CES 2025 Lenovo mit neuer Hardware und coolen Innovationen

Von Margrit Lingner 8 min Lesedauer

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Auf der CES 2025 stellt Lenovo KI-gestützte Geschäftslösungen für den modernen Arbeitsplatz vor. Neben Highlights wie dem neuen Lenovo ThinkPad X9 Aura Editions feiert auch das innovative ThinkBook Plus Gen 6 mit aufrollbarem Display Premiere in der Wüstenstadt.

Auf der CES 2025 präsentierte Lenovo neben verschiedenen KI-gestützten Computern ein Notebook mit rollbarem Display.(Bild:  Lenovo)
Auf der CES 2025 präsentierte Lenovo neben verschiedenen KI-gestützten Computern ein Notebook mit rollbarem Display.
(Bild: Lenovo)

Auf der Tech-Messe in Las Vegas hat Lenovo gezeigt, wie der KI-gestützte Arbeitsplatz von heute aussehen könnte. Neben neuen Notebooks, KI-Computern, Monitoren und Zubehör präsentierte der Computerhersteller einen Laptop mit mit aufrollbarem Display. Außerdem zu sehen gab es Proof-of-Concept-Innovationen für die digitale Arbeit von morgen.

Die neue ThinkPad X9-Serie

Für den Einsatz in Unternehmen gedacht sind das neue ThinkPad X9 14 und das X9 15 Aura Editions. Diese Copilot+ PCs sollten mit der Performance von Core-Ultra-Prozessoren auch den Ansprüchen von Kreativprofis genügen. Dazu gibt es ein völlig neues Design. Die Oberflächen sind zu 50 Prozent aus recyceltem Aluminium gefertigt. Auf der Unterseite befindet sich ein gerillte Metallabdeckung. Wie alle ThinkPad-Laptops sind auch die X9-Modelle robust und nach den MIL-SPEC 810H-Standards zertifiziert. Neu gestaltet wurde der sogenannte „Engine Hub“, der auf beiden Seiten über Thunderbolt-Anschlüsse verfügt. Zudem soll dieses Hubs die Wartungsfreundlichkeit durch einen schnellen und einfachen Zugang durch das D-Cover für die Reparatur von Akku oder SSD erleichtern. Ebenfalls im neuen Design präsentiert sich die Tastatur, die durch ein großes haptisches Touchpad ergänzt wird. Tastatur und Touchpad sind für Multitasking-Profi konzipiert und bieten laut Lenovo ein präzises taktiles Feedback, das die Ermüdung bei langen Arbeitssitzungen reduzieren soll. Darüber hinaus verfügt das ThinkPad X9 über eine Kommunikationsleiste, die oberhalb des 14 Zoll bzw. 15,3 Zoll großen Displays integriert ist. Sie beherbergt eine 8-Megapixel-HD-MIPI-Kamera mit zwei integrierten geräuschunterdrückenden Mikrofonen.

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Im Inneren der neuen ThinkPad X9-Serie arbeiten Core-Ultra-Prozessoren mit einer Arc-Xe2-Grafik von Intel. Dazu gibt es bis zu 32 GB LPDDR5x RAM und bis zu 2 TB PCIe Gen4 SSD. Zudem soll der 55 Wh große Hochleistungsakku lange Akkulaufzeiten garantieren. Für eine umfassende Konnektivität sind Thunderbolt-4-Anschlüsse, HDMI 2.1 und Wi-Fi 7 an Bord.

Vor allem aber sollen die neuen ThinkPad X9 die KI-Erfahrung verbessern. Dazu steht das auf einem lokalen Large Language Model (LLM, unter Verwendung von Metas Llama 3.0) basierenden Lenovo AI Now zur Verfügung. Dieser intelligente Assistent automatisiert und vereinfacht Aufgaben wie die Organisation von Dokumenten und die Geräteverwaltung und ermöglicht es den Benutzern, auf natürliche Weise mit ihrer persönlichen Wissensdatenbank zu interagieren, um schnelle Suchvorgänge oder Textzusammenfassungen zu generieren. Möglich sind so zum Beispiel intelligente Dokumentensuche und -zusammenfassung. Zudem soll AI Now demnächst auch Deutsch, Spanisch und Französisch unterstützen.

