MSI präsentierte auf der CES etliche neue Gaming-Notebooks sowie Business-Notebooks mit Intel Panther Lake. Zudem zeigte der Hersteller einen der ersten Gaming-Monitore mit Nvidias G-Sync Pulsar und eine Geforce-RTX-5090-Karte für extremes Overclocking.
Eine ganze Reihe neuer Gaming-Notebooks aus den Serien Raider, Stealth und Crosshair stellte MSI auf der CES in Las Vegas vor, teilweise mit Intels Panther-Lake-Prozessor.
(Bild: MSI)
Intels neuer Core-Ultra-300-Prozessor steckt in etlichen der MSI-Neuheiten auf der CES in Las Vegas. Außer in den neuen Business-Notebooks der Prestige- und Modern-Serie sowie dem Mini-PC Cubi NUC AI+ 3MG arbeitet eine Panther-Lake-CPU auch in dem 2-kg-Gaming-Notebook Stealth 16 AI+ B3W. In dem 16-Zoll-Notebook mit 16 bis 20 mm hohem, schwarzen Aluminiumgehäuse ist der Intel-Prozessor mit einer Nvidia-Geforce-Karte bis zur RTX 5090 gekoppelt. Der sparsamere Prozessor und ein 90-Wh-Akku sollen für eine lange Laufzeit sorgen. Der bis zu 128 GB große Arbeitsspeicher besteht aus DDR5-SODIMMs. Beim Display nutzt MSI ein 240-Hz-OLED-Panel mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel und VESA DisplayHDR True Black 600. Neu ist ebenfalls das um 53 Prozent vergrößerte Multi-Touchpad.
Einen Intel-Core-Ultra-Prozessor der Serie 200HX kommt im Raider 16 Max HX B2W zum Einsatz. Der vom Desktop-Modell Arrow-Lake-S abgeleitete Prozessor mit bis zu 24 Cores kann sich in dem schnellsten Gaming-Notebook von MSI bis zu 125 Watt genehmigen. Weitere bis zu 175 Watt stehen der GPU zur Verfügung. Hier lässt der Hersteller die Wahl zwischen einer Geforce RTX 5080 und einer 5090. Das 2,6-kg-Notebook ist zudem mit einem 16-Zoll- OLED- oder IPS-Display mit QHD+-Auflösung und 240 Hz ausgerüstet. Weitere Ausstattungsdetails sind bis zu 128 GB RAM, maximal zwei M.2-SSDs, eine SteelSeries-Gaming-Tastatur mit RGB-Einzeltastenbeleuchtung und ein Dynaudio-Soundsystem. Dem ebenfalls ansonsten identischen Raider 16 HX B2W fehlen die SteelSeries-Tastatur und die RTX 5090 als schnellste GPU-Option. Für AMD-Freunde bringt MSI das Raider A16 HX B9W mit AMD Ryzen 9 9955HX, maximal einer Geforce RTX 5090 sowie einen 240-HZ-QHD-IPS-Panel auf den Markt.
Den auf der Computex 2024 vorgestellten 8-Zoll-Gaming-Handheld Claw 8 AI+ mit Intel-Lunar-Lake-Prozessor ergänzt MSI auf der CES durch ein Sondermodell mit Glacier-Blue-Farbgebung. Technisch bleibt der schnelle Handheld unverändert.
Die 14- und 16-Zoll-Business-Notebooks der Serie Prestige 14 und 16 AI+ sowie deren Convertible-Varianten Prestige 14 und 16 Flip AI+ stattet MSI mit Panther-Lake-Prozessoren bis zum Topmodell Core Ultra X9 388H mit insgesamt 16 CPU-Cores der integrierten Arc-B390-GPU mit 12 Xe3-Cores aus. Der nur 1,32 kg schwere 14-Zöller Prestige 14 AI+ D3M verfügt zudem über ein Full-HD+-OLED-Display, während das 1,59 kg schwere 16-Zoll-Modell Prestige 16 AI+ C3M sogar mit einem OLED-Panel erhältlich sein wird, das mit 2.800 x 1.800 Pixel auflöst und mit bis zu 120 Hz arbeitet. Bei beiden Modellen soll ein 81-Wh-Akku eine extrem lange Akkulaufzeit ermöglichen, der Hersteller spricht hier von mehreren Arbeitstagen. Eine neue Vapor-Chamber-Kühlung mit zwei Lüftereinheiten soll für eine hohe Leistung bei minimalem Betriebsgeräusch sorgen.
