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2. Netzwerke
Die notwendige Vernetzung der IT-Lösungen in der Schule wird auf dem Niedersächsischen Bildungsserver gut und knapp zusammengefasst: „Zur Vernetzung der Schulrechner wird heute in der Regel eine strukturierte Ethernet-Verkabelung mit 100 MBit- oder 1000 MBit-Komponenten installiert. Vorteile dieser Lösung sind eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit, eine große Betriebssicherheit und eine problemlose Installation. Funknetze (WLAN) bieten zwar räumliche Flexibilität, sind wesentlich störanfälliger und erfordern – insbesondere zur Verhinderung von Zugriffsverletzungen – einen höheren Installationsaufwand. Sie sollten nur dort gewählt werden, wo besondere bauliche Verhältnisse (z. B. Denkmalschutz) oder spezielle Arbeitsbedingungen (z. B. Notebookklassen) dies erfordern. Um in der gesamten Schule einen flexiblen Netzwerkzugriff zu ermöglichen, wird oftmals jeder Unterrichtsraum über Datenleitungen mit mindestens einem Netzwerkanschluss ausgerüstet, an den bei Bedarf ein Funknetzknoten (Wireless Access Point) gekoppelt wird.“
Die Autoren des bayerischen Votums gehen auch näher auf eine mögliche Elektrosmog-Gefahr durch Funknetze ein: „Nach Aussage des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) haben die im Rahmen des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms durchgeführten Messungen und Berechnungen ergeben, dass die von DECT-, WLAN- und Bluetooth-Geräten in typischen Anwendungsfällen verursachten Immissionen weit unterhalb der Referenzwerte der EU-Ratsempfehlung 1999/519/EG liegen. Ein wissenschaftlicher Nachweis von möglichen Belastungen oder Gesundheitsgefährdungen unterhalb der Referenzwerte der EU-Ratsempfehlungen existiert nicht.“ Trotzdem empfiehlt das BfS „im Zuge der die Grenzwertregelung ergänzenden Vorsorgemaßnahmen auch im Zusammenhang mit WLAN kabelgebundene Alternativen vorzuziehen“. Das Thema Elektrosmog darf gerade in der Schule bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nicht unterschätzt werden!
Ein spezieller Installationstipp für die Praxis wird noch auf dem Hessischen Bildungsserver gegeben: „Weiterhin sollte bei der Verkabelung von Klassenräumen darauf geachtet werden, dass mindestens zwei Netzwerkdosen an den beiden gegenüberliegenden Seiten des Raumes vorzufinden sind. Dadurch können Gefährdungen durch ‚fliegende‘ Verkabelung weitgehend vermieden werden.“
Zwar eine Selbstverständlichkeit, aber trotzdem soll es auch an dieser Stelle noch einmal erwähnt werden: Aufgrund des Datenschutzes und rechtlicher Bestimmungen muss das Schulverwaltungsnetz strikt vom Unterrichtsnetz getrennt werden! So manche Schule lässt sich in der Praxis aus Kostengründen dazu verführen, diese Trennung nicht so ernst zu nehmen.
Für die Bereitstellung zentraler Datenbestände, die Zugriffskontrolle und die Netzwerkadministration sollte ein Computersystem als dedizierter File Server betrieben werden. Als Betriebssysteme kommen hier Microsoft Windows 2003 Server, Novell NetWare und verschiedene Linux-Distributionen in Frage.
Auch in Sachen Server gibt es wieder von hessischer Seite einen Tipp für die Praxis: „Bei den Räumlichkeiten in denen der oder die Server aufgestellt werden, ist darauf zu achten, dass eine ausreichende Betriebssicherheit gewährleistet werden kann. Die erfordert unter Umständen neben gesonderter Elektroverkabelung eine funktionierende Klimatisierung der Räume. Weiterhin sind Vorkehrungen zu treffen, die den Zugang zum Raum auf solche Personen reduzieren, die Arbeiten am Server ausführen müssen.“
Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche speziellen Funktionen pädagogische Netzwerke benötigen.
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