Auch wenn der Boom innerhalb der UCC-Branche nach zwei Jahren Ausnahmezustand abgeflacht ist und die wirtschaftlichen Aussichten nüchterner erscheinen, kann der Markt positiv in die Zukunft blicken. Das nächste Kapitel von Collaboration-Tools wird gerade erst geschrieben.
Der englische Begriff Unified Communications (UCC) steht für die Vereinheitlichung verschiedener Kommunikationsmedien in einer einheitlichen Anwendungsumgebung.
(Bild: jamesteohart - stock.adobe.com)
Kaum ein Wirtschaftsbereich wird so häufig auf den Kopf gestellt, wie die IT-Branche. Zählt man das TK-Geschäft zu diesem Bereich, dann besticht dieses allerdings durch das Gegenteil, nämlich durch Beständigkeit. Fast jedes Unternehmen hat eine Telefonanlage, egal welcher Art. Wenn ein TK-Anbieter also wachsen möchte, geht das nicht über die Erschließung eines neuen Klientels, sondern durch bessere Angebote sowie Verdrängung, Zusammenschlüsse oder Übernahmen. Ähnlich wie das, was gerade bei Mitel passiert.
Konsolidierung als Schlüssel für Wachstum
Der kanadische Telekommunikationsspezialist plant, die UCC-Sparte Unify des französischen IT-Dienstleisters Atos zu übernehmen. Unify beinhaltet Unified-Communications-Lösungen (On-Premises), Unified Communications as a Service (UCaaS) und Cloud Contact Center as a Service (CCaaS). Kauft Mitel Unify, hätte das Unternehmen mehr als 75 Millionen Nutzer.
Die geplante Übernahme wäre jedoch nicht nur auf reines Wachstum beschränkt, sondern hätte auch technologischen Mehrwert. Zum einen ergänzen sich die Produktportfolios beider UCC-Anbieter sehr gut. Mitel ist seit jeher bekannt für seinen starken Kundenstamm bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Die Lösungen von Unify, welche aus der ehemaligen UCC-Sparte von Siemens hervorgingen, finden sich dagegen vermehrt im Enterprise-Umfeld. Somit würde Mitel in einen neuen Markt vorstoßen und sein Portfolio vergrößern.
Thomas Veit, Vice President Central Europe bei Mitel
(Bild: Mitel)
Wir sehen, dass vor allem bei KMU der Trend sehr stark zu Cloud-basierten Lösungen geht. Der Grund dafür ist der Kostenfaktor. Gleichzeit muss man erkennen, dass die klassische PBX–Anlage, die es vor 30 bis 40 Jahren gab, heute nicht mehr so existiert. Wir sprechen in der aktuellen Zeit vorrangig von hybriden Modellen.
Ein weiterer wichtiger Punkt für die geplante Akquise ist der große Serviceanteil von Unify. Christoph Veit, Channel Region Expert bei Mitel erklärt: „Unify kommt ganz klar von einer Service-getriebenen Produktverkaufsschiene und Mitel von einer produktgetriebenen Schiene mit Serviceanteil.“ Die Kunden von Mitel sollen also vor allem insofern von der Übernahme profitieren, dass ein vereinfachtes und klar definiertes hochwertiges Produkt- und Serviceportfolio angeboten wird. Denn dieser Faktor ist aktuell ein Schlüsselelement. Kunden werden bald nach Professional Services fragen, um die Kommunikation innerhalb ihres Unternehmens auf eine stabile Basis zu bringen. „Kommunikation ist am Ende des Tages in jedem Unternehmen ‚mission-critical‘“, ergänzt Veit.
Das Beste aus beiden Welten
Der TK-Markt zeichnet sich nicht nur durch ein komplett anderes Händlerumfeld aus als die „klassische“ IT-Branche, sondern verfolgt eine völlig andere Marktzugangsstrategie, die Mitel nach 50 Jahren Firmengeschichte in und auswendig kennt. Auch weil der Anbieter nie den Fokus auf seine Kernkompetenzen verloren hat, sondern stets seinem Markenkern treu geblieben ist. Gleichzeitig haben die Kanadier, genau wie andere Hersteller, die Cloudifizierung der Telekommunikationsbranche klar im Blick. Die Migration in die Cloud ist jedoch sehr individuell und variiert je nach Größe des Unternehmens.
Partnerstimme
Rouven Ashauer, Business Development Manager bei Controlware
(Bild: Controlware)
Generell verlagern sich die Collaboration-Services ganz eindeutig in die Cloud – dieser Trend betrifft allerdings eher die Meeting-Lösungen, nicht unbedingt die klassische Telefonie. Letztere hat als Kernkommunikationsmittel in vielen Unternehmen nach wie vor einen Sonderstatus.
