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Definition Was ist ein Router?

Autor / Redakteur: zeroshope / Ira Zahorsky

Offiziell hat der Router die Aufgabe, unterschiedliche Netzwerke zu verbinden. Faktisch nutzen ihn die meisten Menschen jedoch bloß, um eine Verbindung mit dem Internet herzustellen. Er kann jedoch wesentlich mehr.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Internet-Provider wie beispielsweise die Telekom weisen traditionell daraufhin, dass spezielle Router benötigt werden, um die angebotenen Anschlüsse nutzen zu können. Nicht jedes der Geräte kann mit allen Geschwindigkeiten umgehen. Wer beispielsweise von einem klassischen DSL-Anschluss auf eine ultraschnelle Glasfaser-VDSL-Leitung wechselt, benötigt fast immer einen neuen Router. Verantwortlich hierfür ist die spezielle Funktionsweise der Netzwerkgeräte.

Router regeln den Datenverkehr

Router verdanken ihrem Namen dem Umstand, dass sie Daten-Routen festlegen. Sie verbinden Netzwerke miteinander und regeln dabei den Verkehr der Informationen in beiden Richtungen. Offiziell spricht man davon, dass die Netzwerkgeräte auf Schicht 3 (Vermittlungsschicht) des ISO-Schichtenmodells tätig sind. Für die konkrete Funktionsweise ist dieses Modell allerdings unerheblich. Wie das Netzwerkgerät arbeitet sei am klassischen Beispiel des heimischen Internets erklärt: Die meisten Router können ein drahtloses Netzwerk aufbauen, das so genannte WLAN. Dieses Netzwerk bekommt eine Adresse, die mittels Router IP (Internet Protocol) festgelegt wird.

Mit dieser Adresse meldet der Router das eigene Netzwerk im Internet an. Über den Router können die eingebundenen WLAN-Geräte nun Daten aus dem Netz abfragen. Das Netzwerkgerät erkennt, ob die Anfrage beispielsweise vom Laptop oder vom Smartphone kommt – er weist die Antwort entsprechend zu. Dabei protokolliert er jeden Datenverkehr, den er vermittelt und überwacht. Über diese „Mitschrift“ lässt sich beispielsweise sehen, ob das eigene WLAN unbefugt genutzt wird.

Datenanalyse: Das Problem bei hohen Geschwindigkeiten

Um Datenpakete zuteilen zu können, müssen sie analysiert werden. Dies verlangt Rechenleistung. Sehr schnelle Anschlüsse übermitteln in kürzester Zeit große Datenmengen. Die Rechenkapazität günstiger Routermodelle reicht nicht aus, um die Informationen zu analysieren. Schnelle Anschlüsse verlangen deshalb häufig danach, ein stärkeres Modell anzuschaffen.

Router haben häufig Server-Funktionen

Der Umstand, dass die Netzwerkgeräte Datenpaketen Pfade zuweisen können, wirkt auf viele Nutzer wenig spektakulär. Tatsächlich ist es das aber aus zwei Gründen: Erstens kann dies keine andere Geräteklasse. Zweitens verfügen Router deshalb auch über Server-Funktionen und können im heimischen Netzwerk beispielsweise als Medienserver genutzt werden, wenn sie einen integrierten Speicher haben oder mit einem solchen gekoppelt werden können. Über das Gerät ist es dann beispielsweise möglich, gespeicherte Musik oder gespeicherte Filme über alle angeschlossenen Endgeräte abzurufen.

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