Christian Werner, seit 2017 Geschäftsführer von Logicalis Deutschland, legt im Gespräch mit IT-BUSINESS sein Erfolgsrezept dar. Partnerschaften würden sowohl auf lokaler als auch globaler Ebene gepflegt, und ein Partner hat es ihm besonders angetan.
Christian Werner ist seit 2017 Geschäftsführer von Logicalis Deutschland.
(Bild: Logicalis)
Gestartet als Netzwerkintegrator hat das IT-Systemhaus Logicalis im Laufe seiner Geschichte 25 Unternehmen akquiriert. Seit Januar 2017 stehen die Aktivitäten unter Leitung von Christian Werner. In dieser Zeit ist der Anbieter für Digitale Transformation und Managed Services von über 250 Mitarbeitern auf mittlerweile mehr als 400 gewachsen. Gleichzeitig hat man die ehemaligen Standorte Frankfurt (Zentrale), Berlin, Düsseldorf, Köln, München und Stuttgart auf nur noch drei konsolidiert.
„In den letzten Jahren haben wir kontinuierlich unser Geschäft ausgebaut. Einhergehend stieg damit auch der Bedarf an Fachkräften“, erläutert Werner. „Unabhängig davon haben wir uns entschlossen, die Anzahl der Standorte zu reduzieren, sodass wir jetzt in Frankfurt, Köln und München mit komplett neuen modernen Offices präsent sind. Die Entscheidung ist vor dem Hintergrund der neuen hybriden Arbeitswelt gefallen, die wir mit Corona eingeführt haben und auch fortführen werden.“
Partnerschaften führen zum Erfolg
Eine entscheidende Rolle für das Wachstum spielt das Partnernetzwerk, zu dem beispielsweise auch Cisco, Oracle, NetApp, Microsoft, Hitachi Vantara, Azul oder auch Dell gehören. „Dank dieser und zahlreicher weiterer Partnerschaften können wir Unternehmen in unterschiedlichsten Digitalisierungsthemen zur Seite stehen. Dies betrifft nahezu alle Bereiche von Connectivity, über Cloud bis hin zu Data Management oder auch IoT. Eine enge Zusammenarbeit mit den Partnern in Bereichen wie Vertrieb, Marketing und Technologie ist hier essenziell“, erläutert Werner.
Um die durch die vielen Akquisitionen mit an Bord geholten Partner-Programme zu vereinheitlichen, messe man bei Logicalis dem Ansatz „think global, act local“ einen großen Stellenwert bei. Das bedeute konkret, dass Partner nach Ihrer Funktion eingestuft werden. Im globalen Kontext seien beispielsweise Cisco oder auch Microsoft extrem wichtig, auf regionaler Ebene dagegen andere, die spezielle Märkte und Zielgruppen bedienen können. „Mit dieser Vorgehensweise ermöglichen wir einerseits eine global einheitliche Handlungsfähigkeit in strategischen Segmenten, sichern uns aber zugleich die notwendige Flexibilität auf Länderebene.“
Das entspreche auch der Ausrichtung von Logicalis im Partnergeschäft – schnelle Entscheidungen durch kurze Wege und lokale Entscheidungshoheit würden kombiniert mit umfassender Internationalität. So sei man in der Lage, auch komplexe Projekte über Regionen hinweg zu realisieren. Dies sei auch kürzlich durch eine Kundenzufriedenheitsumfrage bestätigt worden.
Werner beobachtet kontinuierlich den Markt, die Anforderungen der Kunden und die technische Entwicklung, um gegebenenfalls neue Partnerschaften einzugehen. Neuen Partner stehen Neuerungen im Portfolio rund um den Einsatz von KI-Technologien gegenüber. Zudem rücke das Thema Nachhaltigkeit verstärkt in den Fokus, beispielsweise im Rahmen gesonderter Rücknahme-Programme von genutzter Hardware oder Zertifizierungen. „Ein weiterer wichtiger Aspekt ist Customer Experience“, so der Geschäftsführer. „Da geht es um die ganzheitliche Sicht auf den Kunden, beginnend bei Beratung bis hin zu Integration, Betrieb und Services.
Cisco hat Partnerschaft im Blut
Ein vergleichsweise neuer Partner sei Splunk, der übrigens im vergangenen Jahr von Cisco übernommen wurde. Cisco ist damit noch einmal näher an Logicalis herangerückt und stellt nun einen der wichtigsten Partner dar. „Das ist ein Hersteller, der das Arbeiten mit Partnern in vorbildlicher Weise in seiner DNA hat. So haben wir unter anderem in den letzten Monaten gemeinsam das Thema Private 5G für Unternehmen vorangetrieben. Und auch unser gemeinsames Engagement im Bereich Nachhaltigkeit zeigt erste Früchte.“ Logicalis war Ende vergangenen Jahres auf dem Cisco Partner Summit zum Sustainability Partner of the Year Year ernannt worden.
Die „Intelligent Connectivity powered by Cisco“-Suite inclusive Private 5G, SD-WAN, SASE/SSE, SD-Access und ACI Data Centre sei mittlerweile das zentrale Werkzeug für die Transformation im Netzwerkbereich. „Ein modernes Netzwerk ist heute das Rückgrat von Unternehmen – nicht nur im Büro, sondern auch in Fertigungshallen oder auf weitläufigen Unternehmensarealen. Alles ist verbunden – von Menschen, Geräten bis hin zu Sensoren“, erklärt Werner. Hier seien Aspekte der Geschwindigkeit, Durchsatz, Latenzen, Security und auch des zentralen Managements entscheidend. Und eben hier könne Cisco punkten. Daher habe Logicalis entschieden, den Weg mit Cisco gemeinsam zu gehen und passende Services anzubieten.
Stand: 08.12.2025
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Das Thema Nachhaltigkeit spiele Logicalis sowieso in die Karten, Werner macht dafür eine erhöhte Nachfrage auf Kundenseite aus, „beispielsweise im Rahmen von Ausschreibungen“. Nachhaltigkeit habe sich von einem Hype-Thema zu einem strategischen Wettbewerbsvorteil entwickelt. Dies betreffe nicht nur die Außenwirkung von Unternehmen, sondern sei auch „ein echter Kostenfaktor“. Werner: „Denken Sie beispielsweise an Rechenzentren mit hunderten von Servern oder Switches. Auf Nachhaltigkeit, sprich geringeren Energieverbrauch, ausgelegte Komponenten können hier schnell mehrere 10.000 Euro im Betrieb ausmachen.“