IFA 2026 Lenovo mit viel lokaler KI und noch mehr Farben

Von Klaus Länger 7 min Lesedauer

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Auf der IFA zeigt Lenovo neben Yoga-Notebooks mit Nvidia-RTX-Spark-Prozessor und einem Notebook-Studio mit OLED-Roll-Display vor allem viel Farbe. Nicht nur Consumer-Notebooks und AIO-PCs kommen in Farbtönen wie Blau und Violett, sondern auch ThinkBooks.

Das Premium-Convertible-Notebook Lenovo Yoga Pro 9n 2-in-1 mit Nvidia-RTX-Spark-Prozessor soll auch anspruchsvolle KI-Workloads lokal ausführen. Dafür verfügt das 16-Zoll-2-in-1-Notebook über 128 GB Unified Memory mit einer Geschwindigkeit von 9400 MT/s. In dem ARM-Prozessor ist eine Blackwell-RTX-GPU integiert. (Bild:  Lenovo)
Das Premium-Convertible-Notebook Lenovo Yoga Pro 9n 2-in-1 mit Nvidia-RTX-Spark-Prozessor soll auch anspruchsvolle KI-Workloads lokal ausführen. Dafür verfügt das 16-Zoll-2-in-1-Notebook über 128 GB Unified Memory mit einer Geschwindigkeit von 9400 MT/s. In dem ARM-Prozessor ist eine Blackwell-RTX-GPU integiert.
(Bild: Lenovo)

Lenovo, weltgrößter PC-Hersteller, liefert auf der IFA in Berlin wieder eine große Show ab. Präsentiert werden dort unter anderem die spektakulären Premium-Notebooks Yoga 9n 2-in-1 und Lenovo Yoga Pro 9n mit Nvidia-RTX-Spark-Prozessor für eine hohe lokale KI-Leistung, das ultraschlanke 14-Zoll-Notebook ThinkBook 14 Gen 9 mit Qualcomm-Snapdragon-X2-Plus-Prozessor sowie zwei spannende Notebook-Studien. Vor allem aber treibt es Lenovo bunt. Consumer-Geräte und sogar Business-Notebooks kommen in leuchtenden Farben auf den Markt.

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Yoga mit Nvidias RTX Spark

Die Bezeichnung Yoga verwendet Lenovo schon seit einigen Jahren nicht mehr ausschließlich für Convertible-Notebooks, sondern generell für Mobilrechner mit Premium-Anspruch und technischen Besonderheiten. Auf der IFA zeigt der Hersteller mit dem Yoga Pro 9n und dem Yoga 9n 2-in-1 zwei Premium-Notebooks, die mit dem auf der Computex vorgestellten Nvidia-RTX-Spark-Prozessor für Windows-Rechner bestückt sind. Der RTX Spark Superchip, so die offizielle Bezeichnung von Nvidia, besteht aus einer CPU mit 18 oder 20 Vera-ARM-Cores und einer integrierten Blackwell-RTX-GPU mit 5.120 oder 6.144 Cuda-Cores. Er unterstützt bis zu 128 GB Unified Memory und soll eine FP4-KI-Leistung von bis zu einem Petaflop liefern.

Das Yoga Pro 9n ist ein Clamshell-Notebook mit einem 15,3-Zoll-OLED-Panel, das eine Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel mit bis zu 165 Hz liefert. Das Aluminium-Notebook wiegt 1,65 kg und kann mit bis zu 128 GB LPDDR5X geordert werden. Für Massenspeicher stehen zwei M.2-2242-Steckplätze bereit, die bis zu vier TB Speicherplatz ermöglichen. Zur Ausstattung zählen zudem ein 92,5-Wh-Akku, ein haptisches Touchpad mit Stifterkennung, ein Lautsprechersystem mit zwei Hoch- und zwei Tieftönern sowie eine 9,2-MP-Webcam mit Windows-Hello-Unterstützung. Für die Netzwerkanbindung ist Wi-Fi 7 zuständig.

Das 360-Grad-Convertible Yoga 9n 2-in-1 ist mit seinem 16-Zoll-Display etwas größer und mit einem Gewicht ab 1,94 kg auch etwas schwerer. Das OLED-Display mit Touch- und Stifterkennung stellt 2.880 x 1.800 Bildpunkte mit bis zu 120 Hz dar. Beide Displays sind für VESA DisplayHDR True Black 1000 zertifiziert. Unter der Haube gibt es auch Unterschiede zwischen dem Clamshell und dem Convertible-Modell: Das Yoga 9n 2-in-1 ist nur mit bis zu 64 GB RAM verfügbar und es bietet nur Platz für eine interne SSD. Dafür bietet es einen größeren Akku mit 99,9 Wh sowie ein Audiosystem mit sechs Lautsprechern. Die beiden Hochtöner sitzen dabei in einer drehbaren Soundbar, die Teil des 360-Grad-Scharniers ist.

Zu den Preisen und Verfügbarkeit hat Lenovo auf der IFA noch nichts verraten.

