Zertifizierter Connector Keeper Security integriert Secrets Manager in Azure Logic Apps

Von Ira Zahorsky 3 min Lesedauer

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Keeper Security integriert seinen Secrets Manager über einen zertifizierten Connector in Azure Logic Apps. Berechtigungen lassen sich zur Laufzeit abrufen und verwalten. Für Systemhäuser entsteht ein Ansatz für sichere Workflow-Automatisierung.

Mit dem Connector von Keeper Security wird der Secrets Manager an die Microsoft-Automatisierungsebene angebunden, wobei Berechtigungen dynamisch erst zur Laufzeit vergeben werden.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Mit dem Connector von Keeper Security wird der Secrets Manager an die Microsoft-Automatisierungsebene angebunden, wobei Berechtigungen dynamisch erst zur Laufzeit vergeben werden.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Hartkodierte Zugangsdaten gehören zu den vermeidbaren Risiken automatisierter Abläufe. Keeper Security will dieses Problem mit einem zertifizierten Connector für Microsoft Power Platform und Azure Logic Apps adressieren. Der Connector verbindet Keeper Secrets Manager mit der Microsoft-Automatisierungsebene und stellt Berechtigungen erst zur Laufzeit bereit.

Der Dienst steht im Microsoft-Power-Platform-Marktplatz zur Verfügung. Unternehmen können damit Anmeldedaten innerhalb automatisierter Workflows erstellen und abrufen, ohne sensible Werte dauerhaft in der Workflow-Definition zu speichern.

Die Automatisierung von Arbeitsabläufen ist nur so sicher wie die Geheimnisse, auf denen sie basiert.

Darren Guccione, CEO und Mitbegründer von Keeper Security

„Die Automatisierung von Arbeitsabläufen ist nur so sicher wie die Geheimnisse, auf denen sie basiert. Die meisten Unternehmen hinterlegen diese Geheimnisse nach wie vor fest im Code, was ein enormes Cyberrisiko darstellt“, kritisiert Darren Guccione, CEO und Mitbegründer von Keeper Security.

Azure Function übernimmt die Vermittlung

Technisch basiert die Integration auf einem schlanken Python-Middleware-Dienst. Dieser wird als Azure Function App in der Azure-Umgebung des Kunden bereitgestellt und kommuniziert über das Keeper Secrets Manager SDK (Software Development Kit) mit dem Keeper Vault.

Nach Angaben von Keeper bleiben Zugangsdaten und API-Schlüssel innerhalb der Zero-Knowledge-Architektur des Anbieters verschlüsselt. Die Entschlüsselung erfolgt lokal in der Azure-Umgebung des Kunden. Klartextwerte sollen demnach nicht über die Infrastruktur von Keeper übertragen werden.

Geheimnisse sollten so nah wie möglich an der Arbeitslast und nur bei Bedarf entschlüsselt werden.

Craig Lurey, CTO und Mitbegründer von Keeper Security

„Geheimnisse sollten so nah wie möglich an der Arbeitslast und nur bei Bedarf entschlüsselt werden“, empfiehlt Craig Lurey, CTO und Mitbegründer von Keeper Security. Die Azure-Function-Middleware ermögliche ein Bereitstellungsmodell, bei dem das Keeper SDK in der eigenen Azure-Umgebung des Kunden laufe und die eigene Schlüsselverwaltung die Konfiguration übernehme.

Fünf Operationen für automatisierte Abläufe

Der Connector unterstützt fünf Operationen:

  • List Secrets zum Auflisten vorhandener Berechtigungsnachweise
  • Get Secret zum Abrufen eines Nachweises
  • Create Secret zum Erstellen neuer Zugangsdaten
  • Update Secret zum Aktualisieren bestehender Einträge
  • List Folders zum Auflisten von Ordnern

Ein zertifizierter Connector steht im Logic App Designer nativ zur Verfügung. Für Standardbereitstellungen ist laut Keeper kein benutzerdefinierter Import erforderlich. Dynamische Dropdown-Menüs sollen Geheimnis- und Ordnerauswahl vereinfachen und Konfigurationsfehler reduzieren.

Die notwendige Infrastruktur lässt sich über eine Azure-Resource-Manager-Vorlage bereitstellen. Dazu gehören die Azure Function App, ein Key Vault und eine Managed Identity. Keeper will die Bereitstellung mit einem Klick gewährleisten. Sie soll innerhalb weniger Minuten erfolgen.

Der Keeper Secrets Manager Connector für Azure Logic Apps ist ab sofort verfügbar. Die vollständige Dokumentation, das Middleware-Repository und die Bereitstellungsanleitungen stellt Keeper Security online bereit.

Relevanz für Systemhäuser

Für IT-Systemhäuser erweitert der Connector das Geschäftsfeld rund um sichere Cloud-Automatisierung. Mögliche Leistungen liegen in der Konzeption und Umsetzung von Workflows, bei denen Zugangsdaten nicht mehr in Skripten oder Automatisierungsdefinitionen hinterlegt werden. Dazu zählen etwa:

  • API-Berechtigungsinjektion
  • der Abruf von Datenbankverbindungszeichenfolgen
  • die Synchronisation von in GitHub hinterlegten Zugangsdaten und API-Schlüsseln
  • die Unterstützung geplanter Compliance-Audits
  • die Einrichtung von Richtlinien für Secrets und Berechtigungen

Dabei reicht die technische Bereitstellung allein nicht aus. Systemhäuser müssen auch klären, welche Workloads auf welche Berechtigungsnachweise zugreifen dürfen, wie Managed Identities eingesetzt werden und wie Änderungen oder Abrufe nachvollziehbar bleiben. Das betrifft nicht nur Kundenprojekte, sondern auch die eigenen Automatisierungsprozesse.

Der Connector schafft einen Baustein für Secrets Management in Microsoft-Umgebungen. Sein Nutzen hängt jedoch davon ab, ob Berechtigungen, Schlüsselverwaltung und Betriebsprozesse sauber in die bestehende Azure- und Security-Architektur integriert werden. Für Systemhäuser entsteht daraus weniger ein weiteres isoliertes Tool-Projekt als eine Beratungsaufgabe an der Schnittstelle von Automation, Identity und Compliance.

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