Die Differenzierung zwischen Public und Private Cloud spielt dabei eine entscheidende Rolle. Dies gilt vor allem für Enterprise-Kunden und Institutionen mit einer kritischen Infrastruktur. Diese gehen das Thema aus unterschiedlichsten Gründen etwas langsamer an. Zum einen ist die Integrationstiefe in ihren Technologie-Stacks deutlich höher. Zum anderen unterliegen diese oft strengeren regulatorischen Vorgaben oder legen von sich aus einen hohen Stellenwert auf digitale Souveränität. Hinzu kommt wohl auch, dass bei Unternehmen dieser Größe, die Kostenstruktur in einzelnen Fällen keine ganz so große Rolle spielt, wie bei Unternehmen im kleineren oder mittleren Marktsegment.
Stand: 08.12.2025
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Ein Flickenteppich an Lösungen
Unabhängig von der Unternehmensgröße, arbeiten viele Unternehmen mit sogenannte Mixed-Environment-Lösungen. Eine zentrale Aufgabe für den Channel in diesem Jahr wird deshalb in der Zusammenführung und Vereinheitlichung von Technologie liegen. Denn vielerorts wurden UCC-Lösungen kurzfristig und ohne Strategie implementiert, um die Pandemiejahre bestmöglich zu bewältigen. Ein geschmeidiges Zusammenspiel verschiedener Kommunikationskanäle haben dagegen nur die wenigsten Unternehmen vorzuweisen. Bei diesem Prozess wird sich auch herauskristallisieren, welche Anforderungen eine zukunftsfähige Unified Communications-Lösung tatsächlich erfüllen muss.
Fokus auf das Wesentliche
Das Angebot an Lösungen auf dem Markt ist groß. Für die Kunden bedeutet dies, sich für die für sie passenden Lösungen zu entscheiden. Für die Hersteller und Distributoren gilt es, maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedliche Anforderungsprofile zu bieten. Fährt man auf Sicht, dann ist absehbar, dass auch im Jahr 2023 die Nachfrage nach flexiblen As-a-Service-Modellen mit variablen Kosten weiter ansteigen wird, selbst bei einem eher nüchternem Wirtschaftsklima. Es scheint also sinnvoll, das Augenmerk auf Konkretes zu legen. Zukunftstrends wie ChatGPT oder das Arbeiten in einem virtuellen Co-Working-Space stecken noch in den Kinderschuhen und sind aktuell mehr eine Black Box als ein konkretes Werkzeug, um Business-Prozesse von Unternehmen zu optimieren. Ralf Ebbinghaus, Geschäftsführer von Enreach kommentiert: „Die wichtigste übergreifende Entwicklung in der ITK-Branche wird auch im kommenden Jahr die zunehmende Verzahnung von Technologien bleiben, um die Nutzerfreundlichkeit zu steigern sowie Unternehmensprozesse effizient zu gestalten und zu verbessern.“
Partnerstimme
Matthias Bender, Leiter Competence Center Productivity & Applications bei IT-Haus
(Bild: Matthias Bender)
Viele UCC-Projekte wurden 2020 / 2021 kurzfristig aus dem Boden gestampft, um den Anforderungen von Remote-Arbeit / Home-Office während der Pandemie zu begegnen. Ich sehe im Jahr 2023 einen Fokus der Unternehmen darauf, diese manchmal überstürzten Projekte nachträglich um weitere Merkmale zur IT-Sicherheit zu ergänzen und in das vorhandene Informationssicherheitskonzept zu integrieren.
Unternehmen agieren (noch) zurückhaltend
Nach Zahlen von Gartner werden die Endkunden in den nächsten beiden Jahren wieder mehr in Collaboration-Tools investieren. Nachdem die Ausgaben für UCC-Tools im Jahr 2021 noch um 8,1 Prozent gestiegen sind, sanken sie 2022 um 2,9 Prozent. Für das Jahr 2023 sollen die Ausgaben aber wieder um moderate 1,5 Prozent steigen. Man muss trotz allem damit rechnen, dass die Preise und die Energiekosten in den kommenden Monaten weiterhin hoch bleiben. Hinzu kommt der immer noch anhaltende Krieg in Europa, sodass das Jahr 2023 durch ein hohes Maß an Unsicherheit geprägt sein wird. Für 2024 prognostiziert Gartner allerdings ein Wachstum von 5,7 Prozent für den UCC-Markt.