Darüber hinaus verfügen die Aura-Edition-Geräte über zusätzliche KI-Funktionen. So stehen etwa mit Smart Modes maßgeschneiderte Einstellungen für die Gerätekonfiguration zur Verfügung. So soll sich nicht nur die Energieeffizienz, sondern auch die Sicherheit optimieren lassen. Und Smart Share soll die schnelle Übertragung von Fotos zwischen Android- oder iOS-Geräten und dem ThinkPad X9 ermöglichen.

Bei beiden Geräte hat Lenovo auf Nachhaltigkeit gesetzt. Neben Gehäuse und Verpackung (aus Bambus- und Zuckerrohrfasern) besteht auch der Kobalt-Akku vollständig aus recycelten Materialien. Zudem ist der Akku austauschbar.

Zubehör für die ThinkPad-X9-Serie

Ergänzt wird die ThinkPad-X9-Serie durch passendes Zubehör. So soll der Lenovo 65W GaN Nano Adapter effizientes, kühles Laden in kompakter Form unterstützen. Dabei nutzt der Adapter die GaN-Technologie (Galliumnitrid) und bietet eine Ausgangsleistung von 65 W. Ausgestattet ist er ferner mit einem USB-C-Ausgang und einem 1,8 m langen Kabel.

Ebenfalls mit der GaN-Technologie arbeitet das Lenovo X9 Charging GaN Dock. Wie der Adapter bietet der Hub eine Ausgangsleistung von 65 W. Dazu gibt es einen HDMI-2.1-Anschluss für 4K-Displays mit 60 Hz, einen MicroSD-Kartenleser sowie USB-A- und USB-C-Anschlüsse.

Für mobiles Arbeiten und Multitasker steht die Lenovo Multi-Device Wireless Mouse (X9 Edition) bereit. Sie unterstützt die Verbindung zu bis zu drei Geräten über Bluetooth 5.0 oder USB-C-Dongle. Über eine Schnellumschalttaste kann zwischen den Geräten gewechselt werden. Zudem lässt sich die AI-Now-Auslösetaste für schnelle KI-Aktionen auf ausgewählte Texte anpassen. So öffnet etwa ein langes Drücken das Quick-Chat-Fenster.

Die Kopfhörer Lenovo TWS Earbuds (X9 Edition) bieten automatische Anrufannahme, nahtlosen Gerätewechsel und sollen eine klare Gesprächsqualität via Bluetooth 5.3 bieten. Außerdem verfügen sie über hybride aktive Geräuschunterdrückung (bis zu -40 dB) und Voiceprint-Technologie.

Mit Lenovo Origami X9 Sleeve steht Nutzern eine Hülle für die 14 Zoll oder 15 Zoll großen Laptops zur Verfügung. Wegen der faltbaren Konstruktion kann sie auch als Ständer für das Notebook verwendet werden.

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Die neuen ThinkPads sollen ab Februar 2025 verfügbar sein. Der Startpreis des Lenovo ThinkPad X9 14 Aura Edition liegt bei 1.549 Euro (UVP). Und das 15 Zoll große ThinkPad X9 15 Aura Edition soll ab 1.689 Euro (UVP) kosten.

ThinkBook Plus Gen 6 Rollable

Mit dem ThinkBook Plus Gen 6 Rollable hat Lenovo eigenen Angaben zufolge den weltweit ersten AI-PC mit aufrollbarem Display vorgestellt. Entwickelt wurde der Mobilcomputer, um Produktivität und Multitasking mit dem ausrollbaren Display zu optimieren. Dabei wird durch einfaches Drücken eine dafür vorgesehene Taste oder durch Handgesten aus dem kompakten 14 Zoll großen Display ein 16,7-Zoll-Bildschirm. Nutzer erhalten somit fast 50 Prozent zusätzliche Bildschirmfläche. Über diese anpassungsfähige Display-Lösung lässt sich zum Beispiel bei Meetings ein zweites virtuelles Display erstellen. Dadurch wird der Bedarf an externen Monitoren reduziert. Mit einer 14-Zoll-Laptop-Grundfläche ist der Mobilrechner 19,9 mm schlank und 1,7 kg schwer.

