Asus ProArt Studiobook Pro, Vivobook Pro, Zenbook und Expertbook OLED für alle: Notebooks von Asus

Autor: Klaus Länger

Asus setzt bei Notebooks im großen Stil auf OLED-Panels. Neben Premium-Geräten für Kreative, anspruchsvolle Consumer und Businesskunden bekommen auch Mobilrechner der oberen Mittelklasse die Panels mit den selbstleuchtenden Pixeln und dem hohen Kontrast.

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Die 16 Zoll großen ProArt Studiobooks sind die Top-Modelle unter den neuen Asus-Notebooks mit OLED-Display. Sie sind primär für Kreative bestimmt und als Pro-Modell mit professioneller Nvidia-Grafik bestückt.
Die 16 Zoll großen ProArt Studiobooks sind die Top-Modelle unter den neuen Asus-Notebooks mit OLED-Display. Sie sind primär für Kreative bestimmt und als Pro-Modell mit professioneller Nvidia-Grafik bestückt.
(Bild: Asus)

OLED-Panels waren bisher bei Notebooks nur selten zu finden und dann in absoluten Premiumgeräten. Asus gibt nun eine Vorschau auf eine ganze Reihe von Notebooks mit OLED-Displays, die alle im vierten Quartal des Jahres auf den Markt kommen sollen. Dazu zählen nicht nur hochpreisige Mobilrechner, sondern auch Mittelklassemodelle mit einem Startpreis ab 799 Euro (UVP).

ProArt Studiobook Pro 16 OLED und ProArt Studiobook 16 OLED

Mit Preisen von knapp 2.000 Euro aufwärts gehören die 16-Zoll-Notebooks ProArt Studiobook Pro 16 OLED und ProArt Studiobook 16 OLED allerdings klar in die Premium-Kategorie. Sie sind für Kreativprofis aus unterschiedlichen Betätigungsfeldern gedacht, die schicke und leichte High-End-Geräte mit einer Leistung suchen, die bis zum Niveau mobiler Workstations reicht. Bei beiden Modellen kommen Ryzen-5000H-Mobilprozessoren oder Intel-Core- beziehungsweise im Pro-Modell Xeon-CPUs der Tiger-Lake-H-Familie zur Verfügung. In beiden Fällen sorgen bis zu acht Cores und 16 Threads für eine hohe Rechenleistung. Der aus zwei Modulen bestehende Speicher kann bis zu 64 GB groß sein.

Der größte Unterschied zwischen den Pro- und den Non-Pro-Modellen liegt in der Grafik: Bei letzteren stehen Geforce-GPUs bis zur RTX 3070 zur Wahl. Die Pro Modelle bietet Asus als W5600 mit AMD Ryzen und Nvidia A2000 sowie als W7600 mit Intel Xeon und Nvidia A5000 an. Alle ProArt Studiobooks sind mit zertifizierten Nvidia-Studio-Treibern ausgestattet, eine Premiere für Notebooks mit AMD-Prozessor.

Das entspiegelte 16-Zoll-OLED-Panel liefert durch das 16:10-Seitenverhältnis eine höhere vertikale Auflösung und erreicht so 3.840 x 2.400 Pixel. Zudem ist das Display bis zu 550 Nits hell, Pantone- sowie Calman-validiert und es deckt den DCI-P3-Farbraum zu 100 Prozent ab. Zusätzlich kann es mit der VESA-DisplayHDR-500-True-Black-Zerifizierung aufwarten. Die flachen und 2,4 kg schweren Notebooks bieten in allen Variante Platz für zwei M.2-SSDs mit bis zu vier TB Gesamtkapazität. An Schnittstellen sind unter anderem HDMI 2.1 und SD Express 7.0 für die Nutzung sehr schneller Speicherkarten vorhanden. Bei den Intel-Modellen gehört zudem Thunderbolt 4 zur Ausstattung.

Ein ganz spezielles Merkmal aller neu vorgestellter ProArt Studiobooks ist der Asus Dial. Der Drehregler links neben dem Touchpad kann für die präzise Eingabe von Parametern in 3D-, CAD- und Adobe-Creative-Studio-Anwendungen genutzt werden. Zudem verfügen die Geräte über ein sehr großes Touchpad mit drei Buttons und Stifterkennung. Wer lieber mit einer Maus und einem externen Keyboard arbeitet, für den bietet Asus demnächst auch Eingabegeräte mit integriertem Drehregler an. Das ProArt Studiobook 16 OLED soll ab 1.999 Euro (UVP) kosten, das 16 Pro OLED ab 2.499 Euro (UVP). Hier sind zudem 3 Monate Adobe-Creative-Cloud-Nutzung im Preis enthalten, beim Non-Pro-Modell ein Monat.

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Vivobook Pro X OLED und Vivobook Pro OLED

Ebenfalls für professionelle oder semiprofessionelle User hat Asus die Notebooks Vivobook Pro 14X OLED und Vivobook Pro 16X OLED entwickelt. Beim Prozessor lässt AMD die Wahl zwischen AMD Ryzen 5000H und Intel-Core-H-Prozessoren der 11. Generation, jeweils mit sechs oder acht Kernen. Beide Optionen sind mit bis zu 32 RB RAM und einer bis zu einem TB großen M.2-NVMe-SSD ausgestattet.

