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ITK-Markt: Segmente, Akteure und Entwicklung

Was ist der ITK-Markt?

| Autor / Redakteur: Oliver Schonschek / Wilfried Platten

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Markt für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik in Deutschland entwickelt sich positiv, insbesondere für Software-Hersteller und Service Provider. Er soll 2019 um 1,5 Prozent auf 168,5 Milliarden Euro ansteigen. Die Informationstechnik (IT) ist weiter der wichtigste Wachstumstreiber und baut ihre Bedeutung als größter Teilmarkt der Branche aus. Die Telekommunikation (TK) befindet sich wieder im Aufwärtstrend.

Die Informationstechnologie (IT) sowie die Telekommunikation (TK) sind Teilmärkte des ITK-Marktes. Dabei ist die Informationstechnologie der umsatzstärkste Teilbereich. In Deutschland erlebt der IT-Markt als Angebot und Nachfrage von Waren, Dienstleistungen und Rechten im Bereich Informationstechnologie (IT) ein weiteres Wachstum. Die Umsätze steigen laut Bitkom-Prognose im Jahr 2019 um 2,5 Prozent auf 92,2 Milliarden Euro.

Die ITK-Umsätze in Deutschland zeigen eine sehr erfreuliche Tendenz.
Die ITK-Umsätze in Deutschland zeigen eine sehr erfreuliche Tendenz. (Bild: Vogel IT-Medien)

Am stärksten wächst das Software-Segment, das ein Plus von 6,3 Prozent auf 26,0 Milliarden Euro verzeichnet. Der Markt für IT-Dienstleistungen, die auch das Projektgeschäft und IT-Beratung einschließen, wächst ebenfalls überdurchschnittlich um 2,3 Prozent auf 40,8 Milliarden Euro. Leicht rückläufig entwickelt sich dagegen das Hardware-Geschäft mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 25,4 Milliarden Euro.

TK im Aufwind

Die Telekommunikation ist wieder im Aufwärtstrend. 2019 legt der Markt voraussichtlich um 1,1 Prozent auf 67,3 Milliarden Euro zu. Steigende Umsätze werden sowohl für Dienste als auch für Endgeräte und Infrastruktur erwartet. Mit Telekommunikationsdiensten werden nach Bitkom-Berechnungen 49,2 Milliarden Euro umgesetzt (+ 0,8 %). Das Geschäft mit Endgeräten wächst auf 11,0 Milliarden Euro (+ 2,0 %), Investitionen in die Infrastruktur steigen auf 7,1 Milliarden Euro (+ 1,6 %).

Der TK-Markt hat seine temoräre Schwächephase überwunden.
Der TK-Markt hat seine temoräre Schwächephase überwunden. (Bild: Vogel IT-Medien)

Betrachtet man die Entwicklung seit 2015, wächst der ITK-Markt jährlich zwischen 0,4 Prozent (2016/2015) und 2,2 Prozent (2017/2016). Zwischen 2017 und 2018 schwächte sich das Wachstum etwas ab auf 1,9 Prozent.

IT als Wachstumstreiber

Die Informationstechnologie (IT) hatte auch in den Jahren 2015 bis 2017 den größten Anteil am Wachstum des ITK-Marktes und betrug zwischen 80,9 Milliarden Euro (2015) und 88,8 Milliarden Euro (2018). Der IT-Markt wuchs damit jährlich um 2,6 Prozent (2016/2015), 3,9 Prozent (2017/2016) und 3,1 Prozent (2018/2017).

Im Gegensatz dazu lag der Telekommunikationsmarkt (TK-Markt) in 2015 noch bei 67,1 Milliarden Euro und in 2018 bei 65,9 Milliarden Euro. Zwischen 2015 und 2016 sank der TK-Markt um 2,2 Prozent, dann wuchs der Bereich TK wieder gering mit 0,1 Prozent (2017/2016) und 0,4 Prozent (2018/2017).

