Netzwerk-Power für Wireless-N-Access-Points Siemens löst Stromproblem für Access Points unter 802.11 n

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Bei seinen neuen WLAN-Lösungen setzt Siemens auf den Standard 802.11 n. Die leistungsstarken Access Points aus der Hipath-Wireless-802.11-n-Serie zeichnen sich durch geringen Stromverbrauch aus, sodass sie problemlos per Power over Ethernet (PoE) betrieben werden können.

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Volle PoE-Funktionalität unter 802.11 n bietet der Access Point Hipath Wireless AP3620 von Siemens.
Volle PoE-Funktionalität unter 802.11 n bietet der Access Point Hipath Wireless AP3620 von Siemens.
( Archiv: Vogel Business Media )

Viele Unternehmen schrecken noch vor der Umstellung ihrer drahtlosen Netze auf den Standard 802.11 n zurück. Dieser verspricht zwar eine wesentlich höhere Bandbreite gegenüber den bisher üblichen WLAN-Protokollen, ein Umrüstung war jedoch bisher mit hohen Kosten verbunden. Mit der Vorstellung der Hipath-Wireless-Serie für 802.11 n räumt Siemens die Vorbehalte aus dem Weg.

Die Access Points Hipath Wireless AP3610 und AP3620 sind laut Hersteller die ersten Geräte am Markt, die im vollen MIMO-Betrieb (Multiple Input Multiple Output) mit je drei Antennen den PoE-Standard 802.3 af uneingeschränkt unterstützen und zugleich nach den WLAN-Spezifikationen 802.11 n arbeiten.

Bisher am Markt erhältliche, PoE-fähige Wireless-N-Access-Points benötigen laut Siemens immer noch mehr Strom als ein einziger Switch ihnen liefern kann. Bei der Implementierung vorhandener 802.11-n-Lösungen seien Systemintegratoren deshalb gezwungen gewesen, entweder die Anzahl der Funkeinheiten – und damit sowohl die Funkabdeckung als auch den Datendurchsatz – von vornherein zu reduzieren, oder die Frequenzbänder zu beschneiden. Als einzige Alternative bot sich bislang an, auf proprietäre, nicht standardkonforme PoE-Switching-Infrastrukturen zu wechseln, was ebenfalls mit hohen Kosten verbunden ist.

Da die Access Points von Siemens Power over Ethernet im vollen Umfang gewährleisten, können Unternehmen jetzt ein 802.11-n-Netzwerk implementieren, ohne die Infrastruktur ändern oder Einbußen in Funktionalität und Performance hinnehmen zu müssen.

Intelligente Architektur

Laut Marcus Birkl, Vice President Sales Hipath Wireless LAN bei Siemens Communications, ist die volle 802.3-af-Unterstützung nicht das einzige Alleinstellungsmerkmal: Die Hersteller-eigene VNS-Architektur (Virtual Network Services) verbessert die Performance der Access Points speziell bei bandbreitenintensiven Anwendungen, indem sie den Netzwerkverkehr zwischen Edge und Core in Abhängigkeit von der jeweiligen Anwendung und der verfügbaren Kapazitäten steuert.

Ob zentral oder lokal geroutet wird, entscheidet die VNS-Software automatisch. Auch in puncto Bandbreitenbedarf übertreffen die Access Points laut Birkl vergleichbare Lösungen. Da die Systeme des Mitbewerbs den Traffic meist ungesehen über einen zentralen WLAN-Controller routen müssen, entstünden oft kritische Engpässe, die die VNS-Architektur grundsätzlich vermeidet.

Security-Features erweitert

Drittes Alleinstellungsmerkmal ist laut Birkl das Sicherheits-Managementsystem Hipath Wireless Manager Higuard. Die integrierten WIPS-Features (Wireless Intrusion Prevention System) erweitern die Erkennung drahtloser Geräte um den Standard 802.11 n. Somit können Bedrohungen im 2,4- und im 5-Gigahertz-Spektrum erkannt und abgewehrt werden.

Die Hipath-Wireless-Lösungen AP3610 und AP3620 sollen ab März in den Handel kommen. Für die Access Points verlangt Siemens jeweils rund 960 Euro. Die Preise für das Upgrade auf die Hipath Wireless Convergence Software beginnen bei 280 Euro, das Update auf den Wireless Manager Higuard ist kostenlos. Marcus Birkl erklärt die Preispolitik: »Mit den neuen Access Points kommen zwar erst einmal erhöhte Kosten auf die Anwender zu. Im Vergleich zu sämtlichen Produkten des Mitbewerbs entstehen jedoch keine Folgekosten.«

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