Business Scout: Desktop-PCs Klassische PCs bringen konstanten Umsatz

Redakteur: Christian Träger

Desktop-PCs haben es schwer. Schon seit Jahren stagnieren die Absatzzahlen, während Note- und Netbooks in der Käufergunst ständig zulegen können. Doch auch in den finanziell schwierigen Zeiten gibt es Lichtblicke in bestimmten Nischen.

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Viele Hersteller holen den Rechner wieder auf den Schreibtisch.
Viele Hersteller holen den Rechner wieder auf den Schreibtisch.
( Archiv: Vogel Business Media )

Vor dem Hintergrund der Marktzuwächse mobiler Computer zeigt sich, dass Desktop-PCs zunehmend schwerer zu verkaufen sind. Gerade private Konsumenten haben im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr vier Prozent weniger stationäre Rechner gekauft: Nur insgesamt 1,35 Millionen PCs gingen demnach über die Ladentheken. Im gleichen Zeitraum stieg der Absatz an Notebooks dagegen um über 47 Prozent.

Die Marktforscher von Gartner gehen für Desktops von etwas höheren Absatzzahlen aus und sagen für 2009 Stückzahlen von knapp 1,5 Millionen verkauften PCs vorher, womit der Markt aber auch um gut 21 Prozent zurückgehen würde.

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Standbein Business

Ein wenig besser sieht die Lage laut Gartner im Business-Segment aus, in dem die verkauften Stückzahlen nur um 18,7 Prozent sinken sollen. Geschäftskunden werden somit immerhin noch gut 2,4 Millionen Desktop-Rechner kaufen. Besonders stark werden nach Ansicht der Marktforscher die Einbrüche im zweiten und dritten Quartal sein. Grund hierfür ist vor allem, dass viele Unternehmen den notwendigen Hardware-Austausch aufgrund der Finanzkrise erst einmal verschieben. In diesem Zusammenhang werden auch keine besonderen Impulse von Windows 7 erwartet, das Ende des Jahres auf dem Markt erscheint, da es voraussichtlich mit den vorhandenen Hardware-Ressourcen auskommt.

Dass 2009 kein leichtes Jahr für den Markt der Desktop-PCs wird, zeigen auch die Vorhersagen von IDC. Demnach soll der Gesamtmarkt um 13,2 Prozent schrumpfen. In Stückzahlen bedeutet dies nach Ansicht der Analysten, dass Unternehmen etwa 2,5 Millionen Desktops kaufen werden, während private Konsumenten sich 1,3 Millionen neue Rechner zulegen. Der gesamte Rechner-Markt aus Desktop-PCs, Notebooks und Servern soll aber bereits im dritten Quartal wieder ins Plus kommen und 2010 deutlich wachsen.

Trendsetter

Obwohl kaum noch jemand den Begriff von der Green IT hören kann, ist die Idee, die dahinter steht, ein gutes Verkaufsargument. Denn die steigenden Energiekosten lassen den Stromverbrauch zu einem wichtigen Einsparpotenzial werden. Beispielrechnungen, wie viel Geld sich beim Einsatz moderner PCs bei den Stromkosten einsparen lässt, dürften so manchen Unternehmer von der Attraktivität neuer Hardware überzeugen.

Effizientere Netzteile und Zertifizierungen nach den neuesten Energy-Star-Richtlinien sind in diesem Zusammenhang ebenfalls gut zu vermittelnden Kriterien.

Ein Trend geht auch hin zu kleineren Formfaktoren. Besonders Acer sieht schon seit einiger Zeit den Wunsch der Kunden, den Desktop wieder auf den Schreibtisch zu bringen. Griffige Namen wie der 3-Liter-PC können ein interessanter Einstieg in ein Beratungsgespräch sein. Bis zum Argument, dass es sinnvoll ist, die USB-Schnittstellen auf dem Schreibtisch zu haben, wo sie gut zu erreichen sind, ist es nur ein kleiner Schritt. Von großer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Frage nach der Geräuschentwicklung. Hier liegt es dann an der Plattform, die mit wenig Hitze und Kühlaufwand die geforderte Leistung bringen muss.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über aktuelle Trends bei den Desktop-PCs.

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