Die jeweils etwas schwereren Flip-Varianten mit 360-Grad-Scharnier für das Display sind technisch identisch, verfügen aber über Touch-Displays mit Stiftbedienung. Ein MSI Nano Pen ist mit im Lieferumfang enthalten. Wird der Stift nicht benötigt, findet er Platz in einer Aussparung im Gehäuseboden und wird dort auch gleich geladen.
Alle Modelle verfügen als Neuheit über ein um 53 Prozent vergrößertes Action Touchpad mit Zusatzfunktionen wie die Steuerung von Bildschirmhelligkeit, Lautstärke und Videowiedergabe. Auch das MSI Center S und der Taschenrechner lassen sich damit schnell starten. Zudem sitzt in dem Aluminium-Gehäusen der Prestige-14- und 16-Modelle ein Soundsystem mit zwei Hoch- und zwei Tieftönern.
Von einem Intel-Panter-Lake-Prozessor bis zum Core Ultra 9 Prozessor 386H mit ebenfalls 16-CPU- aber nur vier GPU-Cores wird das 899 Gramm leichte Prestige 13 AI+ A3M angetrieben. Das 13,3-Zoll-Notebook mit Magnesium-Aluminium-Chassis verfügt über eine 2.8K-OLED-Display mit einer Auflösung von 2.880 x 1.800 Pixel. Das Soundsystem des superleichten Notebooks besteht allerdings nur aus zwei Lautsprechern, und der Akku verfügt über eine Kapazität von 53,8 Wh. Über bis zu 64 GB LPDDR5x als Arbeitsspeicher, zwei Thunderbolt-4-Ports und eine Windows-Hello-taugliche Webcam mit Anwesenheitserkennung verfügen alle Prestige-Notebooks.
Das Mainstream-Preissegment unter 1.000 Euro sollen die kommenden Modelle der Modern-Serie bedienen,. Bei den Aluminium-Notebooks Modern 14S, Modern 14, Modern 16S und Modern 16 setzt MSI Prozessoren bis zum Core Ultra 7 355 mit insgesamt acht CPU-Cores ein, die auf bis zu 32 GB gesockelten DDR5-Speicher zugreifen können. In der Basisversion kommen für das Display IPS-Panels zum Einsatz, mit OLED als Option. Bei den Schnittstellen fehlt Thunderbolt 4, dafür ist hier sogar ein Ethernet-Port vorhanden. Mit dem Upgrade auf Panther Lake verfügen nun auch die günstigen Business-Notebooks von MSI über eine starke 50-TOPS-NPU für lokale KI-Anwendungen wie Microsofts Copilot+.
Beim Mini-PC Cubi NUC AI+ 3MG sorgt das Upgrade auf Panther Lake vor allem für mehr Performance. Denn über eine schnelle NPU verfügte der Vorgänger mit Lunar Lake ebenfalls schon. Nun ist das Top-Modell des 120 x 115 x 37,5 mm kleinen Rechners mit einem Core Ultra 9 386H bestückt, der insgesamt 16 CPU-Cores bietet, gegenüber acht bei Lunar Lake. Der maximal 32 GB große Arbeitsspeicher besteht nun aus gesockelten DDR5-Modulen. Die sind zwar langsamer als LPDDR5x, können dafür für ein Speicherupgrade aber selbst ausgetauscht werden. Zudem bietet der kleine Rechner zwei 2,5-GbE-Ports und zwei Thunderbolt-4-Schnittstellen.
Stand: 08.12.2025
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Die Prestige-Modelle sollen bereits ab Januar verfügbar sein, für die günstigere Modern-Serie und den Mini-PC gibt es noch keinen Starttermin. Preise nennt MSI noch nicht.
