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Channel Fokus: Endpoint Security & IAM Identitätsklau im Homeoffice

| Autor: Ann-Marie Struck

Die IT-Sicherheit schützt nicht nur Daten und alle Systeme, mit denen Informationen verarbeitet, genutzt und gespeichert werden, sondern auch die Identität der Anwender. Wie es um den Markt mit Identity-und Endpoint-Lösungen bestellt ist, zeigt das IT-BUSINESS-Panel.

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Mit unserem IT-BUSINESS Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen.
Mit unserem IT-BUSINESS Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen.
(Bild: apinan - stock.adobe.com)

Webcams am besten abkleben! Von diesem Hinweis hat sicherlich jeder schon einmal gehört. und Berühmtheiten wie der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg scheinen ihn auch zu befolgen. Immerhin ist es für Hacker heutzutage ein Leichtes, sich in eine Webcam einzuhacken. Die Privatsphäre kann durchaus von einem Stück Papier geschützt werden.

Nichtsdestotrotz bedarf es mehr, um die Identität im Netz zu bewahren. Insbesondere im Homeoffice. Denn zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus haben viele Arbeitgeber ihre Mitarbeiter an den heimischen Schreibtisch geschickt. Und laut einer Studie von Eset zur „Veränderung der Arbeitswelt durch Corona“ möchte auch nach der Krise die Mehrheit der Beschäftigten zumindest teilweise aus dem Homeoffice arbeiten.

Das erfordert eine entsprechende Sicherheit, gerade was digitale Identitäten sowie Endgeräte angeht. Dafür sorgen Endpoint-Protection und Identity- & Access-Management-Lösungen (IAM). Diese Lösungen haben sich am Markt etabliert: Bei 90 Prozent der befragten Distributoren und Hersteller spielen die beiden Segmente eine große Rolle in ihrem Business.

Vor allem neue Technologien tragen dazu bei, Identity-Lösungen zu optimieren. Beispielsweise helfen integrierte Machine-Learning-Funktionen bei der Anlage und Pflege von Accounts sowie Berechtigungen und warnen bei Problemen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass 55 Prozent der befragten ITK-Fachhändler und Systemintegratoren neue Technologien wie Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Security Automation als „wichtig“ bewerten. Davon schätzen 29 Prozent sie sogar als „sehr wichtig“ ein.

In Sachen Digitalisierung hat die Coronakrise für einen Aufschwung gesorgt. Insofern nun mehr Online-Dienste, Cloud-Services und Remote-Work-Lösungen zum Einsatz kommen, erhöht dies auch den Bedarf an Security-Lösungen. Doch vielen Unternehmen fehlen die Ressourcen für den Schutz ihrer IT-Systeme, Daten, Applikationen und Benutzerkonten. Sie greifen daher auf Managed Security Services (MSS) zurück.

Obwohl sich MSS im Channel immer mehr durchsetzen, machen die befragten ITK-Fachhändler und Systemintegratoren mit IAM- und Enpoint-Protection-Lösungen nur schleppend Umsatz. Zumal nur 14 Prozent der befragten Partner den Umsatz mit Managed Services gemessen am gesamten Umsatz in diesem Segment mit „hoch“ bewerten. 28 Prozent schätzen ihn sogar als „gering“ ein.

Bereitstellung von Sicherheit

In-House-Security oder Service? Die Umfrageteilnehmer generieren mit unterschiedlichen Bereitstellungsmodellen Umsatz. Das meiste Geschäft machen 57 Prozent der befragten Hersteller und Distributoren mit der Cloud. Das gilt nur für 38 Prozent der befragten ITK-Fachhändler und Systemintegratoren. Bei Letzteren steht mit 57 Prozent das Nutzungs- und Lizenzmodell On-Premises für Endpoint Protection und IAM auf Platz eins.

Auch für 52 Prozent der befragten Hersteller und Distributoren ist diese Angebot zentral für das Business. Mit Managed Services machen 42 Prozent der befragten ITK-Fachhändler und Systemintegratoren Geschäft, jedoch nur 36 Prozent der Hersteller und Distributoren. 35 Prozent der befragten Partner und 47 Prozent der Hersteller und Distributoren machen mit hybriden Modellen Gewinn.

Challenge: IT-Security

Eine Grundvoraussetzung für jedes Unternehmen ist eine effektive IT-Sicherheit. Diese reicht vom Schutz einzelner Dateien bis hin zur Absicherung von Rechenzentren und Cloud-Diensten. Jedoch werden Cyberangriffe immer schwerer zu kontrollieren. Die größte Herausforderung in puncto Unternehmenssicherheit ist für die Umfrageteilnehmer das mangelnde Security-Bewusstsein der Belegschaft (ITK-Fachhändler/ Systemintegratoren 71 %; Distributoren / Hersteller 57 %). 57 Prozent der befragten Systemintegratoren sehen die DSGVO als ein Hindernis. Diese Ansicht teilen nur 42 Prozent der befragten Distributoren / Hersteller. Letztere geben mit 47 Prozent Mobility den Vorzug. Hinsichtlich der Gerätevielfalt und IoT/ OT als Risiken sind sich die Teilnehmer einig.

Lösungen für die Zukunft

Bei der Frage, von welchen Security-Lösung in Zukunft das größte Wachstum erwarten wird, sind sich die Umfrageteilnehmer einig: Auf Platz eins steht Identity & Acess Management (ITK-Fachhändler / Systemintegratoren 64 %; Distributoren / Hersteller 52 %), gefolgt von Endpoint Protection-Lösungen zur Absicherung von Workstations und Server (53 %; 47 %). Obwohl Menschen sicherlich immer wieder Fehler machen werden, sehen die Umfrageteilnehmer in Awareness-Trainings für die Mitarbeiter( 32 %; 21 %) zukünftig nur noch eine geringe Nachfrage.

Weitere Ergebnisse des IT-BUSINESS-Panels finden Sie in der Bildergalerie:

IT-BUSINESS-Panel: Endpoint Security & IAM

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Über den Autor

 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin