Ausstattungsempfehlungen der Bundesländer

Welche IT braucht die Schule?

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Mobile Systeme

PC-Räume und Medieninseln sind an ihren Standort gebundene Systeme. „Diese statische Struktur wird in der Zukunft zunehmend aufgelöst durch den Einsatz von mobilen Rechnern in Form von Notebooks. Sie ermöglichen einen flexiblen Einsatz in beliebigen Klassenräumen oder sonstigen schulischen Lokalitäten“, so der Hessische Bildungsserver. Auch in Bayern sieht man die mobilen Systeme auf dem Vormarsch: „Als Alternative zu stationären Computern mit einem Beamer pro Klassenzimmer haben sich an den Schulen transportable Rechner (z. B. Notebook für die Lehrkraft) oder fahrbare Einheiten bestehend aus Multimediarechner, Beamer und einem Drucker bewährt. Diese Einheiten sollten über eine Hausvernetzung mit dem Rechnernetz der Schule verbunden werden können.“

Doch der Vorteil der Flexibilität geht einher mit dem Nachteil der Netzwerkanbindung, so sieht man es zumindest auf schulischer Seite. Auf dem Hessischen Bildungsserver werden die Bedenken aufgelistet: „Unter diesen Rahmenbedingungen kann allerdings nur ein drahtloser Zugang via Funk erfolgen und es ist für eine optimale Positionierung der erforderlichen Access-Points zu sorgen.“ Trotzdem nehme mit der Entfernung vom Access Point die Bandbreite ab und es müssen alle Notebooks auf einen Access Point zugreifen. Des Weiteren müssen die Notebooks immer mit geladenem Akku vorgehalten werden.

Notebook-Klassen

Die Nachteile der mobilen Systeme lassen sich durch die Installation klassischer Verkabelungsstrukturen in den Räumen, in denen Notebooks zum Einsatz kommen sollen, vermeiden. Also durch die Schaffung sogenannter Notebook-Klassen. „Eine solche Maßnahme bietet ein Höchstmaß an Flexibilität bei gleichzeitiger hoher Netzwerkperformance, bedarf jedoch einer nicht unerheblichen Investition bei der Installation der Verkabelungen“, so das Resümee auf dem Hessischen Bildungsserver.

Die Autoren des bayerischen Votums sehen in den mobilen Systemen den Vorteil, dass nicht jede Klasse komplett mit Rechnern ausgestattet werden muss: „Soll allen Schülern im Klassenzimmer der Zugang zu Computern ermöglicht werden, bieten sich als Alternative zu Rechnerräumen Klassensätze von Notebooks oder Netbooks an, die in einem fahrbaren Notebookwagen aufbewahrt werden können. Je nach vorgesehener Computernutzung können auch weitere mobile Endgeräte zum Einsatz kommen (z. B. Tablet-PCs oder Smart-Phones).“

In Bayern versteht man den Begriff „Notebook-Klasse“ etwas anders, da hier davon ausgegangen wird, dass die Eltern für die Anschaffung der mobilen Rechner zuständig sind: „Zunehmend werden an bayerischen Schulen auch Notebook-Klassen eingerichtet. Dabei nutzen die Schülerinnen und Schüler das Notebook, Netbook oder ein anderes mobiles Endgerät als persönliches Lernwerkzeug, das an verschiedenen Lernorten (zu Hause und im Klassenverband) zur Verfügung steht. Die Beschaffung dieser mobilen Endgeräte erfolgt durch die Eltern und gehört insoweit nicht zum Sachaufwand der Schule.“

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