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Neues Mittelklasse-Smartphone LG Wing mit drehbarem Display

| Autor: Ann-Marie Struck

Mit der Initiative „Explorer-Projekts“ fördert der Hersteller LG außergewöhnliche Smartphones. Das erste Mittelklasse-Phone kommt nun auf den Markt und erscheint mit einem um 90 Grad drehbaren Zweitdisplay sowie einem Gimbal-Kamera-Modus.

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Das LG Wing ist ab November für 1.100 Euro (UVP) erhältlich.
Das LG Wing ist ab November für 1.100 Euro (UVP) erhältlich.
(Bild: LG)

Gerade hat man sich an den Anblick von faltbaren Smartphones gewöhnt, jetzt kommt von LG eine neue Variante: Zwei Displays, wovon sich eines drehen lässt. Das Hauptdisplay ist ein 6,8 Zoll großes OLED-Panel im 20,5.9-Format mit einer Auflösung von 2.460 x 1.080 Pixel. Dieses lässt sich um 90 Grad drehen. Darunter liegt ein 3,9 Zoll großes G-OLED-Zweitdisplay, das mit 1.240 x 1.080 Pixel auflöst. Das Schanier wurde laut LG mit einem hydraulischen Dämpfer ausgestattet, der die Beanspruchung beim Drehen des Hauptbildschirms reduzieren soll. Dem Hersteller zufolge soll der Mechanismus auch nach 200.000 Schwenkungen noch zuverlässig funktionieren. Des Weiteren besteht die Rückseite des Hauptbildschirms aus thermoplastischem Polyoxymethylen. Das weiche Material soll verhindern, dass beim Schwenken Kratzer auf dem unteren Bildschirm entstehen. Darüber hinaus sind die Displays nach P54 Wasser- und Staub-resistent und erfüllen dem MIL-STD 810G 9.

Der zusätzliche Screen dient zum einen als In-App-Erweiterung (A+-Konzept), sodass beispielsweise Videos über den kompletten Hauptbildschirm dargestellt werden können, während der Media-Controller im zweiten Bildschirm erscheint. Außerdem lassen sich so auch unterschiedliche Apps parallel nutzen. Doch die beiden Bildschirme des 169,5 x 74,5 x 10,9 Millimeter großen Smartphones machen sich beim Gewicht bemerkbar. Mit 260 Gramm ist es deutlich schwerer als andere Mittelklasse-Phones.

Gimbal-Modus-Kamera

Auf der Rückseite des Smartphones befindet sich eine Dreifachkamera. Die Hauptlinse löst mit 64 Megapixel auf und kommt mit einer f1/8-Blende. Dazu gibt es eine 13-MP-Weitwinkel-Kamera mit 117 Grad sowie eine 12-MP-Gimbal-Motion-Kamera mit 120 Grad Sichtfeld. Letztere soll sich wie ein Gimbal nutzen lassen und aufgrund integrierter Bildstabilisierung für flüssige Videoaufnahmen sorgen. Außerdem ergibt sich durch die Anordnung des zusätzlichen Bildschirms neue Möglichkeiten der Kameranutzung wie Dual Recording von Haupt- und Selfie-Kamera gleichzeitig.

Als Front-Cam ist eine 32-MP-Pop-up-Kamera verbaut, die für Selfies ausfährt und bei Nichtbenutzung im Gehäuse verschwindet. Ein Beschleunigungsmesser soll erkennen, wenn das Telefon beim Aufnehmen von Selfies fallen gelassen wird und die Pop-up-Kamera dann automatisch einfahren lassen.

Prozessor, Akku und Anschlüsse

Angetrieben wird das Smartphone von dem Snapdragon-765-Prozessor von Qualcomm, der für 5G optimiert ist. Dazu gibt es 8 Gigabyte RAM und 128 Gigabyte internen Speicher, der sich per MicroSD-Karte um bis zu zwei Terabyte erweitern lässt. Als Betriebssystem ist Android 10 aufgespielt.

Für die nötige Energie sorgt ein 4.000-mAh-Akku, der sich mit bis zu 24 Watt schnellladen lässt. Zudem ist auch kabelloses Laden mit bis zu 1 Watt möglich.

An Verbindungen unterstützt das Gerät Wi-Fi 802.11a/b/g/n/ac, 5G, LTE, Bluetooth 5.1 und NFC. An Anschlüssen steht dem Dual-SIM-fähigen Smartphone nur ein USB-C zur Verfügung, auf eine 3,5-Klinke-Buchse für Kopfhörer wird verzichtet. Entsperren lässt sich das Smartphone über einen Fingerabdrucksensor, der im Hauptdisplay integriert ist.

Preise und Verfügbarkeit

Das LG Wing ist ab November in Deutschland in den Farben Grau und Weiß erhältlich. Jedoch schlägt das neue Display-Format ganz schön zu Buche: die UVP liegt bei 1.100 Euro.

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Über den Autor

 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin