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Weiter nur eine Finanzmarktkrise oder doch eine Wirtschaftskrise?

Was die Player im IT-Markt zur aktuellen Wirtschaftslage sagen

08.10.2008 | Autor / Redakteur: Gesamte Redaktion IT-BUSINESS / Harry Jacob

Die aktuelle Finanzkrise hat unvorstellbare Geldmengen vernichtet. Das drückt auch auf die Realwirtschaft.
Die aktuelle Finanzkrise hat unvorstellbare Geldmengen vernichtet. Das drückt auch auf die Realwirtschaft.

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Vermögen umschichten oder Ruhe bewahren, Business as usual oder große Depression, sieben turbulente Tage oder sieben magere Jahre – die Meinungen zur aktuellen Situation des globalen Finanzsystems und der weltweit wichtigsten Märkte der »Realwirtschaft« gehen weit auseinander. IT-BUSINESS sucht nach Antworten im IT-Markt. Die Antworten zeigen: Hier herrscht Gelassenheit!

Am Mittwoch zeigte sich der Irrsinn der Finanz- und Wirtschaftskrise in aller Deutlichkeit: Der deutsche Börsenindex Dax ging aufgrund von Panikverkäufen zunächst in den Keller, zog dann wieder an, weil die ersten Anleger nach der Zinssenkung die Zeit für den Wiedereinstieg ins Aktiengeschäft für gekommen hielten, doch der Pessimismus der US-amerikanischen Börsen zog den Dax erneut nach unten. Nur knapp konnte er sich über der 5.000-Punkte-Schwelle halten.

Am Nachmittag gab der Internationale Währungsfond (IWF) seine Einschätzung für das laufende und das kommende Jahr ab. Demnach wird die Wirtschaft in diesem Jahr noch um 1,8 Prozent wachsen, im kommenden Jahr dagegen gar nicht: Stagnation ist angesagt, meint der IWF. Dem widersprach das Herbstgutachten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW). Zwar sieht es das Wirtschaftswachstum 2008 mit 1,9 Prozent auf ähnlichem Niveau wie der IWF. Im kommenden Jahr hält das DIW aber ein Plus von 1,0 Prozent für wahrscheinlich – also alles andere als eine Stagnation. Und die Bundesregierung wird sich wohl auf die goldene Mitte einschießen und eine Prognose von 0,5 Prozent verkünden, war am Abend zu hören.

Praktiker statt »Experten« vom grünen Tisch

Wer will angesichts dieser Situation noch auf das »Expertenwissen« aus Wirtschafts- und Finanzkreisen vertrauen? Die Widersprüche machen klar: alle Prognosen sind derzeit nur Kaffeesatzleserei. IT-BUSINESS fragte deshalb die Marktteilnehmer, wie sie die Lage insgesamt und für sich selbst einschätzen, und ob sie konkrete Maßnahmen ergreifen, um auf die aktuelle Situation zu reagieren.

Hier ist die Stimmung gemischt. Panik ist nicht angebracht, so die einhellige Einschätzung. Die eine Seite befürchtet allerdings eine deutliche Verschlechterung für die Finanzierung von IT-Projekten sowie die Verunsicherung der Konsumenten. Hier wird deshalb erwartet, dass Investitionen gekürzt oder verschoben werden, und dass die Privatkunden im wichtigen Weihnachtsquartal eher Kaufzurückhaltung üben. Auf der anderen Seite wird dagegen in den Vordergrund gestellt, dass nun noch mehr auf effiziente Geschäftsprozesse geachtet werden müsse, und deshalb speziell darauf ausgerichtete Investitionen verstärkt würden.

Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer

Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer
Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer

Die Finanzkrise wird einige Segmente der ITK-Branche mittelfristig berühren, der Großteil wird kaum oder lediglich mittelbar betroffen sein. Die Privatkunden werden ihr Konsum-, Telefonie- und Internetverhalten nicht wesentlich ändern. Auch die Öffentliche Hand – die ja überwiegend in Mehrjahreszeiträumen plant – wird stabil in ITK investieren. Damit ist die Hälfte des Marktes bereits gesichert. Im Geschäftskundenbereich werden wir sicherlich Auswirkungen spüren. Aber auch hier gilt: Ein erheblicher Teil der Umsätze wird auf Basis dauerhafter Lizenzvereinbarungen und Serviceverträge erzielt. Wir haben also berechtigte Hoffnung, dass die ITK-Branche vergleichsweise stabil durch die konjunkturellen Turbulenzen kommt.

Sagen Sie uns, wie Sie die Situation einschätzen – hier im Forum von IT-BUSINESS!

Lesen Sie selbst auf den folgenden Seiten, wie die Branche ihre Zukunft einschätzt.

 

Diese Firmen haben sich an der Umfrage zur Stimmung im IT-Markt beteiligt:

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