Channel Fokus: Komponenten & Peripherie Zwischen Höhenflug und Engpass

Von Klaus Länger

Anbieter zum Thema

Das Geschäft mit Komponenten und Peripheriegeräten gleicht derzeit einer Berg- und ­Talfahrt. Die Nachfrage ist zwar nicht mehr ganz so hoch wie in den letzten Monaten, sie ist aber immer noch gut. Problematisch sind hingegen stockende Lieferketten und steigende Preise.

Gaming ist immer noch ein wichtiger Treiber für das Geschäft mit PC-Komponenten und auch Eingabegeräten.
Gaming ist immer noch ein wichtiger Treiber für das Geschäft mit PC-Komponenten und auch Eingabegeräten.
(Bild: filiz - stock.adobe.com )

Die vergangenen zwei Jahre waren durch die Corona-Pandemie für etliche Branchen schwierig. Die IT-Industrie hat aber überwiegend von dem dadurch ausgelösten Digitalisierungsschub, dem Umzug vieler Arbeitnehmer ins Homeoffice und dem veränderten Freizeitverhalten profitiert. Auch die Geschäfte mit PC-Komponenten und Peripheriegeräten liefen trotz der Probleme in der Lieferkette und steigenden Frachtkosten insgesamt sehr gut. Nach dem Boom des Jahres 2020, mit beispielsweise einem Plus von fast 60 Prozent bei privat angeschafften Monitoren und einem Wachstum von 33 Prozent bei Headsets (laut HEMIX-Studie der GFU), konnte das hohe Niveau im Jahr 2021 immerhin weitgehend gehalten werden. Hier war vor allem der Bedarf an Geräten für das Homeoffice riesig. Auch das Geschäft mit Komponenten wie PC-Prozessoren, Mainboards und Grafikkarten lief glänzend. Letztere waren zwar knapp, konnten aber zu Preisen weit über den Preisempfehlungen verkauft werden. Hier waren vor allem Gamer die Abnehmer, die ihre Spiele-PCs während der Pandemie aufrüsteten.

Ergänzendes zum Thema
Mehr Investitionen in ein ergonomisches Homeoffice

Ergonomie am Arbeitsplatz ist nicht nur im Firmenbüro, sondern auch im Homeoffice ein wichtiger Faktor für die Zufriedenheit und Effizienz der Beschäftigten. In einer aktuellen Umfrage von YouGov und der GFU haben 70 Prozent der Beschäftigten angegeben, dass sie in eine entsprechende Ausstattung ihres Heimarbeitsplatzes investiert hätten. Zu den angeschafften Arbeitsmitteln gehören auch Rechner und vor allem Peripheriegeräte wie Monitore, Mäuse, Tastaturen, Headsets, Drucker und Multifunktionsdrucker. Diese Investitionen werden in Zukunft weitergehen, da auch das Homeoffice bleiben wird. 68 Prozent der Beschäftigten geben an, dass ihr Homeoffice vom Arbeitgeber gefördert werde. Allerdings sinkt die monetäre Beteiligung. Lediglich 59 Prozent der Befragten wurden bei der Ausstattung unterstützt. Die kompletten Kosten wurden nur bei 12 Prozent übernommen. Im Vorjahr waren es noch 21 Prozent.

Laut einer Umfrage von YouGov für die GFU wird weiter in Homeoffice-Ausstattung investiert.
Laut einer Umfrage von YouGov für die GFU wird weiter in Homeoffice-Ausstattung investiert.
(Bild: GFU )

Sinkende Nachfrage bei Consumern und stockender Nachschub

Im ersten Quartal 2022 hat die Nachfrage nach IT-Geräten bei Privatkunden laut der GFU etwas nachgelassen. Der Rückgang bei den Stückzahlen wird aber durch die gestiegenen Durchschnittspreise teilweise kompensiert. Das Konsumklima, also die Stimmung der Verbraucher, ist allerdings weiter sehr eingetrübt, auch wenn die GfK hier für den Mai wenigstens keinen weiteren Einbruch ausmacht und für den Juni einen Wert von -26 Punkten prognostiziert. „Damit verbessert sich das Konsumklima zwar geringfügig, die Konsumstimmung ist aber nach wie vor an ­einem absoluten Tiefpunkt,“ erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte bei der GfK. „Trotz weiterer Lockerungen coronabedingter Beschränkungen drücken der Ukraine-Krieg und vor allem die hohe Inflation schwer auf die Stimmung der Verbraucher.“

Dafür schieben etliche Unternehmen während der Pandemie stillgelegten Projekte wieder an, was zumindest bei Systemhäusern für eine steigende Nachfrage nach Peripheriegeräten und PC-Komponenten wie etwa SSDs sorgen sollte.

