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Ausstattungsempfehlungen der Bundesländer

Welche IT braucht die Schule?

| Redakteur: Jürgen Paukner

Komplettausstattung eines Klassenzimmers u.a. mit Whiteboard, Lehrer-Notebook und Netbooks. (Messebild: Acer)
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Komplettausstattung eines Klassenzimmers u.a. mit Whiteboard, Lehrer-Notebook und Netbooks. (Messebild: Acer)

Das digitale Klassenzimmer ist in aller Munde. Auf pädagogischer Seite soll der Einsatz interaktiver, digitaler Medien zu neuen Lernhöhenflügen führen, auf Seite der Systemhäuser verspricht es einen neuen gewinnbringenden Markt. Immer mehr Hersteller machen sich Gedanken über die besonderen Anforderungen einer Lehr- und Lernumgebung und bieten spezielle Hard- und Software-Lösungen für die Schul-IT an. Mit diesen Lösungspaketen können sich Systemhäuser an die Schulen wenden. Doch noch wichtiger ist es für Systemhäuser, zu wissen, wie man sich von schulischer Seite aus eine ideale IT-Ausstattung vorstellt.

Im deutschen föderalen Bildungssystem ist diese Aufgabe Ländersache. Die einzelnen Schulträger sind zwar zuständig für die Vergabe von Aufträgen, aber auf Länderebene werden Vorgaben, Empfehlungen und Orientierungshilfen für die „Ausstattung allgemein bildender Schulen mit IuK-Technik für den Einsatz im Unterricht“ erstellt, wie es beispielsweise auf dem Niedersächsischen Bildungsserver (alle Quellenangaben finden Sie am Ende des Artikels) bezeichnet wird. Obwohl also hier wieder jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht, gibt es doch grundlegende Gemeinsamkeiten bei der Vorstellung, wie eine Schul-IT auszusehen hat. Auf eine genaue Spezifizierung der Hardware-Komponenten (CPU, RAM etc.) wird im Folgenden aufgrund der rasanten technischen Entwicklung verzichtet.

Gliederung

  • 1. Einsatzorte von IT-Systemen
  • - Medieninseln
  • - Digitale Klassenzimmer
  • - Interaktive Whiteboards
  • - Mobile Systeme
  • - Notebook-Klassen
  • 2. Netzwerke
  • - Pädagogische Netzwerke
  • 3. Internetzugang
  • 4. Software
  • 5. Support und Wartung
  • 6. Empfehlungen für die Beschaffung

1. Einsatzorte von IT-Systemen

Zunächst kann man IT-Ausstattungen in der Schule an der Größe und dem Einsatzort des Projektes unterscheiden.

Medieninseln

Medieninseln bzw. Medienecken bezeichnen die kleinstmögliche Form der schulischen IT-Ausstattung. Ein Klassenzimmer erhält ein bis vier Computerarbeitsplätze und Peripheriegeräte (z.B. Drucker, Flachbettscanner). Die Rechner sollten untereinander vernetzt sein und über das Schulnetz mit dem Internet verbunden werden können. Für die Autoren der Broschüre „Neue Medien in Schulen“ des Niedersächsischen Städtetages bietet sich ein Einsatz dieser kleinen Lösung insbesondere in Grundschulen an. Darüber hinaus können Medienecken „auch außerhalb der Klassenzimmer in frei zugänglichen Räumen wie z.B. Bibliothek, Internet-Café eingerichtet werden, um den Schülern jederzeit den Zugang zum Computer und Netzwerk zu ermöglichen“. Gegenüber der aus dem Jahre 2002 stammenden Broschüre sieht man die Medieninsel auf dem Hessischen Bildungssverver bereits moderner: So kann beispielsweise das „traditionelle Wissenszentrum“ Schulbibliothek durch ein „virtuelles Wissenszentrum“ ergänzt werden: „Der digitale Content eines virtuellen Wissenszentrums sollte neben Standardsoftware, fachspezifischen Lernprogrammen, Materialsammlungen und themenspezifischen Linksammlungen auch ein internetbasiertes Kooperationssystem beinhalten. Diese virtuellen Wissenszentren können von allen Mitgliedern (auch den Eltern) der Schulgemeinde genutzt werden.“

Der Beraterkreis für Schulrechner des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, der jedes Jahr eine umfangreiche Broschüre mit dem Titel „Votum – Empfehlungen zur IT-Ausstattung von Schulen“ herausgibt, sieht darüber hinaus noch die Notwendigkeit von Medienecken in Lehrerzimmern, die die Lehrkräfte zur Unterrichtsvorbereitung nutzen sollen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie sich die Bundesländer die Ausstattung digitaler Klassenräume vorstellen.

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