Fsas Technologies Summit 2026 Digitale Souveränität heißt Wahlfreiheit

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Auf dem Technologies Summit betonte Fsas die Bedeutung der Digitalen Souveränität für das Geschäft in Europa. Dazu gehört auch die Entwicklung eigener Technologien für KI, Server und Quantencomputer. Zudem soll das Channel-Geschäft weiter gestärkt werden.

Wadwa nutzte bei seiner Keynote wieder die Analogie von Fsas Technologies als „Schweiz der IT“, um die Neutralität und Unabhängigkeit des Unternehmens zu betonen; diesmal mit einem Steinbock als Symbol für die Trittsicherheit in einer schwierigen Umgebung.(Bild:  Patrick Pollmeier, Vogel IT-Medien)
Wadwa nutzte bei seiner Keynote wieder die Analogie von Fsas Technologies als „Schweiz der IT“, um die Neutralität und Unabhängigkeit des Unternehmens zu betonen; diesmal mit einem Steinbock als Symbol für die Trittsicherheit in einer schwierigen Umgebung.
(Bild: Patrick Pollmeier, Vogel IT-Medien)

Bereits zum zweiten Mal fand der Fsas Technologies Summit als zweitägige zentrale Hausmesse im Showpalast München statt. Auf dem weitläufigen Gelände, das auch für Pferdeshows bekannt ist, tummelten sich Anfang Juli rund 2.000 Kunden, Partner und Fsas-Mitarbeiter. Ein zentraler Punkt war auch dieses Jahr wieder die Digitale Souveränität. Schließlich macht Fsas einen erheblichen Teil seines Geschäfts mit öffentlichen Auftraggebern, für die das Thema immer wichtiger wird.

Fsas Technologies Summit 2026
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Fsas als Schweiz der IT

Auf seiner Keynote nutzte Santosh Wadwa, Vice President und Head of Platform Business Germany, wieder das Bild von Fsas Technologies als „Schweiz der IT“, um damit die Neutralität und Vertrauenswürdigkeit von Fsas als japanischem Unternehmen hervorzuheben. Digitale Souveränität bedeutet für Wadwa allerdings nicht Autarkie, die sei auch gar nicht erreichbar, sondern Wahlfreiheit. Zwar soll die Abhängigkeit von digitalen Lösungen aus den USA sinken, aber der „Mindset-Change“ zu „mehr digitaler Mündigkeit“ brauche seine Zeit. Prinzipiell arbeitet Fsas allerdings mit allen Technologiepartnern zusammen, solange Wahlfreiheit für die Kunden erhalten bleibe.

Ganz neu ist die Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Storagehersteller Everpure. Fsas wird seinen Kunden das gesamte Everpure-Portfolio anbieten mit Schwerpunkten auf den FlashArray-Systemen und der Storage-as-a-Service-Lösung. Laut Fsas unterstützt die Partnerschaft zudem die Resilienz- und Nachhaltigkeitsziele von Unternehmen.

Schon länger kooperiert Fsas eng mit dem US-Unternehmen Supermicro und vertreibt dessen GPU-Server, angereichert mit eigenem Support. Allerdings sind mit den Primergy-Modellen GX2580 M8s und GX2550 M8s nun zwei leistungsstarke GPU-Server ins Fsas-Portfolio aufgenommen worden, die zwar auf Supermicro-­Designs basieren, aber im japanischen Kasashima-Werk montiert werden. Für Fsas bedeutet die Einführung der beiden Systeme einen wichtigen Schritt für die Strategie „Made in Japan – Trusted Infrastructure for Enterprise AI“. Mit ihr will das Unternehmen vor allem Kunden adressieren, die einen hohen Wert auf Governance und Risikomanagement legen.

Monaka-Prozessor und Quantencomputing als Zukunftstechnologien

Fsas zeigte auf dem Technologies Summit ein verkleinertes Modell des 64-Qubit-Quantencomputers der Mutterfirma Fujitsu.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Fsas zeigte auf dem Technologies Summit ein verkleinertes Modell des 64-Qubit-Quantencomputers der Mutterfirma Fujitsu.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Daneben will Fsas aber auch die eigene technolo­gische Entwicklung weiter stärken, wie Wadwa betont. Wichtige Bausteine dabei sind der von Fujitsu entwickelte ARM-­Prozessor Monaka, der ab kommenden Jahr in Primergy- und Supermicro-Servern breit verfügbar sein soll, eigene souveräne KI-Lösungen sowie ein intensives Engagement bei der Quantentechnologie. Monaka soll bei der KI-Inferenz deutlich sparsamer gute Ergebnisse liefern als die üblichen GPU-Lösungen. Zum Thema Künstliche Intelligenz sagt Wadwa: „Für uns ist wichtig, dass unsere KI fair und sicher ist.“ Er verweist dabei auf die Private-GPT-­Lösung mit einem LLM vom französischen Anbieter Mistral, die Kooperation mit der kanadischen KI-Firma Cohere, in die Fujitsu investiert hat, sowie auf das gemeinsam mit Cohere entwickelte Takane-LLM. Zudem pflegt Fsas enge Partnerschaften mit dem Open-Source-­Unternehmen Proxmox und dem Postgres-Projekt. Für die quelloffene VMware-Alternative und die freie Datenbank bietet Fsas Support an.

Neues Partnerportal in Arbeit

Den Fsas-Partnern erklärt Birgit Schreiber, Head of Sales Development bei Fsas Technologies, dass die Verfügbarkeit und die Lieferzeiten von Arbeitsspeicher und Storage-Medien auch für ihr Unternehmen eine Herausforderung bedeuten, die aber in Zusammenarbeit mit den Distributoren bewältigt werden kann. Vor allem die Value4you-Produkte seien gut lieferbar und für größere BTO-Projekte gebe es Einlagerungsmöglichkeiten bei der Distribution. Zudem sei ein neues Partnerportal in Entwicklung, das alle Funktionen unter einer Oberfläche vereint.

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