Steigende Preise für den Handel durch höhere Kosten bei der Herstellung sowie beim Transport und immer noch Probleme beim Nachschub, nicht zuletzt durch die Lockdowns in China, bereiten dem Channel zudem Kopfzerbrechen. Der Mangel an Chips, hier konkurrieren die IT-Hersteller mit anderen Industriesektoren um die knappen Fertigungsressourcen, werde sich bis 2024 wohl noch verschärfen, prognostiziert Intel-Chef Pat Gelsinger. Denn der Bau neuer Chip-­Fabriken, wie der in den USA und auch in Magdeburg geplanten Fabs, braucht Zeit. Zudem leiden auch die Hersteller der Fertigungsanlagen selbst unter dem Chipmangel. TSMC und Samsung bauen ihre Fertigung ebenfalls aus, haben aber gleichzeitig erhebliche Preissteigerungen für ihre Foudry-Kunden angekündigt, zu denen auch AMD und Nvidia zählen. Kritisch ist die Versorgungslage derzeit eher bei den vielen kleinen Chips und anderen Bauteilen, die für Platinen benötigt werden, weniger bei den CPUs und GPUs. Hier müssen die Hersteller nicht nur höhere Preise bezahlen, sondern oft auch noch Änderungen am Design der Schaltungen vornehmen, um alternative Bauteile einsetzen zu können, was zusätzlich Zeit und Geld kostet.

Neue Prozessoren und Grafikkarten im Anflug

Aber ist gibt auch Positives: Intel hat mit ­Alder Lake endlich wieder einen wirklich neuen und flotten Desktop-Prozessor auf dem Markt, der auch in ordentlichen Stückzahlen verfügbar ist. Da die Sockel-1700-CPU neue Mainboards benötigt und seine volle Leistung erst mit DDR5-Speicher abliefert, ist zudem für ein Zusatzgeschäft gesorgt. Auch der Verkauf von M.2-SSDs mit PCIe-Gen4-Schnittstelle dürfte sich dadurch noch weiter steigern. Mit Raptor Lake soll dieses Jahr noch ein neuer ­Intel-Prozessor auf den Markt kommen, der auf der selben Plattform läuft wie Alder Lake. Nach allem, was man bisher weiß, werden wohl ein deutlich größerer Cache und mehr E-Cores für eine höhere Leistung sorgen. AMD hat auf der Computex einige Details zu Ryzen 7000 verraten, der ebenfalls dieses Jahr erscheint. Die unter dem Codenamen Raphael entwickelte CPU wird AMDs erster Desktop-Prozessor mit Zen-4-Microarchitektur. Dabei hat der Hersteller etliche alte Zöpfe abgeschnitten: Ryzen 7000 sitzt auf dem neuen Sockel AM5 mit LGA-Kontakten für eine bessere Signalqualität statt der bisher üblichen Pins. Zudem unterstützt er nun, analog zu Intels Alder Lake, nun auch DDR5, allerdings exklusiv, sowie PCI-Express 5.0. Die schnellere Schnittstelle wird zunächst bei SSDs eine Rolle spielen. Erste PCIe-5-SSDs für den Consumer-Sektor wurden bereits präsentiert und sollen im Laufe des Jahres auf den Markt kommen. Das Geschäft mit SATA-SSDs im 2,5-Zoll-Format flaut etwas ab, da nicht nur Notebooks, sondern auch Desktop-PCs heute primär mit M.2-SSDs bestückt werden. Aber SSDs als Upgrade für bestehende Rechner sind immer noch gefragt. Zudem lösen günstige QLC-SSDs mit hoher Kapazität nun die HDD als zusätzlichen Datenspeicher im Rechner ab. Festplatten spielen im B2C-Markt nur noch als Datenträger für NAS-Geräte eine Rolle.

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Bei den Grafikkarten hat sich die Liefersituation etwas entspannt und auch die Preise sinken. Das könnte etliche Gamer, denen die Karten bisher zu teuer waren, dazu bringen, nun das längst fällige Update vorzunehmen. Als zusätzlichen Anreiz hat AMD den RX-6000-Modellen ein Refresh mit höheren Taktraten und schnellerem Speicher verpasst. Für weitere Bewegung im Markt werden Nvidias Geforce RTX 4000 und AMDs Radeon RX 7000 sorgen, die beide noch dieses Jahr erscheinen sollen. Als dritter Player bei Desktop-Grafikkarten tritt Intel mit ARC an, auch wenn sich der Start wohl noch in den Herbst verschiebt. Da die Leistungsaufnahme der kommenden Grafikkartengeneration aller Wahrscheinlichkeit noch weiter steigt, dürfte bei einem Upgrade wohl oft noch zusätzlich ein neues Netzteil fällig werden.

Weiter gefragt: Peripheriegeräte fürs Homeoffice

Das Geschäft mit Peripheriegeräten profitiert immer noch von dem Wechsel ins Homeoffice beziehungsweise heute vom Trend zu hybriden Arbeitsformen. Mit der Verpflichtung der Arbeitgeber, ihre Beschäftigten möglichst von Zuhause aus arbeiten zu lassen, wurde an Peripheriegeräte für die Ausstattung des Heimarbeitsplatzes alles gekauft, was irgendwie verfügbar war. Heute haben viele Beschäftigte festgestellt, dass die eilends angeschafften Geräte den Anforderungen eigentlich nicht genügen. Daher wird diese Erstausstattung heute gegen hochwertige Geräte getauscht, die sich in ein Gesamtkonzept einfügen.

Ergänzendes zum Thema
Tech Data zur aktuellen Situation

Oliver Rebein, Business Unit Director Peripherals bei Tech Data.
Oliver Rebein, Business Unit Director Peripherals bei Tech Data.
(Bild: Tech Data )

ITB: Wie ist generell die Liefersituation bei Komponenten und Peripherie-Artikeln? Um welche Zeiten verzögert sich aktuell die Lieferung dieser Produkte verglichen mit der „normalen“ Situation?

Rebein : Im Bereich Peripherie kann man nicht mehr generell von einer Shortage sprechen. Einzelne Hersteller und SKUs sind weiterhin schlecht verfügbar, aber es gibt Ausweichmöglichkeiten für Kunden.

Allerdings kann sich die Situation in den nächsten Wochen und Monaten verschlechtern. Der Lockdown in den chinesischen Regionen wurde Anfang April ausgerufen. Schiffe brauchen 6 – 8 Wochen bis sie Europa erreichen. Daher sehen wir wahrscheinlich erst in den kommenden Monaten die Auswirkungen.

Somit könnte eine Warenverknappung und eine Abkühlung der Nachfrage (durch geringes Wirtschaftswachstum, Sommerloch etc.) in den Sommermonaten aufeinander treffen.

ITB: Welche Produktgruppen sind besonders betroffen – und in welcher Weise?

Rebein: Dockingstations sind derzeit knapp. Ansonsten sehe ich aktuell keine Produktgruppe aus dem Bereich Peripherie besonders betroffen.

ITB: Viele Unternehmen haben inzwischen die Parole „Back to Office!“ ausgerufen. Hat die Rückkehr ins Büro bereits Auswirkungen auf die Nachfrage nach bestimmten Komponenten oder Produkten, die für die Remote-Arbeit relevant sind?

Rebein: Ja. Der Hype liegt allerdings schon hinter uns. Die Nachfrage nach Produkten im Segment “Modern Workplace“ (Monitore, Webcams, Headsets, Keyboards/Mäuse, etc.) wird sich aber auf einem höheren Niveau einpendeln.

Die Ersatzbeschaffungen für das “Hybride Arbeiten“ (Office, Home Office, Mobile Working) werden logischer Weise höher sein als vor der Pandemie. Des Weiteren gibt es den Trend zu qualitativ höherem Equipment.

