Definition Was ist Resilienz

Von Erik1

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Resilienz ist ein Begriff, der ursprünglich aus der Psychologie stammt. Er beschreibt die Fähigkeit einer Person zur Anpassung an Widerstände und Probleme. Doch wird der Begriff immer mehr auch in technischen Zusammenhängen und insbesondere in der IT Verwendung.

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Begriff Resilienz kommt ursprünglich aus der Psychologie und beschreibt die Fähigkeit einer Person zur Anpassung an Widerstände und Probleme. Dabei ist Resilienz ein dreiteiliger Prozess:

  • 1. auslösender Faktor
  • 2. Aktivierung der verfügbaren Ressourcen
  • 3. Bewältigung.

Eine gut ausgeprägte Resilienz schützt das System (in diesem Fall die Person) vor einem Zusammenbruch.

Analog zur Psychologie findet der Begriff Resilienz auch in technischen Zusammenhängen und insbesondere in der Informationstechnologie Verwendung. Ein typisches Beispiel ist das Notstromaggregat. Dieses stellt bei einem Stromausfall die Versorgung mit Elektrizität sicher. In der IT sorgen bestimmte Komponenten oder Server dafür, dass ein Gesamtsystem trotz eines Teilausfalls weiterhin funktioniert.

IT-Resilienz: Diese Gefahren gilt es zu bewältigen

In der IT ist Resilienz immer dann gefragt, wenn ein System einer konkreten Gefahr ausgesetzt ist. Diese Gefahr geht zumeist von drei Quellen aus:

  • Menschen – etwa wenn ein Mitarbeiter Schadsoftware herunterlädt oder Opfer eines Phishing-Versuchs wird
  • Prozessen – etwa wenn im System Komponenten fehlen, die bei einem Ausfall einer Komponente deren Funktion übernehmen
  • Technologie – etwa wenn das System technisch nicht in der Lage ist, auf einen Cyberangriff oder Stromausfall zu reagieren

Cyberresilienz: Mehr als nur Cybersicherheit

IT-Resilienz ist im Idealfall nicht nur ein Bündel einzelner Maßnahmen, sondern ein ausgeklügeltes Konzept. Dabei greift ein Rädchen ins andere. Allen potenziellen Gefahren wird vorausschauend begegnet – pro-aktiv, nicht reaktiv.

Eigenschaften resilienter IT-Systemen

Resiliente Cybersysteme sind dauerhaft widerstandsfähig. Sie passen sich schnell an Veränderungen an und zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität aus. Und bei Datenverlusten lässt sich ein resilientes IT-System rasch wiederherstellen.

Zu den Maßnahmen, welche die IT-Resilienz erhöhen, zählen eine funktionierende Datenabsicherung mit Backups und leistungsfähige Recovery-Tools. Eine Datenablage in der Cloud kann nach Serverausfällen zur Wiederherstellung dienen. Zudem dürfen Updates von Betriebssystemen nicht vernachlässigt werden. Außerdem müssen im Störungsfall die Verantwortlichkeiten geklärt sein. Plus: Die Mitarbeiter sollten regelmäßig geschult werden.

Positive Fehlerkultur als Schlüsselfaktor

Da der Mensch nach wie vor zu den größten Unsicherheitsfaktoren in einem Unternehmen zählen, sollten Firmen auf die Förderung einer resilienten Unternehmenskultur Wert legen. Zur Widerstandsfähigkeit gehört dabei auch ein kompetentes, sensibilisiertes Personal, das keine Angst hat, Fehler und Unsicherheiten einzugestehen, um daraus zu lernen.

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