ThinkBooks in bunt und mit Snapdragon-CPU

Die derzeit mit 80 TOPS schnellste NPU für lokale KI-Anwendungen steckt in den Snapdragon-X2-Prozessoren von Qualcomm. Und eben ein Snapdragon X2 Plus sitzt auf dem Mainboard im ultraschlanken 14-Zoll-Notebook ThinkBook 14 Gen 9. Es unterstützt nicht nur Microsofts Copilot+ sondern auch noch Lenovos persönliche KI Qira. Sie soll über unterschiedliche Lenovo- und auch Motorola-Geräte hinweg arbeiten. Qira kann auf den unterstützten Geräten Anwendungen und Dienste wie Gmail, Google Kalender, Google Kontakte, Slack, Outlook Mail und Outlook Kalender einbinden und so mit Business-Funktionen wie Pay Attention und Catch Me Up dafür sorgen, dass die User auch bei der Nutzung mehrerer Anwendungen automatisch auf dem Laufenden bleiben.

Das 1,3 kg leichte Gerät mit WUXGA-Display, bis zu 32GB LPDDR5x und 1-TB-SSD kann mit einer zusätzlichen SSD bestückt werden. Durch den genügsamen ARM-Prozessor soll der 50-Wh-Akku für bis zu 26 Stunden lokaler Videowiedergabe ausreichen.

Mit einem Gewicht von nur 990 Gramm ist das ThinkBook 14x Gen2 noch einmal ein gutes Stück leichter. Und es ist bunter: Der Hersteller bietet das 14-Zoll-Business-Notebook in den Farben Luna Grey, Celestial White, Mystic Violet und Veil Blue an. Beim Display gibt es die Wahl zwischen einem WUXGA-IPS-Panel mit optionaler Touch-Erkennung und einem 2.8K-OLED-Panel. Beide bieten 120 Hz Bildwiederholrate.

Als Prozessor nutzt Lenovo den neuen Intel Core 7 der Serie 3 (Wildcat Lake) mit zwei P- und vier LPE-Cores und Intel-Graphics mit zwei Xe-Cores. Die NPU reicht hier nicht für Copilot+ aus. Lenovo sieht die Stärke des Notebooks bei alltäglichen Business-Aufgaben im hybriden Einsatz.

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Das soll noch diesen Monat verfügbar sein und ab 1.079 Euro (UVP) kosten. Im Oktober folgt das ThinkBook 14 Gen 9 mit einem Startpreis von 1.099 Euro.

Project AeroBlade und Project Swan

Traditionell bringt Lenovo Konzeptstudien von Geräten zu den großen Messen mit, die zeigen sollen, wo die technologische Entwicklung hin geht. Manchmal fließen dann auch Ideen aus diesen Studien in die Serie ein. In Berlin hat Lenovo zwei Konzepte für 14-Zoll-Business-Notebooks im Gepäck: Project AeroBlade und Project Swan.

Das AeroBlade-Gerät ist mit einem Gewicht von 830 Gramm und einem unter einem Zentimeter hohen Gehäuse auf maximale Mobilität getrimmt. Der Prozessor wird dabei nicht durch konventionelle Lüfter gekühlt, sondern durch ein in Zusammenarbeit mit Frore Systems entwickeltes Active-Flow-System, das deren AirJet-Technologie nutzt. Die kam bereits 2023 beim winzigen Zotac-PC Zbox PI430AJ zum Einsatz und nutzt für die Luftbewegung winzige winzige vibrierende Membranen. Die im AeroBlade genutzten AirJet-Mini-Module sind nur 2,65 mm hoch, arbeiten laut Frore Systems mit 21 dB(A) im eingebauten Zustand fast lautlos, schaffen dabei aber den 10fachen Druck herkömmlicher Lüfter.

Project Swan kam zu seinem Namen, da das 14-Zoll-Notebook hier quasi seine Flügel ausbreiten kann. Das Display basiert auf einem rollbaren OLED-Panel. Es fährt auf beiden Seiten aus und vergrößert so die Diagonale von 14 auf 17 Zoll mit 16:9-Seitenverhältnis. So kann man beispielsweise im Zug oder Flugzeug mit dem 14-Zoll-Gerät noch gut arbeiten und hat auf dem Schreibtisch ein 17-Zoll-Notebook mit mehr Displayfläche Multitasking und komplexere Arbeitsabläufe. Im Gegensatz zu einem rollbaren OPED-Panel, das nach oben ausfährt, wie beim 2025 in Serie gegangenen ThinkBook Plus Gen 6 Rollable, ist das Project-Swan-Notebook bei voller Displaygröße nicht so kopflastig. Trotz der zusätzlichen Mechanik im Display bleibt das Project-Swan-Gerät mit 1,6 kg noch relativ leicht und mit 17,9 mm nicht übermäßig dick.