Monitore mit Nvidia G-Sync Pulsar und mit Tandem-OLED
Die CES-Neuheit MSI 272QRF X36 ist einer der ersten Gaming-Monitore, der Nvidias G-Sync Pulsar unterstützt. Der 27-Zöller mit Rapid-IPS-Display, WQHD-Auflösung bietet damit neben der bisherigen variablen Refresh-Rate von G-Sync zusätzlich eine Technologie, bei der Bewegungsunschärfen durch ein pulsierendes AN- und Abschalten der Hintergrundbeleuchtung weiter eliminiert werden. Wie Nvidia erklärt, soll so die Darstellung auch bei deutlich niedrigerer Bildwiederholrate einem 1.000-Hz-Display entsprechen. Von Haus aus schafft der Monitor eine Bildwiederholfrequenz von 360 Hz und eine sehr schnelle GTG-Reaktionszeit von 0,5 ms. Zusätzlich verfügt der 272QRF X36 noch über die G-Sync-Ambient-Adaptive-Technologie für die adaptive Anpassung von Farbtemperatur und Helligkeit an die Umgebung mittels Lichtsensor. Ein weiteres Novum ist die Möglichkeit, die G-Sync-Firmware auf dem Monitor zu aktualisieren. Dafür steht auf der Rückseite des Monitors eine eigene USB-C-Buchse bereit. Weitere Features sind HDR10-Unterstützung, ein höhenverstellbarer Standfuß und ein 120-Hz-Konsolenmodus. Der Monitor ist bereits verfügbar und kostet 799 Euro (UVP).
Beim MPG 341CQR QD-OLED X36 bildet ein gekrümmtes QD-OLED-Panel der 5. Generation mit Tandem-OLED-Technologie die Basis. Sein RGB-Streifen-Subpixel-Layout soll Farbsäume reduzieren und dafür sorgen, dass Texte klarer dargestellt werden. Zudem werden mittels der PureBlack-Technologie Reflexionen minimiert. Das 21:9-Display liefert eine Auflösung von 3.440 x 1,440 Pixel und eine Bildwiederholrate von bis zu 360 Hz. Mit einer HDR-Kurvenanpassungsfunktion können die User die HDR-Darstellung selbst optimieren. Für eine längere Lebensdauer des Panels sorgen laut MSI eine härtere Oberfläche sowie OLED Care 3.0. Ein KI-Chip soll dabei mittels eines Sensors erkennen, ob der User vor dem Monitor sitzt. oder ein lebloses Objekt in der Nähe ist. Bei Abwesenheit des Anwenders wird automatisch die Energiesparfunktion aktiviert oder ein Pixel Refresh durchgeführt, um ein Einbrennen zu verhindern. Zu Preis und Verfügbarkeit gibt es hier noch keine Informationen.
Limitierte Geforce-RTX-5090 für extremes Übertakten
Mir der auf 1.300 Exemplare limitierten GeForce RTX 5090 32G Lightning Z greift MSI eine Modellbezeichnung auf, die zuletzt für eine High-End-RTX-2080-Ti-Karte mit einem kleinen OLED-Display verwendet wurde. Auf der neuen RTX-5090-Karte prangt nun ein riesiger 8-Zoll-Screen für die Anzeige von Systemwerten, Artworks und Animationen. Auf der Vorderseite der Karte ist dafür auch Platz, denn sie ist flüssigkeitsgekühlt, und die drei Lüfter sind auf einen 394 mm langen Radiator ausgelagert. Die RTX-5090-Karte mit 32 GB GDDR7 soll sich extrem übertakten lassen. Da die Karte dabei bis zu 1.000 Watt aufnehmen kann, hat der Hersteller ein spezielles PCB mit einer dickeren Kupferlage entwickelt und bestückt die Karte mit ausgewählten Bauteilen. Die Wärmeabfuhr übernehmen eine Full-Cover-Coldplate, die GPU, Speicher und Spannungsregler abdeckt sowie eine Hochdruckpumpe. Laut MSI hat die Karte bereit 17 Overclocking-Weltrekorde gebrochen. Wie viel die fortlaufend durchnummerierten Karten kosten, hat der Hersteller noch nicht verraten.