Dabei bietet das Display des ThinkBook Plus Gen 6 Rollable verschiedene Split-Screen-Funktionalitäten und dedizierte Widgets für den einfachen Zugriff auf häufig verwendete Anwendungen und Tools. Das rollbare OLED-Display ist 400 Nits hell und hat eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hz sowie eine DCI-P3-Farbgenauigkeit von 100 Prozent. Unter der Haube stecken außerdem Intels Core-Ultra-7-Prozessoren mit Intel Arc-Grafik. Der Arbeitsspeicher kann bis zu 32 GB (LPDDR5x) groß sein. Als Hauptspeicher ist eine bis zu 1 TB große PCIe Gen4 SSD integrierbar. Thunderbolt 4 und Wi-Fi 7 sind ebenso verfügbar wie ein 3,5mm-Klinkenanschluss sowie ein Fingerprint Reader.

Als Betriebssystem ist Windows 11 aufgespielt. Außerdem stehen den Nutzern ähnlich wie bei dem ThinkPad X9 zusätzlich zu den KI-Funktionen mit Copilot+ Lenovo AI Now und Cocreator von Paint zur Verfügung.

ThinkCentre M90a Pro Gen 6 und ThinkCentre M90a Pro Gen 6

Lenovo hat außerdem die ThinkCentre-Produktpalette erweitert und zwei neue Modelle vorgestellt: Das ThinkCentre M90a Pro Gen 6 und das kompakte ThinkCentre neo 50q QC.

Der All-in-One ThinkCentre M90a Pro Gen 6 bietet ein 27 Zoll großes QHD-Display mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz und einer Helligkeit von 400 Nits. Angetrieben wird der All-in-One von einem Intel Core Ultra-9-Prozessoren mit Intel vPro und einer optionalen Geforce RTX 4050 GPU von Nvidia.

Wie auch das kompaktere ThinkCentre neo 50q QC bietet der M90a mehrere USB-Anschlüsse, HDMI- und DisplayPort-Optionen. Ebenfalls an Bord sind Wi-Fi 7 und Thunderbolt-4, die beim kompakten neo 50q fehlten. Letzterer arbeitet mit einem Snapdragon-X-Plus-Prozessor und einer Adreno-GPU von Qualcomm. Integrierbar sind 16 GB LPDDR5x RAM.

Ab April 2025 wird es das Lenovo ThinkCentre neo 50q QC zu einem voraussichtlichen Startpreis von 429 Euro (UVP) geben.

ThinkVision-P-Serie

Die neuen Monitore der ThinkVision-P-Serie umfassen Modelle mit Bildschirmdiagonalen von 23,8 bis 40 Zoll. Sie sollen sich durch eine hohe dynamische Farbgenauigkeit mit einer DCI-P3-Abdeckung von bis zu 98 Prozent, ultradünne Rahmen und ein modernes Design auszeichnen. Mit variablen Bildwiederholfrequenzen von 24 Hz bis 120 Hz und der proprietären KI-Stromversorgungslösung von Lenovo passen die ThinkVisions Hintergrundbeleuchtung und Pixelintensität dynamisch an. Damit wird laut Lenovo der Energieverbrauch optimiert, ohne die Bildqualität zu beeinträchtigen.

IT-Teams können zudem über den Lenovo Display Fleet Manager (LDFM) die Monitore aus der Ferne warten, um Firmware-Updates rasch aufzuspielen oder Funktionen zur Stapelbereitstellung zu nutzen. So sollen Ausfallzeiten für Endbenutzer minimiert werden.

Die ThinkVision P-Serie bietet Daisy-Chain-Funktionen, mit denen bis zu vier Displays verbunden werden können. Ausgewählte Ultrawide-Modelle verfügen über True Split, mit dem Nutzer ihre Anzeige für Multitasking in mehrere virtuelle Bildschirme aufteilen können.