Besonders gefragt, aber auch schwer lieferbar, sind Docking-Stationen. Aber auch nach hochwertigen Webcams und andere Konferenzhardware besteht rege Nachfrage. Eine Alternative zu Einzelkomponenten sind Monitore mit integriertem USB-C-Dock, einschließlich eines Ethernet-Anschlusses. Wer neben dem Firmennotebook noch einen weiteren privaten Rechner nutzt, wird sich über einen zusätzlichen KVM-Switch im Display freuen. So lassen an den USB-Schnittstellen im Monitor angeschlossene Eingabegeräte schnell an beiden Rechnern verwenden, ohne dass jedes mal umständlich umgesteckt werden muss. Im Trend liegen auch Displays mit breiteren Panels im 21:9-Format, die mehr Platz auf dem Desktop bieten und so unter Umständen einen Aufbau mit zwei Monitoren nebeneinander überflüssig machen. Die meist sehr kostspieligen 32:9-Displays, die tatsächlich die Fläche von zwei Einzelmonitoren abdecken, sind dagegen eher Nischenprodukte.

Bei den Monitoren geht der Trend weiter in Richtung großer Paneldiagonalen.
Bei den Monitoren geht der Trend weiter in Richtung großer Paneldiagonalen.
(Bild: Gorodenkoff - stock.adobe.com )

Nachhaltigkeit wird für Kunden wichtiger

Eine wachsende Bedeutung, vor allem bei Peripheriegeräten, hat das Thema Nachhaltigkeit. Laut dem im Mai 2022 erstmals herausgegebenen GfK-Nachhaltigkeitsindex fordern 68 Prozent aller Befragten von Unternehmen, nachhaltig zu handeln.

„Nachhaltigkeit ist tief in den persönlichen Werten der Deutschen verankert,“ sagt ­Petra Süptitz, Expertin für Nachhaltigkeit und Consumer Insights bei GfK. „In einer Liste von 57 persönlichen Werten, die jährlich im Rahmen der GfK-Consumer-Life-Studie gemessen werden, liegt Nachhaltigkeit auf Rang 10, noch vor Werten wie Gesundheit und Fitness.“ Bei Druckern, hier sind speziell kompakte Arbeitsplatzgeräte gefragt, ist die Umweltverträglichkeit schon lange ein Thema. Verhältnismäßig neu ist hingegen die Betonung des Einsatzes von Recyclingkunststoff bei der Produktion von Peripheriegeräten wie Mäusen und Keyboards auch durch größere Hersteller. Laut GfK sind Kunden trotz des Rückgangs beim Konsumklima weiterhin bereit, für nachhaltige Produkte mehr zu bezahlen. „Jetzt wegen der Inflation und ohnehin schon hohen Preisen auf ein konventionelles, nicht nachhaltiges Produktportfolio zu setzen, wäre für Unternehmen der falsche Schritt. Hersteller und Händler sollten sich weiterhin umweltfreundlich aufstellen – das ist langfristig der richtige Weg, um am Markt erfolgreich zu bleiben“, erläutert die GfK-Expertin.

Ergänzendes zum Thema
Ingram Micro zur aktuellen Situation

ITB: Wie ist generell die Liefersituation bei Komponenten und Peripherie? Um welche Zeiten verzögert sich aktuell die Lieferung bei diesen Produkten, verglichen mit der „normalen“ Situation?

Jens Stehle, Senior Manager Printer, Mulitmedia & Accessories bei Ingram Micro
Jens Stehle, Senior Manager Printer, Mulitmedia & Accessories bei Ingram Micro
(Bild: Gudrun Kaiser )

Stehle: Wir sind aufgrund der aktuell angespannten Liefersituation sehr darauf bedacht, unsere Hersteller und Reseller flexibel zu unterstützen, um auf aktuelle Veränderungen reagieren zu können. Dazu braucht es häufig detailgenaues Vorgehen bei der Warenzuteilung sowie genaue Informationen zu Lieferplänen.

