Computex 2026 MSI: Jubiläum mit viel Gaming- und B2B-Produkten

Von Klaus Länger 4 min Lesedauer

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MSI feiert auf der heimischen Computex den 40. Geburtstag. Aus dem kleinen Mainboardhersteller ist ein großes IT-Unternehmen geworden, das auf der Messe gleich mehrere Produkten präsentiert. Dazu zählen neben Gaming-Hardware etliche Geräte für den B2B-Markt.

Eines der speziellen Modelle zum 40. Firmenjubiläum ist die Prestige 14 Flip AI+ Vincent van Gogh Edition. Die Display-Cover tragen Motive der Bilder »Die Sternennacht« und »Sternennacht über der Rhône« des niederländischen Künstlers.  (Bild:  MSI)
Eines der speziellen Modelle zum 40. Firmenjubiläum ist die Prestige 14 Flip AI+ Vincent van Gogh Edition. Die Display-Cover tragen Motive der Bilder »Die Sternennacht« und »Sternennacht über der Rhône« des niederländischen Künstlers.
(Bild: MSI)

Am Anfang stand das erste übertaktbare Mainboard für 286er-Prozessoren: 1986 entwickelten fünf Ingenieure die erste Hauptplatine für PCs, mit der sich durch Overclocking zusätzliche Leistung herausholen ließ und gründeten dafür die Firma Micro-Star International, kurz MSI. 40 Jahre später ist das Unternehmen immer noch einer der größten Mainboardhersteller, viele davon mit Übertaktungsfunktion für Gamer, hat aber daneben noch eine Vielzahl weiterer IT-Hardware im Portfolio. Deren Spannbreite erstreckt sich von Mäusen über PCs, Notebooks, Grafikkarten und Monitore bis hin zu Workstations und Servern.

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Gaming-Handheld mit neuem Intel-Prozessor

Eine Gerätekategorie, die MSI ebenfalls fertigt, sind die noch relativ neuen Gaming-Handhelds. Damit nimmt MSI eine besondere Position ein, da das Unternehmen von Anfang an nicht auf die dominierenden AMD-Prozessoren, sondern auf Intel-CPUs gesetzt hat. Beim auf der Computex präsentierten Claw 8 EX AI+ ist das ebenfalls der Fall: In dem 8 Zoll großen Handheld arbeitet die Computex-Neuheit Intel Arc G3 Extreme. Im Gegensatz zu früheren Intel-CPUs für Handhelds wurde er speziell für diese Geräte entwickelt. Der Panther-Lake-Prozessor mit seinen insgesamt 14 CPU-Cores, davon 2 P-, 8 E- und 4 LPE-Cores, verfügt in der Extreme-Version über eine integrierte Arc-B390-GPU mit 12 X-3-Cores. Eine 46-TOPS-NPU ist ebenfalls an Bord. Im ansonsten identischen Arc G3 ohne Extreme-Zusatz sind 10 Xe3-Cores aktiv. Zudem ist er für eine geringere Leistungsaufnahme ausgelegt als die Panther-Lake-CPUs für Notebooks. Laut Intel soll der G3 beim Gaming um mehr als 40 Prozent schneller sein als der Intel Intel Core Ultra 7 258V im Vorgänger Claw 8 AI+ oder ein AMD Z2 Extreme. Intel XeSS 3 sorgt mit Multi Frame Generation für höhere Frameraten.

Das 8-Zoll-IPS-Display mit VRR im Claw 8 EX AI+ schafft bis zu 120 Hz Bildwiederholrate. Bei den Bedienelementen nutzt MSI Hall-Effekt-Trigger und -Sticks. Taktiles Feedback wird ebenfalls geboten. Bei der Oberfläche haben Gamer die Wahl zwischen Microsofts Xbox-Modus und dem MSI Center M. Ausgedehnte mobile Spiel-Sessions soll ein 80 Wh großer Akku ermöglichen. Der auch beim Styling für eine bessere Handhabung sorgen soll. Der überarbeitete Gaming-Handheld soll noch im Juni auf den Markt kommen. Einen Preis nennt MSI noch nicht.

