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Erwin Leichter, Managing Director, Antauris AG

Der Markt wird damit zu kämpfen haben, dass sich Projekte verschieben werden beziehungsweise Investitionen zurückgestellt werden. Die Folgen für die Distribution und für die Hersteller sind an dieser Stelle meines Erachtens sehr gravierend. Für das Volumengeschäft mit PCs, Notebooks und Peripherieprodukten wird daher ein Lagerdruck entstehen, welcher sich in sinkenden Preisen widerspiegeln wird. Dieser Effekt wird sich auch im Entry Level der Server zeigen. Für das High-End-Server- und Storagegeschäft sehe ich derzeit keine kurzfristigen Konsequenzen für die Hersteller und Distributoren. Hier wird die Produktion meist durch den Forecast gesteuert. Generell wird der Markt unter der wirtschaftlichen Stimmung leiden.
Wir stellen bei unseren Kunden bereits Projektverschiebungen fest. Dennoch befinden wir uns durch unsere Kernkompetenzen in einem Investitionsumfeld, welches durch die Weiterentwicklung der einzelnen IT-Infrastrukturen für den Erfolg und die Stabilität unserer Kunden große Bedeutung hat. Kritische Situationen motivieren zudem das Management und die Verantwortlichen, an die Optimierung der Geschäftsprozesse zu denken und damit auch an den Kostenstrukturen zu arbeiten. Eine Antwort darauf ist natürlich auch die Investition in Informations- und Kommunikationstechnologie. Wir sind daher weiterhin mit unserer Projektsituation sehr zufrieden und werden weiterhin unsere Strategie konsequent umsetzen.
Ralf Klenk, CEO, Bechtle

Das Ausmaß der aktuellen Finanzkrise und ihre tatsächliche Auswirkung auf die Wirtschaft sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen. Die Ausprägung dürfte auch innerhalb der Branche sehr unterschiedlich sein. In der allgemeinen Verunsicherung werden sicher IT-Projekte, die nicht zwingend erforderlich sind, auch einmal verschoben. Es gibt aber auch jene Projekte, die unverzichtbar sind. Wir verspüren derzeit noch keine Auswirkung auf den Geschäftsverlauf.
Gerade in schwierigen Zeiten bewährt sich unsere Strategie, die konsequent auf Langfristigkeit setzt. Unsere bisweilen als zu konservativ kritisierte Kapitalstruktur mit hohem Eigenkapital und einer komfortablen Ausstattung mit liquiden Mitteln verschafft uns einen langen Atem. Es wäre völlig falsch, die Finanzkrise und ihre Effekte auf die Wirtschaft zu unterschätzen. Genauso gefährlich ist es jedoch, in Panik zu geraten. Natürlich kann man eine schwierige Situation noch schlimmer reden, man kann sich aber auch weiterhin ehrgeizige Ziele stecken und alles daran setzen, sie auch zu erreichen.
Im Moment gibt es für uns noch keine Veranlassung, konkrete Maßnahmen vorzunehmen. In allererster Linie kümmern wir uns auch weiterhin um unser Geschäft. Wir beobachten die Entwicklung aber sehr genau.
Klaus Weinmann, Vorstandsvorsitzender, Cancom

Insbesondere der IT-Handel wird sich im kommenden Jahr abschwächen, dies wird die Konzentration innerhalb der Systemhausbranche weiter beschleunigen.
Aufgrund des hohen Professional-Service-Anteils ist ein großer Teil unseres Rohertrages mittelfristig gesichert, entsprechend wird uns eine Abschwächung des Marktes weniger stark treffen und wir werden überdurchschnittlich gut in der Krise abschneiden und die Konsolidierung der Branche weiter aktiv begleiten.
Zu den Maßnahmen, die wir treffen, um auf diese Entwicklung zu reagieren, gehört die Fortsetzung unseres bereits im Januar gestarteten Effizienzsteigerungsprogrammes E-Quadrat.
Lesen Sie auf Seite 3 weitere Stimmen aus dem Bereich Systemhäuser und Dienstleister.
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