Business Scout: Desktop-PCs

Klassische PCs bringen konstanten Umsatz

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

PC-Plattformen

Für die Leistungshungrigen sind es derzeit Intels Core i7 und AMDs Dragon-Plattform, die das Herz des Enthusiasten höher schlagen lassen. Unter anderem haben die positiven Testberichte der Gamer-Magazine nach Aussagen von Michael Schmid, Unternehmenssprecher von AMD, zu einer wachsenden Nachfrage nach Phenom-CPUs geführt. Dies biete dem Fachhandel eine besondere Chance, da Rechner auf AMD-Basis nicht bei den Media-Saturn-Märkten zu finden seien. Hier könne der Fachhandel nach Ansicht Schmids punkten. Wenn es um den Rechner für den Arbeitplatz geht, liegen Plattformen mit mobilen Fähigkeiten, wie Energie-Effizienz und geringer Geräuschentwicklung im Trend. Daher ist Intels Atom-CPU immer öfters in Desktops zu finden.

Klein und energieeffizient

Leistungsstark und gleichzeitig Energie sparend soll der jüngst vorgestellte Vertion-PC X270 von Acer sein. Er ist nur etwa ein Drittel so groß wie ein herkömmlicher Tower, bietet aber mit aktuellen Intel-CPUs ausreichend Leistung auf für anspruchsvolle Anwendungen. Dies spiegelt den Trend hin zu kleinen Formfaktoren wider, mit denen der PC wieder auf den Schreibtisch wandert. Interessant für den Fachhandel ist zudem, dass Acer den BrandGateway doch in Deutschland einführt. Dieser adressiert den gehobenen Mittelstand und soll nur über zertifizierte Fachhändler vertrieben werden. Damit ist Acer mit insgesamt vier Marken – Acer, Packard Bell, eMachines und Gateway – im PC-Markt vertreten.

Einen Beitrag zur Energie-Effizienz liefert auch Fujitsu Siemens Computers mit dem Null-Watt-PC. Dieser benötigt ausgeschaltet und selbst im Ruhezustand keinen Strom, bleibt aber in festgelgeten Zeitfenstern trotzdem administrierbar, um zum Beispiel Updates zu installieren. Diese Funktion soll ab Sommer in den Esprimo-Reihen E7935 und P7935 verfügbar sein. Damit greift FSC einer EU-Richtlinie vor, nach der PCs im Stand-by-Modus ab Januar 2013 weniger als 0,5 Watt Strom verbrauchen dürfen.

Atom auf dem Vormarsch

Mit dem Compaq CQ2000 auf Atom-Basis erfüllt HP bereits die Anforderungen der Richtlinie Energy Star 5.0, bevor diese im Juli überhaupt in Kraft tritt. Der Rechner mit einem Atom-230-Prozessor, einem GigabyteRAM und einer 160-Gigabyte-Festplatte soll Endkunden knapp 300 Euro kosten – Windows XP Home inklusive.

Einen Office-PC mit einem Atom T330 hat auch ICO im Angebot. Den Balios T92 bietet der Hersteller aus Diez an der Lahn mit Slimline-Brenner, 2,5-Zoll-Festplatte und einem Gigabyte RAM ab rund 340 Euro. Das Betriebssystem ist in dem Preis aber noch nicht enthalten.

Lenovo wirbt für die Desktop-PCs der Thinkcenter-Reihe M58 und M58p damit, dass diese bereits die Richtlinien des Energy Star 5.0 erreichen oder sogar übertreffen. Die Rechner sind unter anderem als Small Form Factor und Eco Ulta Small Form Factor erhältlich und liegen damit im Trend hin zu kleinen Gehäusen, die auf dem Schreibtisch Platz finden.

Nach der Insolvenz im vergangenen Jahr hat sich inzwischen der Brand Maxdata zurückgemeldet, den Quanmax im November 2008 übernommen hat. Das Unternehmen liefert neben Servern in der Reihe Favorit Desktop-PC-Systeme für alle Anforderungen. Bemerkenswert war das erste Endkundenspecial dieses Jahres: Der Favorit 3000 AD im schlanken Gehäuse arbeitet mit einem AMD Athlon 64 X2 und richtet sich an Unternehmen, die einen preisgünstigen Office-PC suchen.

Design im Blick

Den »ästhetischen Purismus der Nichtfarbe Weiß« hat Tarox für seine White Line entdeckt. Darin findet sich unter anderem der Midi-Tower der Business-3000-W-Line. Neben dem Design hat der Hersteller auf eine geringe Geräuschentwicklung und einen niedrigen Stromverbrauch geachtet.

Transtec bietet mit dem Senyo E1 und E2 820 Eco PC zwei Serien, die bis zu 50 Prozent weniger Strom verbrauchen als herkömmliche PCs. Der niedrige Energieverbrauch wird unter anderem durch das 80-Plus-Netzteil erreicht und geht mit einer geringen Geräuschentwicklung einher. Die Preise beginnen bei 370 Euro (UVP).

Wortmann hat Anfang des Jahres den High-End-Gamer-PC 8500 i940 vorgestellt, der auf Intels Core i7 basiert. Der Intel-CPU i7-940 steht darin eine Geforce GTX280 zur Seite. Interessant ist daneben der Terra PC Home 3000, ein Nettop auf Atom-Basis im Mini-ITX-Format.

Auf der nächsten Seite schildern Branchenexperten, wie sie die Entwicklung im Desktop-Markt einschätzen.

(ID:2020145)