Im Peripherals-Umfeld sehen wir aktuell eine sehr fragmentierte Situation. Einige Produkte sind schwer lieferbar, etwa Docking-Stationen. Hier kommt es oft zu mehreren Monaten Verzögerung, die sich voraussichtlich erst 2023 auflösen werden. Es zeigt sich, dass hiervon betroffene Produkte nicht regelmäßig in kleinen Mengen eintreffen, sondern meist schubweise, wobei die Losgrößen trotzdem nicht ausreichend sind, um die Rückstände umfassend zu bedienen. Parallel können wir in vielen Bereichen eine sehr gute Verfügbarkeit zeigen, gerade wenn es um einfachere Produkte wie Cases und Laptoptaschen geht.

Claudia Huber-Völkl, Senior Manager Components & Networking bei Ingram Micro
Claudia Huber-Völkl, Senior Manager Components & Networking bei Ingram Micro
(Bild: Gudrun Kaiser )

Huber-Völkl: Im Bereich der Komponenten sehen wir ein unterschiedliches Bild. Teils ist weiterhin Ware nicht oder nur sehr schwer verfügbar. Die Lieferzeiten verzögern sich hier um mehrere Wochen oder Monate. Die gilt vor allem für das B2B-Segment. Im B2C-Segment hingegen sind die Produkte teilweise schon wieder sehr gut verfügbar.

ITB: Welche Produktgruppen sind besonders betroffen – und in welcher Weise?

Stehle: Im Bereich Printer und deren Verbrauchsmaterial sind wir weniger betroffen. Hier konnten wir entgegen der Marktlage sogar Zuwächse generieren. Wesentlich hat uns dabei geholfen, die Liefersituation frühzeitig vorherzusehen, um so einige Wellen an Lieferengpässen durch schlauen Einkauf abzufedern.

Huber-Völkl: Zu deutlich längeren Lieferzeiten kommt es vor allem bei Enterprise-Produkten aus den Kategorien SSD, Netzwerk, NAS mit hoher Kapazität und Mainboard.

ITB: Viele Unternehmen haben inzwischen die Parole „Back to Office!“ ausgerufen. Hat die Rückkehr ins Büro bereits Auswirkungen auf die Nachfrage nach bestimmten Komponenten oder Produkten, die für die Remote-Arbeit relevant sind?

Stehle: Im Bereich der Peripherals besteht weiterhin eine starke Nachfrage. Erst stand die schnelle Beschaffung von Produkten, wie einfachen Kameras oder Headsets, im Fokus. Nachdem die Erstausstattung steht, setzen nun viele Unternehmen lösungsorientierte Gesamtkonzepte um, mit denen die hybride Arbeit effizient gestaltet werden soll. Es sind demnach weiterhin universelle Ausstattungen für Büro, Homeoffice und mobile Arbeit gefragt: universelle Dockingstations, mobile Konferenzsysteme, smarte Displays, platzsparende Arbeitsplatzdrucker und andere intelligente Peripherie-Produkte.

Huber-Völkl: Wir sehen, dass die Nachfrage nach externen Speichermedien deutlich zurückgegangen ist

Ergänzendes zum Thema
Kommentar: Herausforderung bei Projekten

Das Problem brüchiger Lieferketten und schlechter Verfügbarkeit vieler Produkte begleitet den ITK-Channel nun schon seit Monaten. Speziell komplexe Produkte mit einer Vielzahl von Bauteilen aus unterschiedlichen Quellen sind hier betroffen. Zudem treiben steigende Herstellungs- und Transportkosten durch die steigenden Energiepreise auch die Einkaufspreise für den Handel nach oben. Im B2C-Sektor ist trotzdem eine Besserung spürbar. Laut der Distribution ist hier die Verfügbarkeit inzwischen besser, was man etwa an Geforce- und Radeon-Grafikkarten sieht, deren Preise wieder in Richtung UVP sinken. Schwieriger ist es bei B2B-Produkten, was speziell bei Projekten für Ärger sorgt, wenn diese wegen einiger fehlender Komponenten oder Peripheriegeräte nicht umgesetzt werden können. Hier müssen Systemhäuser frühzeitig mit ihren Ansprechpartnern bei den Kunden kommunizieren, damit Planungen frühzeitig starten und auch alternative Produkte genutzt werden können. Denn von Projekten, die wegen fehlender Geräte stecken bleiben, hat niemand etwas.

(ID:48301838)