Ausstattungsempfehlungen der Bundesländer

Welche IT braucht die Schule?

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Digitale Klassenzimmer

Bei der Komplettausstattung eines Raumes geht man in Hessen von mindestens 16 Schülerarbeitsplätzen und einem Lehrerarbeitsplatz aus, die untereinander vernetzt sein müssen. Falls kein Schulnetzwerk vorhanden ist, muss der Lehrercomputer als Server fungieren. Als Bildschirme werden LCD- statt Röhren-Monitore empfohlen.

Auf dem Niedersächsischen Bildungsserver wird der Einsatz von Thin Clients als Alternative zum PC diskutiert: „Beim Einsatz eines Terminal Servers kann die Funktion der Arbeitsplatzcomputer auf die Ein- und Ausgabe reduziert werden, da die Programme im Arbeitsspeicher des Servers ausgeführt werden. Vorteile dieser Thin-Client-Technologie sind die zentrale Softwareinstallation und die niedrigen Anforderungen an die Ausstattung der Arbeitsplatzcomputer.“ Doch hegt man noch erhebliche Bedenken gegenüber der Leistungsfähigkeit solcher Lösungen: „In der Schulpraxis hat sich allerdings gezeigt, dass diese in großen betrieblichen Netzen sehr erfolgreich eingesetzte Technologie bei der Installation und Nutzung multimedialer Unterrichtssoftware oftmals unüberbrückbare Schwierigkeiten verursacht. Vor der Entscheidung für ein Thin-Client-Netzwerk sollte daher sehr sorgfältig die sichere Funktion der einzusetzenden Anwendungsprogramme überprüft werden.“

An zusätzlicher Peripherie sollte laut Hessischem Bildungsserver „ein netzwerkfähiger Laserdrucker, ein Farbdrucker, ein Flachbettscanner, ein Beamer und eine interaktive Tafel eingeplant werden. Um auch den zusätzlichen Einsatz von Notebooks mit WLAN in einem solchen Raum zu ermöglichen, sollte ein Accesspoint in dem Raum installiert werden.“

Für eventuelle multimediale Unterrichtsprojekte schlägt der Niedersächsische Bildungsserver weitere spezielle Peripherie vor: „Sollen Computer für die digitale Bild- oder Videobearbeitung, die Herstellung eigener Multimedia-Anwendungen oder die Arbeit an der Schul-Homepage eingesetzt werden, ist ein Scanner, eine Digitalkamera oder eine Videokamera erforderlich. Die Aufnahme und Wiedergabe akustischer Signale über die Soundkarte des Computers erfordern ein Mikrofon und ein Lautsprecherpaar. Für den störungsfreien Einsatz in Computerräumen und zur Durchführung internetbasierter Audio-Konferenzen ist stattdessen die Verwendung eines Headsets zu empfehlen.“

Komplett ausgestattete Räume können je nach Einsatzzweck Klassenzimmer, spezielle EDV-Räume und/oder Fachräume (z.B. Physikraum) sein.

Interaktive Whiteboards

Zu Demonstrationszwecken und anderen Präsentationen für den Unterricht ist im Rechnerraum bzw. in den Fach- und Klassenräumen eine Großbildprojektion unabdingbar. Die Autoren des bayerischen Votums geben folgende Ratschläge: „In Rechnerräumen werden fest installierte eigenständige Projektionsgeräte (Beamer mit Metalldampflampen) in Verbindung mit einer passenden Projektionsfläche empfohlen, in Fachräumen und Klassenzimmern alternativ interaktive Whiteboards, wobei gegebenenfalls für mehrere Klassenräume auch fahrbare Einheiten in Frage kommen. Hierbei ersetzen Beamer, PC und interaktive Whiteboards zunehmend bisherige konventionelle Geräte wie Videorekorder, DVD-Player, Overhead-Projektoren und eventuell Wandtafeln.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite die Vorteile mobiler IT-Lösungen in der Schule.

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