Auch bei den Monitoren verwendet Lenovo nachhaltigere Materialien. Gefertigt sind sie zu 95 Prozent aus recyceltem Post-Consumer-Kunststoff (Frontblende und Abdeckungen). Der drehbare Ständer besteht vollständig aus recyceltem Aluminium und zu 20 Prozent recyceltem Glas (in der Scheibe).

Die Monitore der ThinkVision-P-Serie wird es voraussichtlich ab dem 2. Halbjahr 2025 geben. Die Preise starten bei 349 Euro (UVP, für den ThinkVision P24Q-40.

Lenovo-Zubehör

Auch beim Zubehör hat der Computerhersteller innovative Produkte wie das Self-Charging Bluetooth Keyboard vorgestellt. Diese Tastatur wird durch Umgebungslicht geladen und nutzt dafür Photovoltaikzellen und schnell aufladbare Kondensatoren. So sollen herkömmliche Batterien überflüssig werden. Das spritzwassergeschützte Keyboard besteht außen zu 95 Prozent recyceltem Plastik. Es verfügt über eine dedizierte Mediensteuerungen und ein 3-Zonen-Layout mit Bildschirmhelligkeitsanzeigen sowie Echtzeit-Stromverbrauchsüberwachung über den Lenovo Accessories and Display Manager.

Für Video-Calls gibt es bei Lenovo jetzt zwei für Microsoft Teams zertifizierte Webcams. Die Lenovo QHD-Webcam bietet intelligente KI-Funktionen wie Teilnehmerverfolgung und verbesserte Beleuchtungsanpassungen. Und die Lenovo 4K Pro Webcam liefert 4K-Bilder mit KI-verbessertem Framing und Echtzeit-Bildoptimierung.

Den Lenovo 65W GaN Nano Adapter wird es ab April 2025 für 49 Euro (UVP) geben, während das X9 Charging GaN Dock ebenfalls ab April 2025 für 119 EUR (UVP) erhältlich sein soll.

Die Lenovo Multi-Device Wireless Mouse (X9 Edition) soll ab Februar 2025 verfügbar sein und 49 Euro (UVP) kosten.

Die neuen Lenovo TWS Earbuds (X9 Edition) sollen auch ab Februar 2025 zu einer UVP von 99 Euro auf den Markt kommen.

Die Hülle Lenovo Origami X9 kann ab Februar für 49 Euro (UVP) erworben werden.

Proof-of-Concepts für den digitalen Arbeitsplatz

Mit der AdaptX-Maus hat der Technologie-Riese zudem ein Konzept für eine modulare Maus präsentiert. Sie ist so designt, dass sie sich nahtlos in eine kompakte, eine ergonomische Maus, einen Reise-Hub, einen Speicher-/SIM-Kartenhalter und eine Notfall-Powerbank verwandeln lässt.

Ebenfalls als Studie zeigte Lenovo das AI Headphone Proof of Concept. Integriert sind dort KI-Technologien, um Echtzeit-Sprachübersetzung, Sprachabdruck-Rauschunterdrückung und einen persönlichen Stimmklon zu schaffen. Dieser simuliert die Stimme des Benutzers bei der Übersetzung und soll so für einen authentischeren Klang sorgen.

Im Konzeptstadium befindet sich auch Lenovos Action Assistant. Dieser KI-Assistent basiert auf einem Large Action Model (LAM) und soll komplexe, mehrstufige Aufgaben präzise auszuführen. Durch die Umwandlung menschlicher Sprache in ausführbare Schritte simuliert der Lenovo Action Assistant Computervorgänge wie das Öffnen von Software, das Klicken auf Schaltflächen und die Eingabe von Text, um Aufgaben autonom auszuführen. Einsetzen lässt er sich laut Hersteller etwa für die Stapelverarbeitung von Fotos oder für die Verwaltung von Arbeitsabläufen vor einer Reise. Selbstständig soll der KI-Assistent beispielsweise automatische Antworten oder das Absagen von Besprechungen übernehmen.

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