Channel Fokus: Managed Services Dienstleistungen sind Geschäftstreiber

Von Ann-Marie Struck

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Es klingt fast schon abgedroschen, aber Managed Services sind im Channel angekommen. Seit Jahren spricht die ITK-Branche vom Aufschwung des Dienstleistungsmodells. Jetzt ist es zu einer unabdingbaren Voraussetzung und fast schon zum Standard im Markt geworden.

Mit unserem IT-BUSINESS-Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen.
Mit unserem IT-BUSINESS-Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen.
(Bild: apinan - stock.adobe.com )

Mehrwert, darum geht es in der Wirtschaft. Seine Waren einfach zu verkaufen zieht bei Kunden heutzutage nicht mehr. Im digitalen Zeitalter können sie über das Smartphone aus der Straßenbahn heraus über Online-Plattformen alles ­einkaufen. Um dagegen anzukommen, braucht es den besagten Mehrwert. Dieser liegt meist im Service. Den Trend zur Veredelung durch Services zeigt sich auch im ITK-Channel.

Kistenschieben ist schon lange vorbei. Nur mit einem zusätzlichen Mehrwert, können Partner sich von der Konkurrenz abheben und am Markt bestehen bleiben. Um am Markt bestehen zu bleiben, braucht es einen zusätzlichen Wert. Dieser liegt in Managed Services und ­immer mehr Partner / Systemhäuser bieten das Bereitstellungsmodell an, wie die ­Ergebnisse des IT-BUSINESS-Panels bestätigen. Denn 91 Prozent der befragten Partner / Systemhäuser / MSPs halten Managed Services „wichtig“ für ihr Geschäft. Davon bewerten sie sogar 40 Prozent mit „sehr wichtig“. Als „Sehr unwichtig“ bezeichnet sie keiner der befragten Teilnehmergruppen, und lediglich 4 Prozent halten sie noch für „unwichtig“ für ihr Business.

IT-BUSINESS-Panel 2022: Managed Services
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Das schlägt sich auch im Umsatz nieder. 35 Prozent der Partner / Systemhäuser / MSPs geben an, dass Managed Services 20 bis 40 Prozent ihrer Dienstleistungserlöse ausmachen. Bei 25 Prozent liegt der Anteil noch bei unter 20 Prozent, wohingegen sie bei 15 Prozent zwischen 60 und 80 Prozent zum Ertrag beitragen. 5 Prozent der Befragten machen sogar den meisten Umsatz mit Managed Services.

Managed Services werden gefragt

Kein Wunder schließlich ist die Nachfrage bei den Kunden auch da, wie Uwe Scheuber, Head of Mirosoft Business bei Logicalis berichtet: „Kunden konzentrieren sich mehr und mehr auf Ihr Kernbusiness und überlassen den MSPs das Managen ihrer IT Infrastruktur. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich die Infrastruktur in der Public oder ­Private Cloud befindet, oder auch On-­Premises. Das hat für die Kunden auf der einen Seite den Vorteil, ihre IT-Kosten weiter zu optimieren und auch im Sinne des aktuellen Fachkräftemangels effizient zu handeln.“

Dementsprechend rosig ist der Blick in die Zukunft. Bei der Frage, wie sich der Anteil an Managed Services in den kommenden 18 Monaten entwickeln wird, sind sich 83 Prozent der Partner / Systemhäuser / MSPs sicher, dass er steigen wird.

In der Cloud oder im RZ?

Um Managed Services bereitzustellen, bedarf es einer geeigneten Plattform. Dabei setzten 50 Prozent der befragten Partner / Systemhäuser / MSPs für ihr Serviceangebot auf Public-Cloud-Plattformen. Den zweiten Platz der Partner / Systemhäuser / MSPs ­belegen europäische Public-Cloud-Plattformen. Folglich ist die Nachfrage bei Kunden nach europäischen Lösungen da. Ferner betreiben 42 Prozent der Umfrageteilnehmer eine eigene Infrastruktur bei Colocation-Anbietern. 40 Prozent betreiben ihre Plattform für ­Managed Services in Multicloud-Umgebungen. Ein ­eigenes ­Rechenzentrum zum Betrieb einer Managed-Service-Plattform haben 30 Prozent. Nur noch 27 Prozent nutzen IaaS-Plattformen eines regionalen ­Hosting Providers.

Alles as a Service

Managed Services gibt es für eine Vielzahl an IT-Leistungen. Bei der Frage, welche Managed Services die befragten Partner / Systemhäuser / MSPs anbieten, zeigt sich, dass Services, die Unternehmenssicherheit betreffen zu den gefragtesten gehören. So belegt ­Managed Backup & Recovery mit 82 Prozent Platz eins. Auf Platz zwei steht mit 75 Prozent Remote Management von On-Premises-Systemen beim Kunden. Managed Security Services bekommt mit 72 Prozent den dritten Platz. 55 Prozent bieten Onsite Management von On-Premises-Systemen an, gefolgt von Virtual Private Cloud mit 52 Prozent. 50 Prozent der Partner bieten Managed Network an und 47 Prozent Private Clouds auf ­dezidierten Systemen an. Eine Managed Hybrid Cloud haben nur 45 Prozent im Angebot und Managed IaaS in Multicloud-Szenarien nur 32 Prozent.

Angebot über Angebot

Partner können zufrieden sein mit der Unterstützung durch Distributoren / Hersteller, denn 62 Prozent der Partner benötigen technischen Support und alle ­Distributoren / Hersteller bieten ihn an. Zudem wünschen sich 52 Prozent der Partner Schulungen und Trainings und 69 Prozent der Distributoren / Hersteller haben sie im Angebot. Oder: 32 Prozent der Partner benötigen vorgefertigte Lösungspakete und 76 Prozent der Distributoren / Hersteller stellen sie bereit. Nur bei Cloud-Marktplätzen gibt es kein Überangebot seitens der Distributoren / Hersteller.

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