, der sich in ein Mini-Notebook verwandeln kann. Das obere Teil des Gehäuses mit dem 8-Zoll-WUXGA-Display kann aufgeklappt werden, um ein kompaktes, beleuchtetes Keyboard zum Vorschein zu bringen. Das mittig aufgehängte Display wird für den Notebook-Modus horizontal um 180 Grad gedreht. Acer bezeichnet das als „Flip-and-Swivel-Design“. Das Gerät kann auch als Mini-Notebook für Unterwegs produktiv eingesetzt werden, am Schreibtisch lässt es sich mit einem zusätzlichen Bildschirm für die Arbeit oder das Gaming verbinden.

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Gaming-Monitore mit bis zu 1.000 Hz

Acer nutzt die IFA auch zur Vorstellung neuer Gaming-Monitore. Das schnellste der neuen Geräte ist der 24,5-Zöller Predator XB253Q U1 mit einer Bildwiederholrate von 1.000 Hz bei Full-HD-Auflösung. Er unterstützt AMD FreeSync Premium und ist kompatibel zu Nvidias G-Sync. Die Acer-Technologie Visual Response Boost Pro soll Bewegungsunschärfen und Ghosting weiter reduzieren. Zudem hat der Hersteller eine Circular-Polarizer-Technolologie implementiert. Durch die Reduktion von Reflexionen und die Simulation von natürlichem Tageslicht soll sie die Augen bei langen Spiele-Sessions schonen. Gedacht ist der Predator XB253Q U1 für professionelle eSports-Spieler und Freunde von Shootern, für die eine schnelle und klare Darstellung von Bewegungen wichtig ist.

Der Predator X32 V3 ist ein 31,5 Zoll großer OLED-Monitor mit 4K-Auflösung und bis zu 180 Hz. Er basiert auf einem QD-OLED-Penta-Tandem-Panel mit hoher Helligkeit und Effizienz. Für eine präzise Farbwiedergabe deckt der Monitor den DCI-P3-Farbraum zu 99 Prozent ab.

Einen hohen Immersionsgrad liefert der gebogene Acer Nitro XZ340CKR P mit 34-Zoll-Panel und einer Auflösung von 5.120 × 2.160 Pixeln. Nativ schafft der Monitor bis zu 180 Hz. Reicht das nicht aus, dann gibt es noch einen DFR-Modus mit 2.560 × 1.080 Pixel bei 360 Hz.

Die 5K-Auflösung bei 165 Hz schafft der 27-Zöller Nitro XV275X P mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung und 2.304 Local-Dimming-Zonen. Er ist für VESA DisplayHDR 1400 zertifiziert und deckt die Farbräume Adobe RGB, sRGB und DCI-P3 zu jeweils 99 Prozent ab.

Der Predator XB253Q U1 soll im ersten Quartal 2027 für 1.099 Euro (UVP) auf den Markt kommen und die Modelle Predator X32 V3 sowie Nitro XV275X P im selben Zeitraum für 899 beziehungsweise 1.199 Euro (UVP). Der 34-Zöller kommt ein Quartal eher für 699 Euro (UVP).

Gamer ohne so großes Budget will Acer mit den Triple-Mode-Monitoren Nitro XV275U Z2 und Nitro XV270U Z3 ansprechen. Die 27-Zöller mit nativer QHD-Auflösung und Refresh-Raten von 275 Hz bei QHD, 360 Hz bei Full HD sowie 520 Hz bei HD sollen 299 beziehungsweise 329 Euro (UVP) kosten. Als Marktstart wird das erste Quartal 2027 angepeilt.

Portable Monitore und ein Profi-Display

Auf der IFA feiern zudem zwei sehr spezielle portable Monitore Premiere. Der Acer EP130 basiert auf einem sehr sparsamen 13,3-Zoll-ePaper Panel mit einer Schwarz-Weiß-Auflösung von 3.200 × 2.400 Pixel. Zudem kann der Monitor mit halbierter Auflösung auch farbige Bilder darstellen. Dabei werden 4.096 Farben unterstützt. An Signaleingängen stehen zwei USB-C-Ports und Mini-HDMI zur Verfügung. Die Stromversorgung erfolgt über USB-C.

Der Acer PD163Q P3 stellt Notebooks oder anderen Mobilgeräten gleich drei ausklappbare 15,6-Zoll-Full-HD-Displays zur Verfügung, die zusammen über ein USB-C-Kabel angesteuert werden. Drei Displays können unabhängig voneinander verwendet werden und unterstützen erweiterte sowie gespiegelte Anzeigemodi. Das obere Display kann für einen Zelt-Modus nach unten geklappt werden. Ein 45-Watt-Netzteil versorgt den Triple-Monitor mit Energie. Beide Geräte sollen im ersten Quartal 2027 in den Handel kommen. Der PD163Q P3 soll 349 Euro (UVP) kosten, für den EP130 nennt Acer noch keinen Preis.

Ein UVP von 1.199 Euro wird für den 27-Zoll-Monitor ProDesigner PE270X fällig. Der mit dem Nitro XV275X P verwandte Monitor für Designer, Fotografen, Videoeditoren und andere professionelle Kreative basiert ebenfalls auf einem 5K-Panel mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung, 2.304 Zonen und VESA DisplayHDR 1400. Er ist zudem ab Werk kalibriert und bietet einen USB-C-Port mit 90-Watt-Stromversorgung sowie einen KVM-Switch. Eine Besonderheit bei professionellen Displays ist der QHD-Modus mit bis zu 330 Hz statt der 165 Hz bei nativer Auflösung.

5G-Verbindung für Zuhause oder Unterwegs

Mit dem Connect X6ES bringt Acer einen Router auf den Markt, der nicht nur via Ethernet mit einem DSL- oder Glasfaser-Modem verbunden werden kann, sondern zudem noch über ein integriertes 5G-Modem für eine Internetverbindung über Mobilfunk verfügt. Diese kann mit einer Nano-SIM-Karte bestückt als Fallback-Verbindung bei Leitungsausfällen oder in Regionen ohne schnelle Breitbandanbindung verwendet werden. Der mit OpenWRT als Betriebssystem arbeitende Router bietet Wi-Fi 6E sowie einen RJ45-Anschluss für das interne Netzwerk. Bei 5G- oder LTE-Verbindung steht der WAN-Port ebenfalls für LAN zur Verfügung. Einen mobilen Internetzugang für Notebooks ohne eigenes 5G-Modem stellt der Acer Connect D5P bereit. Das 80 Gramm leichte Gerät wird über USB-C angeschlossen. Es unterstützt Nano-SIM, eSIM mit vorinstalliertem Profil sowie vSIM. Im 5G-Standalone-Betrieb soll das Gerät Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 3,27 Gbit/s erreichen.

Beide Router kommen Anfang 2027 auf den Markt. Der Connect X6ES soll 299 Euro (UVP) kosten, für den Connect D5P liegt die UVP bei 249 Euro.

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