Suchen

Definition Was ist ein Controller?

Autor / Redakteur: MiR / Sarah Böttcher

Controller werden als spezifische Elektro-Einheiten der Hardware zur Steuerung bestimmter Vorgänge in Computern verwendet. Der Begriff Controller beschreibt auch einen IT-Beruf. Dieser zeichnet für die Planung und Steuerung der Unternehmensziele und -leistung verantwortlich.

Firmen zum Thema

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Grundsätzlich übernehmen Controller im Computer zum Beispiel die Verarbeitung der jeweiligen Tastatureingaben sowie der Unterbrechungsanforderungen (hier: IRQs). Auch das Controlling bzw. die Steuerung der Festplatten-Zugriffe zählt zum Verantwortungsbereich von Controllern. Untergebracht sind diese seit dem Aufkommen von Integrated Drive Electronics (kurz: IDE) zur Festplattenanbindung in der Festplatte selbst. Andere Controlling-Steuerelemente befinden sich in den Computern auf der Hauptplatine oder auf Steckkarten. Controller, die elementare Funktionen unterstützen – wie zum Beispiel das Tastatur-Steuerungselement – sind stets auf der Hauptplatine zu finden.

Viele unterschiedliche Controlling-Einheiten

Aufgrund der Vielzahl an Aufgaben und Anforderungen, die im Bereich Controlling anfallen, gibt es verschiedene Arten von Controllern. Neben dem Tastatur-Steuerungselement übernehmen hierbei vor allem drei Controller-Typen entscheidende Aufgaben, die sowohl die Funktionalität als auch die Performance von Rechnern maßgeblich beeinflussen.

RAID Controller

Die Kurzform RAID steht für Redundant Array of Independent Disks. Dieser Begriff steht für das Verbinden von mehreren Datenträgern beziehungsweise Festplatten zu lediglich einem logischen Laufwerk. RAID-Controller verfügen allesamt über einen eigenen Prozessor, der sämtliche Berechnungen vornimmt. Dies hat den Vorteil, dass die CPU nicht selbst Kapazitäten für RAID-Operationen bereitstellen muss. Durch diese Implementierung können Betriebssysteme direkt von einem integrierten RAID Volume hochgefahren werden.

Memory Controller

Bei einem Memory Controller handelt es sich um einen Chip, der den Datenfluss in einem Computer zwischen Arbeitsspeicher und Prozessor regelt. Meistens ist dieser direkt im Prozessor verbaut. In einigen Fällen ist der Speicher-Controller aber auch in der Northbridge auf dem Mainboard untergebracht. Seine Hauptaufgabe ist es, den dynamischen Speicher (Dynamic Random Access Memory; kurz: DRAM) zu lesen und zu beschreiben. Er sorgt dabei auch für entsprechende Aktualisierungen, ohne die alle gespeicherten Daten verloren gehen würden. Kommt es zu einem mehrkanaligen Betrieb, übernimmt der Controller sowohl die Ansteuerung als auch die Zusammenführung der einzelnen Kanäle.

Programmable Interrupt Controller

Dieses Steuerungselement wird in der Kurzform PIC genannt. Es verwaltet die jeweiligen Hardware-Interrupts und leitet diese in geordneter Form an einen Prozessor weiter.

Embedded Controller

Das als EC bezeichnete Steuerungselement ist ein spezieller Microcontroller, der in Notebooks zum Einsatz kommt. Er übernimmt – unabhängig vom Betriebssystem – verschiedene Steuerungsaufgaben.

Der Beruf IT-Controller

Der Beruf des IT-Controllers bringt Verantwortung mit sich. Denn der Controller ist für die Steuerung, Planung, Überwachung und auch die Ausrichtung der Unternehmensziele- und leistung verantwortlich. Er nimmt dabei eine beratende Position ein und hilft bei der Planung der IT-Ressourcen. So überwacht er die Projektplanung und -durchführung, genehmigt diese und kalkuliert das IT-Budget. Die Einsatzbereiche eines Controllers erstrecken sich über die Bereiche Controlling, externes Rechnungswesen und Geschäftsführung.

(ID:46313327)