Aktueller Channel Fokus:

Digital Transformation

Definition

Was ist das Internet der Dinge?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Sarah Böttcher

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Das Internet der Dinge, häufig auch mit dem englischen Fachausdruck Internet of Things beschrieben, oder als IoT abgekürzt, steht für die Vernetzung von Gebrauchsgegenständen oder so genannten Smart Objects, die unabhängig von direkten menschlichen Eingriffen miteinander kommunizieren.

Das IoT ist eine Netzwerkform aus einer Vielzahl von Smart Objects, die ihre Daten über den Weg Machine-to-Machine (M2M) austauschen. Dazu muss jedes Gerät genauso wie ein normaler internetfähiger PC mit einer eindeutigen IP-Adresse ausgestattet sein. Ein Mangel daran ist nicht zu erwarten, denn durch die Einführung des Internet-Protokolls in der Version 6 (IPv6) ist der Adressraum so stark erweitert worden, dass 600 Billiarden Adressen möglich sind - und zwar auf jedem Quadratmillimeter der Erdoberfläche. Insgesamt stehen 340 Sextillionen Adressen zur Verfügung.

Der Mensch kann zwar steuernd in die Prozesse eingreifen, in der Regel agieren die Objekte jedoch selbstständig und unabhängig mittels der programmierten Software. So sind sie in der Lage, sich an unterschiedliche Situationen und Szenarien ohne menschlichen Input autonom anzupassen.

Das IoT steht in Deutschland kurz vor dem Durchbruch

Studie zum Internet der Dinge von IDC

Das IoT steht in Deutschland kurz vor dem Durchbruch

21.03.18 - Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen planen für das laufende Jahr die Einführung von IoT-Plattformen. Das legt die Studie „Internet of Things in Deutschland 2018“ nahe, für die das Marktforschungsunternehmen IDC im Januar 2018 insgesamt 444 Organisationen mit mehr 100 Mitarbeitern befragte. Viele der Umfrageteilnehmer wollen demnach auch neue Techniken wie Blockchain und Datenanalyse „at the edge“ nutzen. lesen

Als Smart Objects kommen beispielsweise in Frage:

  • Industriemaschinen (Stichwort „Industrie 4.0“)
  • logistische Einrichtungen
  • Alarm- und Notfallsysteme
  • medizinische Geräte
  • selbstfahrende Autos und ihre Assistenzsysteme
  • Haushaltsgeräte und häusliche Sicherheitssysteme (Stichwort „Smart Home“)
  • Wearables

Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Die einzelnen Objekte beziehen ihre „Intelligenz“ aus integrierten Sensoren und Mikroprozessoren, die es ihnen ermöglichen, über das Internet zu kommunizieren. Da dies auch drahtlos funktioniert, kann ein Gerät an einem beliebigen Standort mit einem Gerät an jedem anderen beliebigen Standort zusammenarbeiten.

IoT für Konsumenten und Produzenten

An sich baut das Internet der Dinge aus Konsumenten- und Produzentensicht auf den gleichen Prinzipien auf. Für die Gruppe der Verbraucher ist das IoT vor allem interessant im Hinblick auf Haushaltsgeräte, Sicherheitssysteme für das Eigenheim, Unterhaltungsmedien oder medizinische Wearables, die fortlaufend den Puls, den Blutdruck sowie die Schrittzahl aufzeichnen und über eine Smartphone-App analysieren. Als bekanntestes Beispiel für das Consumer-IoT wird allerdings immer wieder der leere Kühlschrank angeführt, der entsprechend den Bedürfnissen seines Besitzers selbstständig die gewünschten Lebensmittel bestellt.

Produktions- und Logistik-Prozesse hingegen stellen sich als weitaus komplexer dar. Was in einigen Bereichen bereits Realität ist, wird sich in Zukunft noch intensiver weiterentwickeln. Komplette Fabriken und Produktionsstätten mit all ihren Maschinen, Transportmitteln, Fertigungsrobotern etc. werden mit der notwendigen Lagerhaltung vernetzt, so dass die Herstellungsabläufe komplett automatisch ablaufen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Prozesse lassen sich leichter planen, werden sicherer im Ablauf und gewinnen an Effizienz bezüglich Kosten- und Zeitaufwand. Das gewährleistet auch ein deutlich nachhaltigeres und besseres Qualitätsmanagement.

Investitionen in IoT-Sicherheit steigen rasant

Gartner-Marktzahlen

Investitionen in IoT-Sicherheit steigen rasant

22.03.18 - Laut den Prognosen der Marktforscher von Gartner steigen die weltweiten Ausgaben für IoT-Sicherheit im laufenden Jahr auf 1,5 Milliarden US-Dollar an. Bis zum Jahr 2021 soll Compliance der wichtigste Einflussfaktor für das Wachstum bei IoT-Security werden. lesen

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44938047 / IT-BUSINESS Definitionen)