Hersteller
Florian Buzin, CEO bei Starface
(Bild: Starface)
Wir gehen davon aus, dass Miet- und Abo-Modelle auch im Jahr 2023 weiter auf dem Vormarsch sein werden. Betriebe sichern sich damit ein hohes Maß an Flexibilität – und können modernisieren, ohne ihr Eigenkapital anzugreifen. Das sind zwei ungemein wichtige Vorzüge, die unser Business nachhaltig befeuern dürften.
Unternehmen werden in den nächsten Monaten deshalb wohl noch zurückhaltend agieren und nur verhalten große Projekte anstoßen. Gleichzeitig könnten die aktuellen Umstände dazu führen, dass Unternehmen den Wechsel zu cloudbasierten Abo-Modellen eher in Betracht ziehen. Diese ermöglichen es den Unternehmen, weiter zu expandieren und mit dem Markt Schritt zu halten, und bei Bedarf auch flexibel zu skalieren. Für die IT-Teams bedeutet die Einführung neuer Cloud-Lösungen allerdings immer ein Plus an Komplexität. Sie müssen sich in das neue Tool einarbeiten und jedes Mal neu lernen, Assets und Daten auf eine andere Art und Weise zu managen.
Partner und Kunden mitnehmen
Bei Starface machten Miet- und Abo-Projekte schon im vergangenen Jahr über 50 Prozent des Neukundengeschäfts aus. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich dieser Trend auch im Jahr 2023 fortsetzen wir. Um Kunden mit Mixed-Environment-Umgebungen frühzeitig zu unterstützen, bieten die Karlsruher schon heute ein spezielles Modul für die Integration von MS Teams an, mit dem Anwender direkt in Teams auf viele Features der Starface- Anlage zugreifen können. „Die Lösung steht bei Partnern und Endkunden sehr hoch im Kurs, und ist für uns definitiv ein wertvoller Türöffner“, kommentiert Florian Buzin, CEO bei Starface.
Partnerstimme
Peter Sklenar, CEO bei Bearded Telematics
(Bild: Peter Sklenar)
Das klassische Tischtelefon wird immer mehr verschwinden. Mobilität und Flexibilität werden immer wichtiger. Wenn eine TK- / UCC-Anlage keine mobilen Apps bietet, werden die User nicht glücklich werden.
Auch Nfon ist als Cloud-TK-Anbieter bestens für die Zukunft aufgestellt. Gemeinsam mit der Tochter Deutsche Telefon Standard fahren die Münchner eine Zweimarkenstrategie, um sowohl TK- als auch IT-Partner bedienen zu können. Der klassische Telco-Bereich rund um den Sip-Trunk wird ausschließlich über die Telefon Standard vermarktet, wogegen Nfon als reine Cloud-Marke auftritt.
Hersteller
Jan Forster, CMO bei NFON
(Bild: NFON)
Die Mehrwerte der Cloud liegen auf der Hand. Dabei sollte jedoch berücksichtigt werden, dass rund 80 Prozent des Marktes immer noch in der alten Welt zuhause sind. Wir wollen hier als Brückenbauer fungieren und für beide Segmente ein gutes Offering anbieten. Mit unseren Brands Deutsche Telefon Standard und Nfon decken wir die gesamte Partnerlandschaft ab.
Die Aufgaben der Distribution
In der Distribution spielt das Thema Security eine immer wichtigere Rolle. Denn Mitarbeiter und Devices befinden sich heute nicht immer hinter einem schützenden Perimeter, sondern sind zunehmend über private und öffentliche Netzwerke angebunden. Hinzu kommt, dass immer mehr Applikationen in der Cloud genutzt werden, wo es der IT-Abteilung an Transparenz und Kontrolle fehlt.
KOMSA CSO Steffen Ebner im Gespräch
Steffen Ebner, CSO bei Komsa
(Bild: Komsa)
ITB: Welche Akzente möchte Komsa im Geschäftsjahr 2023 setzen?
Ebner: UCC ist weiterhin Top-Thema, um den Modernisierungsdruck im Mittelstand zu lösen. Wir setzen für dieses Jahr drei Schwerpunkte: die Integration von Telefonie in Microsoft Teams, den Aufbau einer guten Netzwerkinfrastruktur und das für gutes Arbeiten notwendige Zubehör wie Headsets und Videokameras. Diese Komponenten inklusive des Endpoint-Managements braucht es, damit UCC-Lösungen greifen können.
