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Definition Was ist ein Partnerprogramm?

Redakteur: Sylvia Lösel

Hersteller, die ihre Produkte indirekt vertreiben – also nicht direkt an den Kunden, sondern über Händler – bieten für diese Partnerprogramme an. Wofür diese gut sind und was sie leisten können, ist sehr individuell geregelt.

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Partnerprogramme beinhalten meist mehrere Partner-Stufen.
Partnerprogramme beinhalten meist mehrere Partner-Stufen.
(Bild: Pixabay)

Für Partnerprogramme können sich Fachhändler, Systemhäuser, Service Provider etc. registrieren beziehungsweise qualifizieren. Ziel ist es, damit einerseits Qualitätsstandards hinsichtlich Beratung, Installation und Service in Bezug auf die jeweiligen Produkte zu garantieren, andererseits Vertriebsanreize für den Fachhandel zu setzen.

Die meisten Partnerprogramme sind in mehrere Stufen gegliedert. So gibt es beispielsweise Gold-, Silber- und Platin-Stufen ebenso wie Registered-, Authorized- und/oder Professional-Level.

Ausgefeilter Kriterienkatalog

Unabhängig von der Benennung erfolgt die Qualifikation für die einzelnen Level nach definierten Kriterien. Dies sind zumeist bestimmte Schulungen und Trainingseinheiten, die absolviert werden müssen, um das entsprechende Level zu erreichen. Oft wird der Partnerstatus auch an einen Mindestumsatz gekoppelt, sowie an eine bestimmte Anzahl vertrieblicher und technischer Mitarbeiter, die sich für die Produkte des Herstellers qualifizieren müssen.

Umgekehrt erhalten die Partner entsprechend ihrer Qualifizierung aber auch definierte Werbekostenzuschüsse, Boni, Rabatte und Service-Unterstützung. In den vergangenen Jahren hat sich oft auch eine Vertriebs-Unterstützung der Partner vor Ort beim Kunden etabliert.

Ein weiteres Element ist die Projekt-Registrierung (Deal Registration), durch die ein Partner, der ein Kundenprojekt akquiriert hat, einen gewissen Schutz gegenüber Angeboten anderer Händlern hat. In der Regel erhält dieser Partner beim Einkauf von Produkten besondere Projektkonditionen.

Aktuelle Partnerprogramme finden Sie in folgenden Artikeln:

Enterprise-Cloud-Spezialist will im Mittelstand mehr Kunden gewinnen. Dafür setzt der Hersteller nun das Velocity-Programm auf.

Mit einem neu aufgelegten Partnerprogramm und offenen Speicher-Lösungen mit ZFS-Betriebssystem will der Storage-Hersteller Qsan neue Vertriebler gewinnen.

Bestehende Registered Reseller werden beim überarbeiteten Partnerprogramm von Acer, das ab Juli in Kraft tritt, automatisch in den Rang eines Silver-Partners hochgestuft. Welche Vorteile das mit sich bringt, lesen Sie hier:

Ab dem 1. August gibt es bei Pure Storage ein neues Partnerprogramm. Welche Änderungen der Anbieter von Flash-Speicherplattformen vorgenommen hat, lesen Sie in folgendem Artikel.

Der USV-Hersteller Eaton setzt bei der neuen Registered-Stufe des Channel-Programms auf die Weiterbildung der Partner. Die Registered-Stufe ist umsatzunabhängig.

Der Thin-Client-Spezialist Igel fokussiert bei der Neuausrichtung des Partnerprogramms das Endpoint Management und führt dazu zwei Premium-Stufen ein.

D-Link richtet sich neu aus. Das betrifft auch das Partnerprogramm, bei dem mit einem neuen Level auch kleinere Reseller ohne konkrete Umsatzvorgaben aufgewertet werden sollen.

Nokia startet gemeinsam mit dem Mobilfunkdistributor Brodos das „Nokia Quality Partner Programm“. Welche Vorteile das Programm bietet und wie Sie sich dafür registrieren, lesen Sie hier:

Seit April steht das neue „Global Partner Program“ von Mitel. Im Vergleich zum bisherigen Partnerprogramm hat der Hersteller von Kommunikationslösungen das Programm stark vereinfacht. Was genau angepasst wurde, lesen Sie in folgendem Artikel.

Ab sofort können sich Fachhandelspartner des IP-Telefonie-Spezialisten Snom für das neue Partnerprogramm registrieren. Durch den geplanten kontinuierlichen Ausbau des Partnerprogramms, möchte das Berliner Unternehmen die Betreuung der Fachhändler intensivieren und neue Reseller dazu gewinnen.

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