Software-Hersteller wachsen am stärksten

Das größte Umsatzwachstum im deutschen ITK-Markt verzeichnen die Software-Hersteller (ein Plus von 6,3 Prozent). Neben den großen Software-Herstellern haben daran die ISV (Independent Software Vendors) einen Anteil, die unabhängig von den führenden Anbietern Software entwickeln und vermarkten. Die IT-Provider, die Dienstleistungen im IT-Bereich anbieten, haben nach Bitkom-Angaben einen Umsatzanstieg um um 2,3 Prozent. An letzter Stelle der Wachstumsentwicklung liegen die IT-Hardware-Hersteller. Sie müssen einen Rückgang verzeichnen (Minus von 0,7 Prozent).

Den größten Anteil am TK-Markt hatten die TK-Dienste mit 49,3 Milliarden Euro in 2015, in 2018 war das Volumen bis auf 48,5 Milliarden Euro gefallen. Die TK-Endgeräte erreichten einen Markt von 11,3 Milliarden Euro in 2015, in 2018 war das Volumen noch 10,7 Milliarden Euro.

Der Bereich TK-Infrastruktur lag in 2015 bei 6,5 Milliarden Euro und lag 2018 bei 6,7 Milliarden Euro. Dieser Markt verzeichnet seit 2015 durchgehend ein Wachstum von 1,7 Prozent (2016/2015), 0,5 Prozent (2017/2016) und 1,4 Prozent (2018/2017). Der Markt für TK-Endgeräte unterliegt einer starken Fluktuation und verwandelte ein Minus von elf Prozent (2016/2015) in ein Wachstum von 4,7 Prozent (2017/2016) und 1,3 Prozent (2018/2017). Besonders schwach war in den letzten Jahren die Marktentwicklung im Bereich TK-Dienstleistungen mit einer Abnahme von 0,7 Prozent (2016/2015) und 1,0 Prozent (2017/2016), um dann mit nur 0,1 Prozent zu wachsen (2018/2017). In 2019 sollen jedoch alle Teilbereiche des TK-Marktes wieder wachsen.

Provider haben weiterhin den größten Anteil am Umsatz im ITK-Markt

Die Umsatzverteilung unter Providern, Software-Herstellern und Hardware-Herstellern im deutschen ITK-Markt unterstreicht die Bedeutung des Service-Geschäftes, mit IT-Dienstleistungen wird in 2019 der größte Umsatz im IT-Teilmarkt realisiert (40,8 Milliarden Euro). Mit Telekommunikationsdiensten werden nach Bitkom-Berechnungen 49,2 Milliarden Euro umgesetzt, hier sind die Dienstleistungen ebenfalls der größte Teilmarkt.

Der Channel als Vertriebskanal im ITK-Markt spiegelt diese Umsatzentwicklung hin zum Provider-Geschäft wider. Viele Channel-Partner haben das Provider-Geschäft für sich entdeckt oder sind auf dem Weg hin zum Service Provider.

ITK-Markt umfasst auch die Bereiche Infrastruktur, Informationen und Digital Business. Er ist ein vielfältiger Service-Markt, wobei die ITK-Services von der Erbringung von Infrastrukturdiensten über die Speicherung und Analyse von Informationen bis hin zum Betrieb vollständiger Lösungen für die Digitalisierung von Geschäftstätigkeiten reichen. Dabei werden Lösungen aus den Bereichen Infrastruktur, Endgeräte, Software und Services kombiniert, die entweder in Standardkonfigurationen oder als kundenindividuelle Lösung angeboten und betrieben werden.

ITK-Trends beflügeln und hemmen den ITK-Markt

Die aktuellen Entwicklungen und Trends beeinflussen den ITK-Markt sowohl positiv als auch negativ. Die Zunahme an ITK-Risiken wie zum Beispiel Cyber-Attacken, die Sorge um den Datenschutz und der Fachkräftemangel können den ITK-Markt in seiner Entwicklung bremsen. Die Sicherheit erhält einen zunehmend wichtigen Stellenwert bei Anwendern und erlebt ein Umsatzwachstum.

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