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Was ist Backup?

| Autor: Michael Hase

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Unter Backup versteht man das Kopieren von Daten auf einem Speichermedium, um dem Verlust dieser Daten nachhaltig vorzubeugen. Das deutsche Pendant des Begriffs lautet Datensicherung.

Bei der IT-Nutzung werden Unmengen von Daten erzeugt, gespeichert und bearbeitet. Ist ein Datenverlust im privaten Umfeld meist ärgerlich, können in Unternehmen dadurch betriebliche Prozesse empfindlich gestört werden. In jedem Fall sind Datenverluste oft mit weitreichenden Folgen verbunden. Dies konsequent zu vermeiden, ist Sinn und Zweck des klassischen Backups: Dabei werden die vorhandenen Daten in regelmäßigen Abständen redundant auf einem Speichermedium gesichert.

Gehen Daten verloren, ist durch das Backup eine Kopie vorhanden, die als Basis für deren Wiederherstellung dient. Für Unternehmen ist die Datensicherung umso wichtiger, als Unterbrechungen des IT-Betriebs durch Hardware-Schäden, Software-Fehler oder Hacker-Angriffe häufig mit Datenverlusten einhergehen. Regelmäßige Backups gehören somit zu den technischen Maßnahmen innerhalb eines Notfallplans, der die Wiederherstellung von IT-Systemen bei Störfällen (Disaster Recovery) und somit den möglichst lückenlosen Geschäftsbetrieb (Business Continuity) gewährleisten soll.

Daten sind aber nicht nur aus persönlichen oder geschäftlichen Gründen schützenswert. Sie müssen auch aus rechtlicher Sicht vor dem Verlust bewahrt werden. Das schreibt die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (DSGVO) vor, die am 25. Mai 2018 in Kraft getreten ist. Unternehmen müssen in diesem Kontext personenbezogene Daten umfassend schützen. Somit gehört Backup für jeden Gewerbetreibenden zur professionellen Datensicherung dazu.

Automatisch oder manuell

Das Backup ist eine Datensicherung, die stets den aktuellen Datenstand erfasst. Es kann automatisch in regelmäßigen Abständen erfolgen, wie sie beispielsweise von der IT-Abteilung eines Unternehmens nach Bedarf voreingestellt werden können. Die Sicherung kann aber auch manuell angestoßen werden, zum Beispiel dann, wenn sich gerade im Datenbestand etwas signifikant verändert hat. Als Speichermedien kommen häufig Festplatten zum Einsatz. In Unternehmen werden aber nach wie vor auch Magnetbänder verwendet, die Vorteile in puncto Energieverbrauch und Haltbarkeit bieten.

Beim Sichern von Daten gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Die drei wichtigsten Backup-Strategien im professionellen Umfeld sind:

  • First in, First out: Löschen der ältesten Datenversion bei Erreichen der Speicherkapazität
  • Generationenprinzip: Datensicherung jeden Tag, nach einer Woche und nach einem Monat
  • Türme von Hanoi: Datensicherung abwechselnd auf unterschiedlichen Medien

Abhängig davon, wie sich der zu sichernde Datenbestand verändert, werden unterschiedliche Sicherungsarten eingesetzt. Anders als bei der Volldatensicherung, bei der man alle Daten komplett auf das Sicherungsmedium überträgt, werden bei der differenziellen Sicherung nur die Dateien gespeichert, die seit der letzten Komplettsicherung geändert wurden oder neu hinzugekommen sind. Bei der inkrementellen Sicherung werden sogar nur die geänderten oder neuen Teile von Dateien gespeichert. Differenzielle und inkrementelle Sicherung setzen logischerweise mindestens eine Volldatensicherung voraus.

Backup as a Service (BaaS)

Fehlt in Unternehmen die Kompetenz oder die Bereitschaft zur Datensicherung, bietet sich Backup as a Service (BaaS) als komfortable Alternative an. Dabei wird die Aufgabe, regelmäßig Sicherungskopien zu erstellen, durch einen Dienstleister, zum Beispiel ein Systemhaus oder einen Managed Service Provider (MSP), nach den Wünschen des jeweiligen Kunden übernommen. Auch Software-Anbieter sind häufig in der Lage, Backup-Dienste für ihren Kundenstamm zu erbringen.

In Zeiten von As-a-Service-Angeboten kommt auch der Online-Sicherung von Daten in der Cloud eine wichtige Bedeutung zu. Auch dabei profitieren Unternehmen ohne IT-Abteilung oder Privatnutzer von der Kompetenz, über die Dienstleister verfügen. Vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang, dass die Datensicherung in der Cloud auf Seiten des Anwenders keine materiellen und somit zerstörbaren Medien erforderlich macht. Hinzu kommt, dass Cloud Provider ihre Rechenzentren in der Regel mit hohem Aufwand vor Hacker-Angriffen schützen.

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