Noch mehr Farben bei den Consumer-Notebooks und AiOs

Noch mehr Farbvarianten als beim ThinkBook 14x Gen2 gibt es bei der für Privatkunden entwickelten IdeaPad-Vibe-Serie. Lenovo bietet die Notebooks in den Farben Chill Blue, Zen Green, Spicy Gold, Radiant Coral, Dreamy Violet, Lowkey Grey und Moody Blue an. Die Farben hat Lenovo in Zusammenarbeit mit dem Pantone Institute entwickelt und baut damit die schon für Motorola-Smartphones bestehende Kooperation weiter aus. „Das IdeaPad Vibe ist nun in sieben ausdrucksstarken neuen Farben erhältlich und bietet Nutzern die Möglichkeit, sich für ein Gerät zu entscheiden, das einen Teil ihrer Persönlichkeit widerspiegelt und gleichzeitig die KI-Erlebnisse und die Leistung liefert, die sie täglich erwarten“, sagt Brian Leonard, Vice President of Design Innovation bei der Intelligent Devices Group von Lenovo, zum Designkonzept. So soll etwa die der gedämpfte Violettton Dreamy Violet „Gelassenheit vermitteln und ein Gefühl von Behaglichkeit schaffen“, während der eher kalte Blauton Chill Blue „eine klare moderne Ausstrahlung“ transportiere. Später sollen noch individuell anpassbare Tastenkappen erhältlich sein, mit denen Käufer der IdeaPad-Vibe-Notebooks ihre Geräte noch weiter individualisieren können.

Die neue Notebook-Serie setzt sich aus 14- und 15-Zoll-Modellen mit Qualcomm- oder AMD-Prozessor zusammen. Später sollen sie noch um Intel-Modelle erweitert werden. Bei einigen Modellvarianten besteht das Gehäuse komplett aus Metall, bei anderen das Unterteil aus einem Polymer-Kunststoff.

Die Qualcomm-Varianten basieren auf nicht näher definierten Smartdragon-X-ARM-Prozessoren, die auf bis zu 24 GB verlöteten Arbeitsspeicher zugreifen können. Für Käufer, die auf vollständige x86-Kompatibilität und Upgrademöglichkeiten Wert legen, gibt es das IdeaPad Vibe auch mit Ryzen-AI-400-Prozessoren von AMD. Hier ist der Speicher gesteckt und auf bis zu 32 GB erweiterbar. Zudem gibt es hier alternativ zum 50-Wh-Standard-Akku auch ein 65-Wh-Stromspeicher. Einen zweiten SSD-Steckplatz bieten dagegen die Ryzen- und die Snapdragon-X-Modelle. Beiden Prozessorvarianten ist gemeinsam, dass ihre NPU für Microsoft Copilot+ ausreicht. Zudem kann auch hier die Lenovo-Qira-KI genutzt werden. Die 14-Zoll-Modelle wiegen ab 1,3 kg, die 15-Zöller sind mit 1,5 kg etwas schwerer. Das Keyboard mit optionaler Hintergrundbeleuchtung ist hier um einen Ziffernblock erweitert. In den Farbvarianten Lowkey Grey und Moody Blue bietet Lenovo das IdeaPad Vibe nicht nur mit 120-Hz-IPS-Panel an, sondern auch mit einem OLED-Screen. Beim 14-Zöller mit WUXGA-, beim 15-Zöller mit 2,1K-Auflösung. Touch-Erkennung gibt es gegen Aufpreis ebenfalls. Über dem Display sitzt eine mit Blende verschließbare 5 MP-Kamera, auf Wunsch mit IR-Sensor für Windows Hello.

Das IdeaPad Vibe soll im Oktober auf den Markt kommen. Die Der Preis für die 14- Zoll und die 15-Zoll-Variante startet jeweils bei 799 Euro.

Die gedeckten Farben Lowkey Grey und Moody Blue fehlen beim neuen IdeaCentre AIO i (Gen 11), der ebenfalls auf der IFA vorgestellt wird. Die neuen Modelle sind noch schlanker als ihre Vorgänger und bieten nun eine 30-mm-Höhenverstellung für das 23,8- oder 27-Zoll-Full-HD-Display. Die 120-Hz-Displays erkennen optional auch Touch-Eingaben. Über dem Display sitzt ein 5 MP-Webcam. Ein späteres Software Update soll für eine adaptive Beleuchtung mit die Steuerung von Lichtfarben und -effekten sorgen. Als Option bietet der Hersteller eine im Standfuß integrierte drahtlose Ladestation für Smartphones.

Beim Prozessor setzt Lenovo auf Intels neue Wildcat-Lake-Modelle mit dem Sechskerner Core 7 350 in der Top-Version. Copilot+ wird somit nicht unterstützt. Den IdeaCentre AIO i 24 Zoll wird es mit 8 oder 16 GB RAM geben, den 27-Zöller mit bis zu 32 GB.

Das neue IdeaCentre AIO i mit Intel-Core-3-Prozessor soll ab November verfügbar sein. Der Preis startet bei 999 Euro (UVP)

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