ITB: Wie beurteilen Sie das aktuelle Marktumfeld für UCC?
Ebner: Als Haupttreiber sehe ich nach wie vor das mobile Arbeiten. UCC verbindet und macht (Zusammen)Arbeiten in der heutigen Arbeitswelt erst möglich. Deshalb suchen Unternehmen nach mobilitätsfördernden und flexiblen Kommunikationslösungen. Ausgebremst wird die Entwicklung aktuell durch die gesamtwirtschaftliche und geopolitische Lage, die dazu führt, dass Unternehmen Investitionsvorhaben zurückstellen. Ich rechne aber damit, dass sich das im Laufe des Jahres auflösen wird und Unternehmen ihre Digitalisierungsvorhaben vorantreiben, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Solange Gespräche aber immer noch mit dem Satz „Kannst Du mich hören“ anfangen, ist die Ausstattung in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen nicht auf dem Stand, auf dem sie aus technologischer Sicht sein könnte.
ITB: Wo sehen Sie aktuell besonders viel Potenzial?
Ebner: Wachstumsstark ist vor allem der Bereich rund um die Netzwerkinfrastruktur. Nehmen wir als Beispiel den Gesundheitssektor, da ist der Modernisierungsdruck besonders hoch. Bei Kliniken und Pflegeeinrichtungen kommt es darauf an, Ärzten und Pflegekräften quasi von jedem Ort innerhalb der Einrichtung und abteilungsübergreifend Echtzeit-Zugriff auf die Patientenakte zu ermöglichen. Grundvoraussetzung dafür ist zunächst eine zuverlässige Netzverfügbarkeit und -geschwindigkeit, also gute Netzwerktechnik. Grundlegende Veränderungen erwarten wir in nächster Zeit im Customer Service Management: Mit KI-Lösungen wie beispielsweise ChatGPT können einfache Kundenanfragen künftig noch viel stärker standardisiert und automatisiert beantwortet werden. Mit Blick auf den Fachkräftemangel hilft das Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen dabei, ihre Mitarbeitenden zu entlasten und für anspruchsvolle Kundenanfragen freizuschaufeln.
Infolge dessen benötigen die Benutzer und Endgeräte einen verstärkten Schutz. Thomas Kind, Architecture Lead Security bei Comstor Germany, kommentiert: „Zentrale Aspekte sind eine robuste Zero-Trust-Architektur zum Schutz der Zugriffe, eine erste Verteidigungslinie in Form geschützter DNS-Layer und sicherer E-Mail-Kommunikation, eine starke Endpoint Protection – und natürlich zeitgemäße Tools für die schnelle Analyse von Bedrohungen und die Einleitung zeitnaher Gegenmaßnahmen bei einem Angriff.“ Angesichts der hybriden Arbeitswelten steigen auch die Anforderungen an Meeting- und Konferenz-Systeme. „Kunden erwarten heute skalierbare Lösungen mit Webinar-, Messaging-, Calling-, und Polling-Features und eine Technik im Hintergrund, bei der Zero Trust und flexible Schnittstellen hoch im Kurs stehen“, kommentiert Rouven Ashauer, Business Development Manager Collaboration von Controlware.
Antony Byford, VP Cloud Collaboration & UCaaS Europe bei Westcon
(Bild: Westcon-Comstor)
Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für Microsoft Teams. Aktuelle Studien gehen von inzwischen 280 Millionen aktiven Teams-Anwendern pro Monat aus. Bei Cloud-Modellen ist Wahlfreiheit und Flexibilität das A und O. Viele unserer Partner, darunter Avaya und Mitel, bieten heute sowohl Private- als auch Public-Cloud-Lösungen an. Welche im Einzelfall die richtige Wahl ist, hängt ganz vom Projekt und Partner ab. Generell verlagert sich das Business aber ganz klar hin zu Recurring-Revenue-Modellen. Ein wichtiges Argument ist dabei die hohe Resilienz der Cloud: UC-Lösungen sind für Unternehmen heute genauso wichtig wie Gas, Wasser und Elektrizität – und ein Ausfall der Infrastruktur, bei dem keine Kommunikation mit Kollegen, Kunden und Partnern mehr möglich ist, hätte für jedes Unternehmen verheerende Folgen.
Zuletzt werden auch KI-basierte Dienste eine wichtige Rolle spielen. Mit Blick auf den Fachkräftemangel hilft das Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen dabei, ihre Mitarbeiter zu entlasten und für anspruchsvolle Kundenanfragen freizuschaufeln. Ein spannendes nächstes Kapitel für die UCC-Branche.