Sicherheit über den ganzen Lebenszyklus Fortinet kauft Virtue AI für mehr Sicherheit bei KI-Agenten

Von Natalie Forell 2 min Lesedauer

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KI-Agenten handeln selbstständig und bringen so neue Risiken mit sich. Fortinet reagiert darauf und akquiriert Virtue AI. Damit will der Hersteller KI-Systeme künftig über den gesamten Lebenszyklus hinweg besser schützen können.

Mit der Übernahme von Virtue AI erweitert Fortinet sein KI-Sicherheitsportfolio um Schutzfunktionen für autonome KI-Agenten, von der Entwicklung bis zum laufenden Betrieb.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Mit der Übernahme von Virtue AI erweitert Fortinet sein KI-Sicherheitsportfolio um Schutzfunktionen für autonome KI-Agenten, von der Entwicklung bis zum laufenden Betrieb.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Fortinet, Hersteller von Cybersecurity- und Netzwerksicherheitslösungen, hat das Unternehmen Virtue AI übernommen. Während sich frühere Sicherheitslösungen des Herstellers vor allem auf den Schutz von Sprachmodellen konzentrierten, soll Virtue AI nun die Absicherung autonomer KI-Agenten über deren gesamten Lebenszyklus hinweg ergänzen.

Hintergrund des Zukaufs ist unter anderem die steigende Angriffsfläche, mit welcher Unternehmen durch KI-Anwendung und den Einsatz autonomer Agenten rechnen müssen. Neben traditionellen Netzwerken, Benutzern, Endgeräten und Anwendungen sowie Cloud-Workloads, müssen nun auch Prompts, KI-Modelle und -Agenten, Model Context Protocol (MCP)-Tools, Application Programming Interface (API)-Aufrufe und die KI-Infrastruktur abgesichert sein.

Transparenz, Tests und Leitplanken für KI-Agenten

Mit der Übernahme sollen folgende Funktionen dazukommen:

  • Agentenschutz, Governance und Transparenz: Unternehmen sollen erkennen können, welche Agenten und KI-Anwendungen in ihrer Umgebung überhaupt laufen. Auch nicht genehmigte KI-Anwendungen und Agenten sollen erkannt werden. Verdächtige Aktionen der Tools können sich so blockieren lassen, noch bevor sie ausgeführt werden.
  • Kontinuierliche KI-Validierung: Sobald ein KI-Modell aktualisiert oder eine Richtlinie geändert wird, soll automatisch geprüft werden, ob dadurch neue Risiken entstehen. Die Ergebnisse lassen sich laut Fortinet gleichzeitig als prüfungsfähige Nachweise zur Unterstützung von Sicherheits- und Compliance-Audits nutzen.
  • Echtzeit-Leitplanken: Anpassbare Richtlinien sollen verhindern, dass schädliche Inhalte, sensible Daten oder unsicherer KI-generierter Code bei Nutzern oder anderen Systemen landen, unabhängig davon, ob es sich um Text, Bild, Video oder Audio handelt.
  • Red-Teaming für agentische Systeme: Autonome Agenten werden in Testumgebungen gezielt angegriffen, etwa mit simulierten Prompt-Injections, um Schwachstellen aufzudecken, bevor es Angreifer tun.

„KI verändert die Unternehmens-IT grundlegend, und die Sicherheit muss sich genauso schnell weiterentwickeln“, sagte Ken Xie, Gründer, Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer bei Fortinet. „Die Technologie von Virtue AI wird unsere Vision für kontinuierliche KI-Sicherheit vorantreiben und Kunden dabei helfen, KI-Systeme über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu steuern und zu schützen, während sie diese vertrauensvoll im Unternehmensmaßstab betreiben.“

Finanzielle Details zur Übernahme nannte Fortinet nicht.

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