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Definition Was ist das Internet der Dinge?

Autor / Redakteur: Laimingas / Sarah Böttcher

Das Internet der Dinge, häufig auch mit dem englischen Fachausdruck Internet of Things beschrieben, oder als IoT abgekürzt, steht für die Vernetzung von Gebrauchsgegenständen oder so genannten Smart Objects, die unabhängig von direkten menschlichen Eingriffen miteinander kommunizieren.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Das IoT ist eine Netzwerkform aus einer Vielzahl von Smart Objects, die ihre Daten über den Weg Machine-to-Machine (M2M) austauschen. Dazu muss jedes Gerät genauso wie ein normaler internetfähiger PC mit einer eindeutigen IP-Adresse ausgestattet sein. Ein Mangel daran ist nicht zu erwarten, denn durch die Einführung des Internet-Protokolls in der Version 6 (IPv6) ist der Adressraum so stark erweitert worden, dass 600 Billiarden Adressen möglich sind - und zwar auf jedem Quadratmillimeter der Erdoberfläche. Insgesamt stehen 340 Sextillionen Adressen zur Verfügung.

Der Mensch kann zwar steuernd in die Prozesse eingreifen, in der Regel agieren die Objekte jedoch selbstständig und unabhängig mittels der programmierten Software. So sind sie in der Lage, sich an unterschiedliche Situationen und Szenarien ohne menschlichen Input autonom anzupassen.

Als Smart Objects kommen beispielsweise in Frage:

  • Industriemaschinen (Stichwort „Industrie 4.0“)
  • logistische Einrichtungen
  • Alarm- und Notfallsysteme
  • medizinische Geräte
  • selbstfahrende Autos und ihre Assistenzsysteme
  • Haushaltsgeräte und häusliche Sicherheitssysteme (Stichwort „Smart Home“)
  • Wearables

Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Die einzelnen Objekte beziehen ihre „Intelligenz“ aus integrierten Sensoren und Mikroprozessoren, die es ihnen ermöglichen, über das Internet zu kommunizieren. Da dies auch drahtlos funktioniert, kann ein Gerät an einem beliebigen Standort mit einem Gerät an jedem anderen beliebigen Standort zusammenarbeiten.

IoT für Konsumenten und Produzenten

An sich baut das Internet der Dinge aus Konsumenten- und Produzentensicht auf den gleichen Prinzipien auf. Für die Gruppe der Verbraucher ist das IoT vor allem interessant im Hinblick auf Haushaltsgeräte, Sicherheitssysteme für das Eigenheim, Unterhaltungsmedien oder medizinische Wearables, die fortlaufend den Puls, den Blutdruck sowie die Schrittzahl aufzeichnen und über eine Smartphone-App analysieren. Als bekanntestes Beispiel für das Consumer-IoT wird allerdings immer wieder der leere Kühlschrank angeführt, der entsprechend den Bedürfnissen seines Besitzers selbstständig die gewünschten Lebensmittel bestellt.

Produktions- und Logistik-Prozesse hingegen stellen sich als weitaus komplexer dar. Was in einigen Bereichen bereits Realität ist, wird sich in Zukunft noch intensiver weiterentwickeln. Komplette Fabriken und Produktionsstätten mit all ihren Maschinen, Transportmitteln, Fertigungsrobotern etc. werden mit der notwendigen Lagerhaltung vernetzt, so dass die Herstellungsabläufe komplett automatisch ablaufen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Prozesse lassen sich leichter planen, werden sicherer im Ablauf und gewinnen an Effizienz bezüglich Kosten- und Zeitaufwand. Das gewährleistet auch ein deutlich nachhaltigeres und besseres Qualitätsmanagement.

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