Beim AMD-Modell wird die CPU maximal mit einer Geforce RTX 350 TI gekoppelt, das Intel-Modell kommt mit einer RTX 3050 in der höchsten Ausstattung. Das 16-Zoll-16:10-OLED-Panel den dem 1,95 kg schweren 16-Zöller liefert ebenso wie beim neuen ProArt Studiobook die WQUXGA-Auflösung, das kleinere und mit 1,4 kg auch leichtere Pro 14X stellt mit 2.880 x 1.800 Pixel die WQXGA+-Auflösung dar. In beiden Geräten unterstützen die Displays HDR.

Zusätzlich bekommen die User eine Pantone-Validierung und eine Low-Blue-Light-Funktion geboten. Statt eines mechanischen hat Asus hier einen virtuellen Drehregler in das Touchpad integriert. Pfiffig ist der Fingerabdruckleser in der Power-Taste, der beim Start der Geräte den Fingerabdruck zwischenspeichert und automatisch an Windows überträgt. Asus bezeichnet das als Single-Sign-On. Bei der Optik sorgen ein matter weißer oder schwarzer Lack, ein Keyboard mit unterschiedlich schattierten Tasten und eine orangefarbene Escape-Taste für einen besonderen Look. Der Startpreis für das Vivobook Pro 14X OLED und das Pro 16X OLED liegt bei 1.299 Euro (UVP).

Optisch und in der Ausstattung etwas einfacher präsentieren sich das Vivobook Pro 14 OLED und das Vivobook Pro 15 OLED. Ersteres ist entweder mit Intel Tiger-Lake-H und maximal einer Geforce GTX 1650 oder mit dem Gespann aus Ryzen 5000H und Geforce RTX 3050 verfügbar. Das 16:10-Display des 14-Zöllers Pro 14 liefert mit WQXGA+ eine höhere Auflösung als das 15,6 Zoll große 16:9-Panel im Pro 15 OLED. Das schafft nur Full-HD. Dafür werden hier sowohl der AMD- als auch der Intel-Prozessor mit einer Nvidia RTX 3050 kombiniert. Laut Asus wird das Vivobook Pro 14 mit einem Preis ab 799 Euro (UVP) auf den Markt kommen, das Pro 15 kostet mindestens 949 Euro (UVP).

Zenbook 14X OLED und 14 Flip OLED

Das Clamshell-Notebook Zenbook 14X OLED und das 360-Grad-Convertible Zenbook 14 Flip OLED warten mit 16:10-Panels auf, die entweder 2.880 x 1.800 oder 3.840 x 2.400 Pixel darstellen. Alle Panels sind Pantone-validiert und decken den DCI-P3 Farbraum vollständig ab. Daher sind sie für Kreativ- und Grafikarbeiten geeignet. Das Flip kann prinzipiell per Touch und Stift bedient werden, beim 14x ist Touch optional. Das AMD-Modell mit maximal einem AMD Ryzen 9 5900HX nutzt grundsätzlich die integrierte Radeon-Grafik, die Tiger-Lake-Quacdore-Modelle nutzen entweder die Iris-Xe-Prozessorgrafik oder bei einigen Modellen als Unterstützung eine Nvidia-MX450-Grafikeinheit. Bei den Intel-Modellen zählt Thunderbolt 4 zur Ausstattung. Ansonsten verfügen die 1,4 kg leichten Aluminium-Geräte über bis zu 16 GB RAM, eine bis zu einem TB große PCIe-SSD im M.2-Format ein Touchpad mit einblendbarem Ziffernblock sowie Single-Sign-On per Power-Taste. Das Zenbook 14X OLED wird ab 1.299 Euro (UVP) kosten, das Flip ist 500 Euro teurer.

Expertbook B5 OLED und Expertbook B5 Flip OLED

Für anspruchsvolle Firmenkunden mit entsprechendem Budget sind die Expertbook-Modelle B5 OLED und B5 Flip OLED bestimmt, die Asus mit Preisen ab 1.899 Euro (UVP) an den Start schickt. Beide nutzen entspiegelte 13,3-Zoll-OLED-Touchscreens, beim Flip mit Touch- sowie Stift-Erkennung, und Intel-Tiger-Lake-Prozessoren, die auf bis zu 48 GB RAM zugreifen können. Zudem verspricht Asus für die Geräte eine Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden.

Auf der Ausstattungslisten finden sich neben Thunderbolt 4 als schneller Docking-Schnittstelle ein spezielle Mini-LAN-Port mit Adapterstecker, der einblendbare Zifferblock im Touchpad und der Fingerprint-Reader in der Power-Taste. Das Expertbook B5 OLED bringt laut Hersteller nur 1,2 kg auf die Waage, das Convertible ist etwa 100 Gramm schwerer. Beide Varianten sollen sehr robust sein, sie erfüllen die MIL-STD-810H-Anforderungen, und bieten ein Keyboard, das gegen Spritzwasser geschützt ist.

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