Sondermodelle zum Jubiläum

Das 40jährige Jubiläum feiert MSI mit zwei Sondermodellen. Für Gamer ist das hochklassige Notebook Titan 18 HX Dragon Edition Draco Epic bestimmt. Das 18 Zoll große Gaming-Notebook trägt auf dem A-Cover eine durch aufwendige Metallätzungen erzeugtes Bild eines Drachen und das Sternbild des Drachen auf der Handballenablage.

Auf dem Mainboard sorgen ein Intel-Core-Ultra-9-290HX-Plus und vor allem eine Geforce-RTX-5090- Laptop-GPU von Nvidia mit 24 GB GDDR7 für hohe Frameraten. Das 18-Zoll-IPS-Panel mit 4K-Auflösung und Mini-LED-Backlight schafft bis zu 240 Hz Bildwiederholrate.

Künstlerisch wird es beim zweiten Jubiläums-Sondermodell. Das 14 Zoll große Convertible-Notebook Prestige 14 Flip AI+ Vincent van Gogh Edition trägt auf dem Display-Deckel die Reproduktion von Gemälden des niederländischen Malers. Dabei gibt es zwei Varianten: eine mit dem Motiv Die Sternennacht„“ und eine mit „Sternennacht über der Rhône“. Die mit einem OLED-Display ausgestatteten Notebooks werden von dem Intel-Panther-Lake-Prozessor Core Ultra X9 Prozessor 378H mit der starken Arc-B390-Grafik angetrieben.

Im deutschsprachigen Raum ist beim Titan 18 HX Dragon Edition Draco Epic mit einem Verkaufsstart ab Ende Juni zu rechnen. Die zwei Prestige 14 Flip AI+ Vincent van Gogh Editionen sollen im Laufe des Sommers folgen.

Erster Triple-Model-OLED-Monitor für Gamer

Nach Zwei kommt Drei: Der MPG OLED 322URDX36 ist laut MSI der erste 31,5 Zoll große 4K-360-Hz-Gaming-Monitor auf dem Markt, der eine Triple-Mode-Funktion aufweist: Zu der nativen 4K-Auflösung mit bis zu 360 Hz Bildwiederholrate und dem 680-Hz-Full-HD-Modus für besonders schnelle Shooter kommt ein 2K-Modus mit 520 Hz. Das QD-OLED-Panel gehört zur 5. Generation mit Penta-Tandem-Technologie und RGB-Stripe-Subpixel-Layout für reduzierte Farbsäume. Ein DarkArmor-Film auf dem Panel soll den Schwarzwert um 40 Prozent verbessern und die Kratzfestigkeit um das 2,5-Fache erhöhen. Der 31,5-Zöller schafft bis zu 1.500 Nits bei der HDR-Spitzenhelligkeit für VESA DisplayHDR True Black 600 und ClearMR 18000. Ein AI-Care-Sensor soll durch Personenerkennung die Lebensdauer des Panels erhöhen. Zu den Schnittstellen zählt USB-C mit 98-W-Stromversorgung. Wann der Monitor auf den Markt kommt und was er kosten soll, hat MSI noch nicht verraten.

AMD-All-in-One-PC mit 120-Hz-Panel

Ein Panel mit mehr als 60 Hz setzt MSI auch in den 27 Zoll großen All-in-One-PCs Pro Max 27TP Z 8MG und MAX 27P Z 8MG ein. Dabei soll die höhere Bildwiederholrate allerdings nicht für flüssiges Gaming sorgen, sondern für ein ruckelfreies Scrollen durch lange Texte oder Tabellen. Beim 27TP Z 8MG erkennt das Display auch Touch-Eingaben.

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Die beiden mit schwarzem oder weißem Gehäuse lieferbaren Business-Rechner sind mit AMD-Mobilprozessoren ausgestattet. Zur Wahl stehen der Ryzen 5 220 mit sechs und der Ryzen 7 255 mit acht Kernen aus der Zen-4-Generation. Die CPUs können auf bis zu 32 GB DDR5-SRAM zugreifen. Als Massenspeicher dient eine M.2-SSD.

Für Videocalls und virtuelle Meetings ist an der Oberseite der Rechner eine versenkbare 5-MP-Webcam untergebracht. Deutsche Preise für die demnächst verfügbaren All-in-One-PCs gibt es noch nicht.

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