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Pädagogische Netzwerke
Eine Besonderheit bei der Vernetzung von Schulen sind die sogenannten „pädagogischen Netzwerke“. Diese zeichnen sich natürlich nicht durch andere Hardware oder Verkabelungen aus, sondern durch schulspezifische Software-Anforderungen. Das Netzwerkbetriebssystem muss durch spezielle Anpassungen und Erweiterungen fit für die Schule gemacht werden. Typische Funktionen eines „pädagogischen Netzwerks“ sind laut Niedersächsischem Bildungsserver:
- Präsentieren einer Bildschirmausgabe an allen Arbeitsplätzen
- Überwachung und Fernsteuerung einzelner Arbeitsplatzcomputer, Sperren der Tastaturen
- Klassen, Schüler, Lehrkräfte verwalten
- Arbeitsdateien verteilen und einsammeln
- Anwendungen zuordnen und freischalten
- Geschützte Arbeitsumgebung für Klausuren
- Internetzugang sperren, freigeben, überwachen und filtern
- Schulinterne Kommunikation und Kooperation (Forum, Chat)
- Automatisierte Softwareinstallation
- Drucker verwalten, Druckkosten abrechnen
- Rechnerkonfiguration sichern und wiederherstellen
Der letzte Punkt ist ein ganz wichtiger Aspekt für Schulen. Da in der Regel keine IT-Fachleute vor Ort sind, müssen im Unterricht eingesetzte PCs und Notebooks schnell und einfach wieder in ihre Ursprungskonfiguration zurück versetzt werden können.
3. Internetzugang
Die Verbindung des Schulnetzwerks mit dem Internet dient Lehr- und Lernzwecken, eine private Nutzung soll weitestgehend ausgeschlossen werden. Auf dem Hessischen Bildungsserver heißt es hierzu: „Mit der zunehmenden Nutzung des Internets muss dessen missbräuchliche Nutzung unterbunden werden. Es gilt die minderjährigen Schüler vor jugendgefährdeten Inhalten aus dem Internet zu schützen und andere nicht gewünschte Angebote wie der Zugriff auf Internet-Auktionshäuser innerhalb der Schule zu unterbinden.“ Deshalb müssen zwischen Schulnetz und Internet eine Firewall sowie Filtersysteme installiert werden, die auch Hackerangriffe, Viren und Spyware abwehren.
Im bayerischen Votum 2010 heißt es hierzu: „DSL-Router sind standardmäßig meist so konfiguriert, dass sie einen relativ guten Schutz gegen Angriffe aus dem Internet bieten, jedoch alles zulassen, was aus dem internen Netz initiiert wird. Hier sollten zumindest zusätzlich die nicht benötigten Ports gesperrt werden und DSL-Router gegen Manipulationen aus dem internen Netz gesichert werden.“ Und weiter: „Sinnvoll für die Schule sind Webfilter, die an einem zentralen Proxy installiert werden, ohne dass dazu Änderungen am Client notwendig sind.“
Für die leichte Administrierbarkeit soll der Webzugang der gesamten Schule über eine zentrale Stelle erfolgen. Im Votum wird ausgeführt: „Der Internetzugang wird über einen Hardware-Router bzw. einen Kommunikationsserver allen Arbeitsplätzen verfügbar gemacht. Hardware-Router bieten gute Firewall-Funktionen, Kommunikationsserver bieten darüber hinaus auch die Möglichkeit, zentrale Proxy und Webfilter einzurichten.“
Lesen Sie auf der nächsten Seite die Empfehlungen der Bundesländer zur Software in der Schule.
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