Cybersecurity in Leipzig Northwave baut Leipzig zum Standort für digitale Resilienz aus

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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Leipzig wird für Northwave zum Knotenpunkt für Digitale Souveränität und Cyberresilienz. Der neue Standort soll Mittelstand, Partner und Institutionen enger zusammenbringen. Dabei geht es um mehr als Bürofläche: Die Eröffnung zeigt, wie ernst Europas Cybersecurity-Debatte inzwischen ist.

(V. l.) Hesther Somsen (Botschafterin des Königreichs der Niederlande in Deutschland), Peter Ledermann (Vorstandsmitglied und Geschäftsführer Unite), Prof. Dr. Christian Hummert (Forschungsdirektor, Agentur für Innovation in der Cybersicherheit – Cyberagentur), Eileen Walther (General Manager, Northwave Deutschland) und Nico Durotin (Northwave Global Operations Coordinator und Moderator)(Bild:  Anika Dollmeyer)
(V. l.) Hesther Somsen (Botschafterin des Königreichs der Niederlande in Deutschland), Peter Ledermann (Vorstandsmitglied und Geschäftsführer Unite), Prof. Dr. Christian Hummert (Forschungsdirektor, Agentur für Innovation in der Cybersicherheit – Cyberagentur), Eileen Walther (General Manager, Northwave Deutschland) und Nico Durotin (Northwave Global Operations Coordinator und Moderator)
(Bild: Anika Dollmeyer)

Mit dem neuen Standort in Leipzig schärft Northwave Deutschland seine Präsenz im deutschen Markt. Das Unternehmen will von dort aus den Austausch mit mittelständischen Unternehmen, Partnern und Institutionen ausbauen. Im Fokus stehen Digitale Souveränität, Cyberresilienz und der Schutz von Lieferketten und kritischen Infrastrukturen.

Northwave begründet den Schritt mit einem Umfeld, das von geopolitischen Spannungen und technologischen Risiken geprägt ist. Leipzig dient dabei nicht nur als zusätzlicher Standort, sondern als Anlaufpunkt für den deutschen Markt und den weiteren Ausbau im DACH-Raum.

Mittelstand rückt stärker in den Fokus

Eileen Walther, General Manager bei Northwave Deutschland, ordnet das Thema deutlich ein: „Viele Unternehmen diskutieren Digitale Souveränität noch als technisches Thema. Tatsächlich geht es um die Frage, wie widerstandsfähig Unternehmen gegenüber Cyberangriffen, geopolitischen Veränderungen und Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern aufgestellt sind. Gerade für den deutschen Mittelstand wird das zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor.“

Der Satz trifft einen Nerv. Denn Digitale Souveränität bleibt in vielen Unternehmen oft auf die Ebene von Tools und Architekturen reduziert. Tatsächlich geht es um handfeste Risiken: Wer abhängig von einzelnen Plattformen, Dienstleistern oder Sicherheitsstrukturen ist, verliert im Ernstfall Handlungsspielraum.

Mehr europäische Handlungsfähigkeit gefordert

Zur Eröffnung kamen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Cybersicherheit zusammen. Unter den Gästen waren unter anderem Hesther Somsen, Botschafterin des Königreichs der Niederlande in Deutschland, Prof. Dr. Christian Hummert von der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit, Peter Ledermann von Unite sowie Petra Oldengarm, Präsidentin der Northwave Group.

In der Panel-Diskussion stand die Frage im Mittelpunkt, wie Europa seine Resilienz unabhängiger aufstellt. Petra Oldengarm formulierte es so: „Europäische Unternehmen brauchen europäische Handlungsfähigkeit. Digitale Souveränität entsteht dort, wo starke lokale Kompetenzen, belastbare Partnerschaften und unabhängige Cybersecurity-Expertise zusammenkommen. Der Schutz des Mittelstands ist dabei eine zentrale Aufgabe.“

Auch Hesther Somsen betonte die internationale Dimension: „Cybersicherheit kennt keine Grenzen. Angriffe können auf der anderen Seite der Welt beginnen und innerhalb kürzester Zeit Auswirkungen auf Unternehmen und Organisationen in Europa haben. Deshalb sind internationale Zusammenarbeit und starke europäische Partnerschaften ein entscheidender Bestandteil unserer Sicherheit.“

Standort mit Strategie, nicht nur mit Symbolik

Northwave ist nach eigenen Angaben seit sechs Jahren im DACH-Markt aktiv und verfügt über mehr als 20 Jahre internationale Erfahrung in Cybersecurity, Incident Response und Cyber-Resilienz. Vom Leipziger Standort aus sollen rund 30 Mitarbeitende den Dialog mit dem Markt intensivieren und das Wachstum unterstützen.

Die Eröffnung zeigt damit vor allem eines: Digitale Resilienz wird nicht mehr als Randthema behandelt. Für Unternehmen, Verwaltung und kritische Infrastrukturen rückt die Frage nach unabhängigen Sicherheitsstrukturen und belastbaren europäischen Partnerschaften spürbar nach vorn.

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